Verzerrte Selbstwahrnehmung

Dieses Thema im Forum 'Anzeichen & Merkmale der Krankheit' wurde von Michi gestartet, 29 Mai 2011.

  1. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    ch weiß nicht, warum die Krankheit wirklich die eigene Selbstwahrnehmung so krass stört, dass man sich selbst immer noch als zu dick sieht, obwohl man es nicht ist! Ich fühlte mich mit den 37,7kg dicker als jetzt, obwohl ich momentan wieder viel mehr wiege. Ich fühlte mich elend, nicht schön, dick, unattraktiv, kurzum: Einfach unwohl in meiner Haut. Ich fand immer noch, dass mein Po und meine Oberschenkel zu dick waren und sah das auch im Spiegel. Es hatte keinen Einfluss auf meine Gedanken, dass ich in keine Hose mehr passte. Sie waren alle zu weit und manchmal passte ich in eine Jeans Größe 32 (!), aber selbst da fand ich, dass ich dick darin aussah. Egal, wie viele Freund mich darauf ansprachen, dass ich zu dünn sei, was denn los wäre. Nichts brachte mir eine normale Sicht auf meinen Körper zurück. Erst ein bis zwei Jahre später fand ich, dass ich auf Fotos viel zu dünn, total abgemagert aussah und sich meine Eltern und mein Freund für mich schämen mussten. Es war klar, dass mich alle ansprachen und mich sahen und sich sofort fragten: Was ist den los mit der Michi? Tja, warum man als kranke eine total gestörte Selbstwahrnehmung besitzt weiß ich nicht. Aber es ist definitiv so. Man findet andere nie zu dick, auch wenn man sie als mollig bezeichnen würde. Aber sich schon, obwohl man nur noch ein Strich ist. Aber das sieht man nicht!