Ich bin neu

Dieses Thema im Forum 'Steckbrief' wurde von Michi gestartet, 5 Juni 2011.

  1. ilvie

    ilvie Neu im Forum

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    Hallo ihr lieben. ich bin jetzt gerade auf diese homepage gestoßen und bin mal so richtig froh von leidensgenossinen zu hören!
    ich bin 23 und habe seit 10 jahren bulimie. habe von 16-18 eine psychotherapie gemacht, aber damals hatte ich noch nicht wirklich gemerkt dass ich krank bin, und habe die therapeutin imma angelogen. ich habe was meine krankheit angeht immer alles heruntergespielt. mittlerweile habe ich es aber so satt bulimie zu haben. mir ist durchaus bewusst das ich krank bin und mich nach einem leben ohne dem sehne. aber je länger ich mehr über das nachdenke, desto schneller kommt auf einmal wieder der rappel in meinem gehirn und ich bekomme den drang zu "spucken".
    es ist einfach so ein blöder teufelskreis - aber ihr wisst bestimmt was ich meine.
    ich bin auch immer wieder sehr skeptisch ob ich es schaffe ganz ohne bulimie zu leben, bzw ich hoffe es zutiefst. aber dann kommen immer wieder die schlechten zeiten wo ich gar nicht ohne kann.
    das wollte ich jetzt einfach mal loswerden :)
    alles liebe, ilvie <3 :rolleyes:
  2. misses

    misses Neu im Forum

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    hallo ilvie, versuche doch jetzt nochmal eine gute therapeutin zu finden und lüge sie nicht mehr an, versuche an dir zu arbeiten! viel glück dabei :)
  3. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Habe mich mal so ein bisschen wieder durchgelesen und ich muss sagen caitanaa, du redest mir aus der Seele. Du machst und durchlebst das, was ich so oft durchlebe. Und wenn du schreibst, du sitzt hier mit Schokolade und rennst gleichzum Klo, dann machst du das gleiche wie ich. Es ist zum Kotzen und ich, wir hassen es, aber machen es, les dich erstmal durch alles hier durch, viel reden, viel schreiben, viel erkennen hilft mir an vielen Stellen, v.a. die aufmunternden oder auch harten Worte von anderen. Das ist super und wenn es auch nur für einmal hilft, ist es ja schon gut. Ich bin auch kein Therapie fan, da es ja Gründe für die ES gibt und die müssen weg, die müssen einfach, "einfach" nur weg und dann klappt das auch mit der Krankheit. Die Therapie kann denke ich dabei helfen, aber nicht, wenn man selbst eigentlich schon alles weiß, oder einiges, viele Gründe und viel, was nicht so gut in seinem Leben ist. WObei es eben eine subjektive Ansichtssache ist und um die Dinge richtig zu sehen, helfen eben andere Menschen, mit einer Therapie sehe ich es auch so. Man kommt sich abgeschoben vor und viele könnten einem helfen, nur keiner hat die Zeit, die Energie, die Nerven für einen da zu sein und dann heißt es mach das, und wenn du da bist, bist du gesund, aber Leute so einfach ist es nciht und wird es nie sein. Man braucht Freunde und Gespräche und hier findest du denke ich schon gute Ansprechpartner und Menschen, die da sind, die viel verstehen und alles sehr aufmerksam lesen und richtig gute Antworten haben :) :)
    PS: Soll sich keiner denken, dass ich jetzt nur caitanaa antworte, ist ja für jeden, nur sie hat gerade genau mein Leben manchmal angesprochen und da musste ich gleich was dazu sagen, aber habe alles gelesen :) :)
  4. Zoe<3

    Zoe<3 Neu im Forum

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    Liebe Michi,
    ich finde des ganz toll das du diesen Block erstellt hast und so viel Mut hast den Leuten deine Probleme zuschildern.
    Nur hab ich selbst ein Problem und bitte dich um Hilfe da du dich ja gut damit auskennst.Ich weis jetzt auch nich ob das hier reingehört aber ich bin grad ziemlich verzweifelt und finde sonst nirgendwo antworten.
    Ich bin fast 16 Jahre alt und 1.66 m gros und wiege 55 Kilo. Schon seit einiger Zeit muss wir mir nach dem Essen immer schlecht und ich erbreche es oftmals wenn nicht fühle ich mich richtig eklig weshalb ich dem Gefühl meistens nachgehe oder ich esse einfach gar nichts. Ich fühle mich zu dick und schäme mich für meine Figur, aber ich könnte niemals eine Diät machen weil ich einfach viel zu gerne esse. wenn mal wieder so ein Tag war nach dem ich erbrechen musste hab ich Nachts immer richtige Hunger Attacken das ich sogar nicht schlafen kann und warte bis meine Eltern im Bett sind damit ich heimlich den Kühlschrank plündern kann. Ich stopfe dann alles in mich hinein bis ich mich wieder eklig fühle geh dann aber nicht kotzen aus Angst vor einer neuen Attacke. Seit einigen Tagen übergebe ich mich regelmäßig und bewusst und kann nichts dagegen tun. Alles in mir sagt das es falsch ist und das es mich krank macht aber ich muss es einfach tun ich wünsch es mir sogar richtig und freu mich irgendwie sogar darauf.
    Ich trau mich nicht mit meinen Freunden oder meinen Eltern darüber zu reden. Was mach ich falsch ? Ich kann einfach nicht zu den richtigen Zeiten essen weil ich entweder keinen Hunger hab oder dann zu irgend einer Urzeit alles in mich reinstopfen muss. Hab ich Bulimi ?
    Bitte Hilf mir.
    Liebe Grüße, Zoe
  5. Tobi

    Tobi Neu im Forum

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    Hy liebe Damen und bestimmt auch der eine oder andere liebe Herr…

    bevor ich anfange euch mein Anliegen bzw. meine Bitte euch zu erzählen möchte ich mich kurz vorstellen. Also zu meiner Person, ich heiße Tobi, bin Mitte zwanzig und mache z.Z. eine Ausbildung im sozialen Bereich. Und an dem Punkt kommt ihr in Spiel, da ich nämlich mich in meinem Abschlussjahr befinde und muss eine Facharbeit schreiben. Ich würde gerne meine Facharbeit zum Thema Bulimie (Bulimia nervosa) schreiben. Um den Bezug für euch herstellen, ich selbst bin zwar nicht Betroffen, habe aber in meiner Familie besser gesagt bei meiner Schwester, den Verlauf und Entwicklungsprozess bei diesem Krankheitsbild mit beobachten und verfolgen können.
    Wenn ihr euch evt. jetzt Fragen solltet inwiefern ihr mir bei meiner Facharbeit helfen könnt. Sag ich es euch gern. Ich möchte gerne eure Geschichte kennenlernen bzw. wie ihr diese Zeit erlebt habt. Dazu möchte ich mit euch gern ein kleines Interview (via Mail) führen d.h. ihr bekommt von mir einen kleinen Fragen Katalog zu geschickt und sendet mir diesen, soweit ihr wollt beantwortet zurück

    Ich möchte dabei ausdrücklich betonen, dass ich weder eure Namen noch irgendwelche anderen Details die Rückschlüsse auf eure Person schließen lassen erwähne. Ihr werde generell alle Anonymisiert und das mir zugetragene wird auch nicht anderweitig Verwendet, als für meine Facharbeit.

    Ich hoffe ich konnte etwas, das Eis brechen, sowie eine Grundbasis für erstes Vertrauen in meine Person sowie in meine geplante Arbeit bei euch wecken.

    Bei noch offene Fragen, sowie bei Interessente könnt ihr mir gern eine Mail schreiben. Ich werde diese zeitnahe probieren zu beantworten.
  6. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Liebe Zoe,
    ein paar Dinge: Meinst du nicht, du redest dir das ein, dass dir nach dem Essen schlecht ist??? Weil du findest dich ja zu dich und mir kommt es so vor, als ob du so ein schlechtes Gewissen hast und vielleicht ist dir auch ein bisschen schlecht oder du isst ein bisschen über dein Vollegefühl hinaus, so dass dir schlecht ist? Also ich habe das Gefühl oder es hört sich so an, als ob das Übelsein von deinem Kopf her kommt. Und da musst du dich jetzt erstmal selbst fragen, ob es sein könnte und ganz ganz ehrlich zu dir selbst sein.
    Dann zweitens bin ich mit sicher, dass du kein bisschen dick bist. Du bist nicht so klein und wiegst echt nicht viel, also du bist 100 % dünn, ich bin mir sicher!!!! Aber viele sind ja unzufrieden, obwohl ich denke, du hast wirklich keinen Grund, ganz sicher nicht!!!!
    Und: Ich kenne das: Ich esse auch gern, ich liebe das Essen und ich liebe Vieles, was viele Kalorien hat, weswegen Essen ja so zu einem Problem wurde, oder was eben Mitschuld daran hat.
    Verstehe ich das richtig? Du isst nach dem FA nichts, aber kannst dann nicht schlafen und stopfst dann alles hinein, aber behälst es. Ja, dass ich ein schlimmer Kreislauf, bei mir ist es oft so, dass ich es dann wieder tu und wieder, deswegen ist es ja öfter am TAg, man ist leer, hat wieder Hunger und es beginnt von vorne.
    Ja und das kenne ich auch: Ich will es und mache es gerne: Essen ohne Reue und ich liebe Essen, ich liebe auch richtig Kalorienreiches und brauche es einfach und freue mich darauf, ich glaube ich sammle manchmal schon Sachen, obwohl ich weiß, ich esse sie nicht und behalte sie, sondern es muss ein FA folgen, obwohl ich das eher unbewusst sammle. Aber du musst aufhören!!!!!!!!!!! Ich habe es schon zu lange, aber bei dir ist noch alles möglich, du kannst noch gesund bleiben, lass es, lass es, lass es. Es wird nur immer schlimmer und du wirst immer ekliger und süchtiger und deine Laune wird beschissen und dein soziales Umfeld wird kleiner, weil du nich tmehr weggehst!!! Es klingt so, also ob du noch die Chance auf ein unbeschwertes Leben hast, vergeig es dir nicht, du wärst bescheuert, echt!!!! Sei nicht so dumm!!!
    Ich denke du hast es auf jeden Fall schon, aber du knnst versuchen es so schnell es geht zu unterbinden und dann war alles nur halb so wild, bitte versuche es, sofort! Ich habe mir schon alles, denke ich, kaputt gemacht und bin gesundheitlich am Arsch, aber du nicht!!!! Mach Sport, beweg dich viel und geh viel weg. Und versuche regelmäßiger zu essen, man merkt, dass du schon große Probleme beim Essen hast auch bei den Zeiten, essgestört bist du, denke ich, schon, aber noch in Maßen!!!!
  7. Zoe<3

    Zoe<3 Neu im Forum

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    Liebe Michi,
    ich weis nich ob ich mir das ein rede. Viele Sagen zu mir das ich nich dick bin, aber ich weis nich ob man den Leuten glauben kann ich mein wär würde schon erlich sagen: Hey du bist ja echt fett geworden !! Aber ich find mich selber wirklich zu dick. Ich mach Ballett und ich turne und ich seh immer die andren Medls mit ihren dünnen Beinen und ihren guten Figuren und ich würd alles geben um so auszusehen. Ich weis nich aber vielleicht ist das bei mir ja auch nur eine Fase weil ich grad echt viel Stress hab. Ich hab eine Klasse übersprungen, auch noch in die Abschlussklasse, und steh jetzt halt total unter Druck das ich das gut schaffe. Ich weil meine Mama nich entäuschen weil sie sich da voll reingehängt hat das ich das schaff. Seit ein dem Wochende ess ich iwi fast garnichts mehr weil ich Angst hab mich zu übergeben und es hilft. Ich musste mich die Woche bis her nur dreimal übergeben weil meine Mutter mich gezwungen hat ihr Essen zu essen. Dafür hab ich jetzt aber Radikal fast 5 Kilo abgenommen und das in so wenig Tagen das ich es fast ganricht glauben kann, aber ich ess auch wirklih nicht viel nur immer 100 gramm KArotten und einen Apfel und vielleicht mal eine Scheibe Brot. Ich weis ganricht was mit mir los ist. Früher hätte ich das nie gekonnt. Da hät ich nichtmal auf ein Stück Schokolade verzichten können. Aber ich hab nichtmal Hunger. ICh könnte ii die ganze Zeit heulen, weil ich nich weis was ich machen soll. Gestern war ich einkaufen und hab mir dann ein Stück Pizza gekauft weil ich mir gedacht hab das das jetzt aufhören muss weil das voll krank ist was ich mach aber ich hab mich sofort wieder voll eklig gefühlt und wollte mich gleich wieder übergeben. LEider war meine kleine Schwester daheim und das konnte ich vor der natürlich nich bringen. Ich bin fast wansinnig geworden und war froh als sie endlich im Bett war das ich noch den letzten Rest iwi rausbekam. Ich fühl mich so wiederlich und eklig und ich hab so Angst davor krank zu werden. Ich hab mir mal im Internet durchgelesen was das alles für Folgen haben kann und ich will das alles ganricht aber ich kann iwi nich aufhören.
  8. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Naja, ich mein, wenn du so weitermachen magst :( Deine Laube wird darunter leiden und du wirst nicht mehr von innen schön sein und strahlen können, wenn du weiter NICHTS ist. Das bisschen Karotten und der Apfel sind nichts. Und v. a. kannst du nicht so ewig leben und wenn du so weiter machst, wirst du dich nie gut fühlen. Du musst eine Routine im Essen reinbekommen, aber auch was essen. Egal, was später sein wird, ob du in der Firma essen gehst, ob mit Freunden oder mit deiner Familie, deiner eigenen, du kannst nicht immer nach dem Essen kotzen und dann wirst du mega viel zunehmen, besser wäre jetzt ein bisschen was Gescheites essen, nur so, dass dein Essverhalten ein bisschen normal ist, nicht so, dass du zunimmst, aber nicht, dass du deinen Körper an nichts gewöhnst, weil das wird nie so bleiben und dann wirst du Probleme mit der Figur haben, mehr als vorher, mit deiner Laune, deiner Gesundheit und du hast eigentlich nichts gewonnen, gar nichts. So kann es nicht weiter gehn, weil du nie das Ziel schön (du wirs traurig sein) und dünn (nichts essen packt man mal ne zeitlang, aber nicht für immer) erreichen wirst und halten kannst. Ja, klar hast du keinen Hunger, kenn ich, man redet es sich so ein, man gewöhnt seinen Körper auch richtig daran und alles ist eh durcheinander, so dass einem Essen nicht mehr gut tut. Aber DU BIST ECHT SCHON TIEF DRIN UND LEIDER KRANK. Du musst jetzt schon versuchen, was dagegen zu tun, wenn nicht, bist du dumm, so wie ich auch mal. Nur es konnte nicht so bleiben, ich rede da wirklich auch Erfahrung. Und dann wieder Energie zu bekommen, das ganze Chaos in den Griff zu kriegen mit so einem kaputten und kranken Körper und so einer Einstellung, noch dazu so kraftlos, das ist alles ein Kampf, man verliert v. a. dabei zu viel und nicht nur dass, es hat zu viel gekostet, was man NIEEEEEEEEEEEEEEEEE wieder zurückbekommt. Du musst ja auch nicht gleich mit Pizza beginnen, fang halt mal an, dich gesund zu ernähren. Da wirst du auch nicht zunehmen und so eine Lebensweise kann man für immer weiterführen. Ich konnte nie warm essen. Deswegen rate ich dir, fang an warmes Gemüse zu essen. Das hat so wenig Kalorien, weniger als Obst und es macht sich nicht bemerkbar, aber es ist ein Anfang fürs normal werden!!!!!!!!!! UND: Du bist schon KRANK!!! Fang an es zu sehen und beginne, daraus zu kommen.
    Sorry, dass ich so hart bin, aber ich denke immer zurück und auch jetzt, ich wünschte mir würde einer solche Tipps geben, hart sein, aber für mich da sein :) Ist aber alles liebe gemeint, ehrlich!!!! Ich weiß genau, wie du dich fühlst und ich will nicht, dass es weiter geht.
  9. Zoe<3

    Zoe<3 Neu im Forum

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    Hey :)
    Also ich glaub deine Predigt hat mir so ein bisschen die Augen geöffnet. Ich weis nicht aber jetzt habe ich immerhin schon ein bisschen ein schlechtes Gewissen. Nicht mir gegenüber aber dir, weil ich das Gefühl hab, dass du mich grad echt hasst weil ich mich so fallen lasse. aber das ist einfach nicht so leicht. Ich muss die ganze Zeit daran denken. Ich wusste nicht das das so krass wird. Ich glaub ich hab mir echt eingebildet das das nicht süchtig macht und das man aufhören kann wann man will, aber wenn man mal so drinnen steckt. Ich mein du weist es ja selber, auch wenn ich erst seit kurzem damit angefangen hab. Du hast mir echt voll geholfen und ich bin dir richtig dankbar. Jedes mal wenn ich lese was du mir geschrieben hast fühl ich mich so richtig scheisse was ich mir antu. Ich kann zwar nicht wirklich aufhören aber das kommt hoffentlich noch, wenn nicht werde ich mir vielleicht Hilfe holen, aber ich trau mich nicht mit irgendwem darüber zu reden.
    Danke nochmal <3
  10. Sissi

    Sissi Neu im Forum

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    Hallo,
    also erstmal liebe Michi: ich finde es super, dass du durch diesen Blog jedem die Möglichkeit gegeben hast sich an jemanden zu wenden, wenn er sich vielleicht anfangs noch niemandem anvertrauen kann. Ich denke, dass (sofern es diese Leute auch nutzen) es eine großartige Idee ist und vermutlich der 1. Schritt in die richtige Richtung.
    Ich leide seit ca. 1 1/2 Jahren an Bulimie und Magersucht. Bei mir fing das Ganze aber nicht dadurch an, dass ich unzufrieden mit mir war, sondern eher wurde das Alles durch eine Lebensmittelunverträglichkeit ausgelöst (Lactose u. Kuhmilcheiweiß). Ich war auch damals schon ca. ein halbes Jahr in Therapie als die ES ausbrach. Ursprünglich wegen Aggressionen.
    Naja, im Allgemeinen ist mein Krankheitsbild/-verlauf anscheinend sehr untypisch, wie ich schon oft zuhören bekommen habe...
    Die Magersucht ist seit einer stationären Behandlung vor etwa einem Jahr fast weg und bereitet mir wenig Probleme momentan. Mit der Bulimie jedoch habe ich noch zu kämpfen.
    Ich bin Anfang August mit meinem Freund zusammen gezogen (1 1/2 Autostd. von meinem Elternhaus entfernt) und seitdem geht es mir bedeutend besser. Mit dem Essen klappt es vergleichsweise richtig gut, das Problem ist nur, dass es mir noch immer schwer fällt regelmäßig in die Schule zu gehen. An sich wäre es nicht so tragisch manchmal einfach zu Hause zu bleiben, da ich nicht schlecht in der Schule bin. Jedoch zieht das zu Hause bleiben zwangsläufig auch einen Essanfall nach sich, da ich dann alleine bin. Das ist mein großes Problem (wie wahrscheinlich bei sehr vielen...): dass ich einfach nicht alleine zu Hause sein kann ohne zu "essen".
    So, das mal als allgemeine Zusammenfassung des ganzen Mists ;-) Wenn ihr noch Fragen habt, fragt gerne nach.

    Ich wollte mich mal umhören, ob jemand gute Tips gegen diese Motivationlosigkeit hat (betrifft bei mir Schule & Sport)? Das würde mir wirklich wahnsinnig helfen weil ich langsam wirklich verzweifle. Ich will nicht in der neuen Wohnung in die alten Gewohnheiten zurück verfallen....

    LG
  11. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Liebe Zoe,
    nein, nein ich hasse dich sicher nicht, ich weiß genau, wie und was du fühlst und ich meine alles lieb und kein bisschen soll es blöd rüber kommen. Nur ich kenn das, ich kenn das alles und machte und mache es durch. Ich dachte auch immer, es macht nie süchtig, ich kann es ja lassen. Erst jetzt begreife ich, dass ich nicht immer Herr über mich selbst bin, was total scheiße ist. Ich kann es nicht lassen, weil ich es irgendwie will und brauche. ICh mag mega viel Süßes essen und aber nicht unter den Folgen leiden, wobei die Gesundheitsschäden dann dummerweise ausgeblendet werden, tja, da bin ich leider nicht intelligent genug dafür, das habe ich immer noch nicht begriffen. Aber wenn es hilft, dass du es weniger machst, dann denk die ich hasse dich, wenn du es machst, da es egal ist, wie, nur hauptsache du reduzierst es und es ist irgendwann nicht mehr. Ich mag euch alle hier, ganz klar, da wir alle ein riesen Problem haben, dass nur wir kennen und verstehen und hassen.
  12. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Liebe Sissi, krass, das ist ähnlich lange, wie ich. Aber du gehst doch noch zu Schule, dann muss es ja sehr früh angefangen haben, ohje, ohje. Aber weißt du, wenn du nicht schlecht in der Schule bist, hast du noch mehr Grund hin zu gehen, damit du deine "Intelligenz ausnutzen" kannst. Ich hoffe du weißt, was ich meine. Wenn jemand so gutes dann schlechter wird, wenn es auch nur wenig ist, ist es doch total beschissen. Du solltest alles Wissen aufsaugen, was du kriegen kannst, gut sein und dann später nen coolen Job haben. Das mit dem alleine zu Hause sein, kenn ich, bin ich fast täglich, aber es klappt immer mal und d. h. es geht schon, man muss selbst stark sein, es ist schwer und gegen sich selbst kämpfen, ein Kampf, den man wohl oft verliert, aber gleichzeitig auch gewinnt, also eigentlich kann man nie verlieren, aber auch nie gewinnen. Damit musst du anfangen, da du es für dich tust, aufzuhören, deswegen musst du es auch alleine packen, auch wenn du alleine bist. Wenn das noch nicht so ist, merkt man, dass du probierst für andere aufzuhören oder aus anderen Gründen, aber nicht, weil du es gecheckt hast. Weiß es dein Freund? Gehst du joggen, schwimmen, Rad fahren? Oder in einen Kurs irgendwo? Auf jeden Fall sollte man damit anfangen, da es gut tut und man hier auch Endorphine erhält, wie bei einem Fressanfall. Man kann sich abreagieren und man ist glücklicher und körperlich fitter. Und bleib halt manchmal länger in der Schule, dann bist du schon nicht allein daheim. Wobei du es lernen musst, du musst dich damit auch konfrontieren und es versuchen dann zu unterlassen. Und ansonsten kann ich nur sagen, du musst selbst ehrgeiziger sein und nichts in der Schule verpassen wollen. Sowas kann ich aber nicht verstehen, weil du ja dann alles nachholen musst und du musst doch selbst motiviert sein dahin zu gehen und v. a. unter Leute zu kommen. Außerdem bist du dann körperlich mehr in BEwegung und das ist auch wieder gut für deinen Kreislauf, deinen Stoffwechsel und du verbrennst viele Kalorien, durch die Bewegung und durch die gedanklichen Aktivitäten :)
  13. Sissi

    Sissi Neu im Forum

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    Naja, ich bin fast 18 und habe die ES mit 16 bekommen. Laut den Ärzten und Therapeuten ist das eher spät für eine ES, da die meisten mit 13 Jahren da hineingeraten. Außerdem hatte ich nie eine Phase in der ich meine Krankheit mochte oder ich es gut fand- das ist auch was mich am Meisten ärgert: Ich versuche seit Beginn an dagegen anzukämpfen und trotzdem schaffe ich es einfach nicht. Das macht mich so wahnsinnig traurig und wütend und es ist so enttäuschend. Ich dachte am Anfang "Das kriegst du wieder hin, du hast es ja rechtzeitig bemerkt und es von Anfang an angesprochen und nie verheimlicht, so wie viele Andere es ja jahrelang tun. Da hast du ja die allerbesten Chancen das schnell wieder hinzubekommen..." Ich hab damit immer versucht mir selbst Mut zu machen und trotzdem bin ich immer weiter hineingerutscht und konnte es nicht aufhalten. Trotz Therapie und Unterstützung und meinem Willen es zu schaffen. Manchmal habe ich das Gefühl so schwach zu sein, wenn ich es mal wieder nicht schaffe zu widerstehen und sich einfach alles automatisiert und man gar nicht nachdenkt... oder zu schwach ist "Stopp!" zu sagen... oder, oder, oder. Es gibt so viele Gründe sich wegen der ganzen Kacke Vorwürfe zu machen. Ich sage so oft heulend zu meinem Freund "Ich will einfach gesund sein! Ich will einfach normal leben können!" Und jeden Tag beginnt dann der Kampf auf's Neue.
  14. Zoe<3

    Zoe<3 Neu im Forum

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    Liebe Michi,
    ich weis das du mich nicht direkt hasst aber du schreibst hart das ist gut. Du spielst das nicht runter und sagst deine ehrliche Meinung. Das hilft mir. Leider gehts mir seit gestern gar nicht gut. Ich bin heute zweimal umgekippt, einfach so. Mir wird schwarz vor Augen und ich bin weg. Zum Glück war bei mir niemand zu Hause. Die hätten mich wahrscheinlich gleich irgendwo reingesteckt oder so. Da ich ja zurzeit entweder gar nichts esse oder es wieder auskotzt nehme ich fast gar nichts zu mir. Ich trink nur andauernd Tee. Mir geht´s halt dementsprechend beschissen, aber was soll man machen. Ich will ja meinen Abschluss schaffen und zwar gut, will nämlich auf die Fos. Ich hab gestern einem guten Freund von mir erzählt was los ist der hats leider aber garnicht kapiert und jetzt fühl ich mich noch dümmer. Wie hast du es den Leuten erzählt ? Ham sie dich verstanden ? Was soll ich machen ? Ich will drüber reden und was dagegen machen. Ich hab so Angst ich nehm auf einmal so schnell ab, ich mein bin ich jetzt auch noch Magersüchtig oder sowas ? Geht das überhaupt ?
  15. Nemo

    Nemo Neu im Forum

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    Hallo,
    ich bin auch neu hier.
    Ich bin 25 Jahre alt und ich glaube ich leide schon seit ich 13 bin an verschiedenen Essstörungen.
    Angefangen hat es mit Anorexie, weil das dann irgendwann aufgefallen ist (und ich statt Verständnis nur blöde Sprüche oder Panikreaktionen meiner Eltern geerntet habe) wurde daraus dann Bulimie, jetzt wechselt sich beides regelmäßig ab.
    Hinzu kommen auch Phasen, wo ich zwar normal esse - mich aber bis zum umfallen mit Sport schinde. Dafür ernte ich noch jede Menge Bewunderung von Freunden - pfff... wenn die wüssten....
    Natürlich gibt es auch Phasen (manchmal über ein halbes Jahr und länger) wo ich ganz normal esse und nicht kotze, aber ich weiß immer ganz genau, dass es nur Phasen sind. Sobald ich in stressige Situationen gerate, sehr unglücklich bin oder ähnliches, dann geht es sofort wieder los.
    Ich fürchte Bulimie und Magersucht sind ein bisschen so wie die "Büchse der Pandorra" - wenn man sie einmal aufgemacht hat, wird man immer leicht in Versuchung sein wieder in alte Muster zurück zu fallen.
    Naja, jedenfalls habe ich momentan wieder eine verdammt schlechte Phase und habe mich daher entschieden mich mal hier im Forum anzumelden.
    Ich habe jetzt einige Beiträge gelesen und muss direkt schmunzeln, weil ich mich in fast jedem davon wiedererkenne.
    Schön mal jemanden zu finden der weiß, dass Menschen mit Bulimie nicht nur "verfressene Fette Kühe" oder Leute ohne Selbstbeherrschung sind.
    Dieses Gefühl der Macht über den eigenen Körper, weil man sonst im Leben einfach nichts anderes kontrollieren kann, das steht bei mir wohl im Vordergrund.
    Ich bin auch eine von denen die nach außen hin so absolut taff und perfekt ist - ich kann alles: kochen, backen, singen, tanzen, bin supersportlich, sehe gut aus, etc... und leider warte ich wohl immer drauf dafür "gelobt" zu werden - aber dieses Lob kommt einfach von niemandem und gerade mir selber ist es nie genug.
    Ich habe immer versucht es meinen Eltern recht zu machen - weil gut nicht reichte wurde ich perfekt - leider hat das auch nicht gereicht.
    Auch mit Männern hatte ich nie wirklich Glück - die die mich wollten wollte ich nicht, die die ich wollten mich nicht - ich dachte immer, dass das an meinem Aussehen liegt. Ich war immer ein wahnsinnig liebes Mädchen und hätte für andere alles getan... weil ich aber so oft verarscht wurde bin ich nach außen hin immer härter und zynischer geworden. Damit kommt man bei Männern halt noch schlechter an. Die wollen nur süße Barbies glaube ich manchmal.
    Ich will jetzt hier nicht zu sehr rumjammern. Ich komme mit meinem Leben super klar - auf der "physischen" Ebene habe ich alles im Griff und ich weiß, dass ich fast alles was man mir zumutet auch schaffen kann.
    Nur leider bin ich dabei nicht glücklich - und interessiert sich dafür, oder merkt es auch nur.
    Da ist die Bulimie halt einfach mein Ventil geworden....
    Nach außen verstellt man sich, ist immer gut drauf, der gutaussehende Pausenclown, dem die Meinung aller anderen scheißegal ist.
    Und wenn man dann heimkommt - völlig ausgelaugt vom Theaterspielen, innerlich überkocht vor lauter Emotionen, dann legt man sich entweder ins Bett und weint hemmungslos um es irgendwie auszuhalten.
    Ja - oder man geht an den Kühlschrank, frisst sich voll und kotzt, weil das das einzige ist, was man irgendwie kontrollieren kann.....
  16. mariposa6

    mariposa6 Neu im Forum

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    Hallo zusammen,

    ich bin 22 Jahre alt und studiere Medien und Psychologie in Köln. Seit über zwei Jahren habe ich eine Esstörung, die etwas gemischt ist. Manchmal übergebe ich mich, aber eher selten und meinstens nehme ich Verdaungstabletten. Ich mache seit über einem Jahr eine ambulante Therapie und war aber schon kurz in einer Klinik. Im Moment geht es mir vom Stimmung her viel besser wie früher. Ich komme mittlerweile schneller klar nach einem EA.
    Ich habe auch viel in meinem Alltag verändert, obwoh ich es lange Zeit nicht tun wollte, weil ich einfach "normal" sein wollte ohne mich anstrengen zu müssen.
    Jetzt habe ich eine Idee und werde mich sehr freuen, wenn jemand von eucht Interesse hätte. Ich will gerne eine Selbsthilfegruppe in Köln bilden und zusammen uns Verbesserungsvorschläge zu machen, Ziele für die Woche zu setzen und beim nächsten Treffen die Schwierigkeiten dabei zu berichten,, sowie inwieweit man sein Ziel erreicht hat (Zum Beispiel : Die eigene Meinung nicht verschulcken, oder einen Essplann zu befolgen. Ich werde mich freuen wenn jemand sich bei mir meldet. ES GEHT NICHT UM ABNEHMEN UND SICH ZUSAMMEN RUNTERZIEHEN UND NUR BESCHWERDEN.ES GEHT UM ZUSAMMENARBEIT AUF DEM WEG HERAUS UND MOTIVATION SICH UND DEN ANDEREN ZU HEFEN!

    Wünsche viel Erfolg und Motivation an allen! Wir werden es schaffen und unser leben auf 100% genießen!
    Lg
  17. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    So ihr Lieben, erstmal, liebe Sissi, das ist gut, es ist gut, dass du es von Anfang an nicht wolltest. Ich weiß du weißt es, aber dennoch bist du so deprimiert, was klar ist. Aber du solltest dich auch ein wenig freuen und dir Mut zusprechen. Noch hast du es nicht lange, noch ist nichts verloren und ich wäre gerne an deiner Stelle. Kämpfe, kämpfe jeden TAg, du hast noch ENergie, bei mir ist sie nach so vielen Jahren verloren gegangen, aber du hast alle Möglichkeiten und du wirst es packen, wenn du es willst. Der Wille ist sehr entscheidend. Es sind nämlich immer noch wir, die die Fäden in der Hand haben, auch wenn wir diese gerne abgeben und sagen, "wir sind ja krank", aber so einfach sollten wir es nicht entschuldigen, sondern wir sind schuld und nur wir können aufgrund unseres Willens daraus kommen.
    Liebe Zoe, Magersucht und Bulimie hängen eng zusammen. Klar, man ist ja mit de Figur unzufrieden, will dünner sein (also nicht in jedem Fall) und nichts essen oder dann, weil man eben ein MEnsch ist und Hunger hat, das Essen dann wieder rauszukotzen ist ja beides "gut" dafür, keine Nahrung zu sich zu nehmen, die dick macht. Du hast sie auf jeden Fall nciht alle und ich geb dir auch den Tipp, dass du mit deiner Krankheit nicht schlauer und/oder besser wirst. Kuck doch mal, wie oft sie dich ablenkt, wie viel Zeit du investierst, die du in Lernen investieren könntest. Ich war auch super, nur ich frage mich, was wäre, wenn ich nciht krank gewesen wäre, also zumindest später. Dann wäre ich wahrscheinlich jetzt schon 10 Jahre weiter im BEruf. Ich meine, es ist doch total bescheuert zu denken, dass es hilft. Ich weiß, man braucht Essen während dem Lernen und dann isst man auf einmal viel, macht es rückgängig und lernt weiter. Aber wenn man mal weniger isst und es behält kann man sich noch besser konzentrieren und man hat mehr ZEit, ganz sicher. Und dass du so oft umfällst, sollte mal ein Warnhinweis sein. Das hatte ich nie und stell dir vor, du knallst mit dem Kopf wo dran, dann war alles umsonst und du bist vielleicht behindert und liegst in einer Klinik. Super gemacht! Einen guten Abschluss zu haben, kommt nicht vom Essen, Fressen, Kotzen und nichts essen, glaube mir. Das ist nur die Verblendung, die man hat. Und es ist eine Art, die man entwickelt, um mit dem ganzen Stress umzugehen, nur macht sie einen eben auch kaputt und das muss man checken! Du musst versuchen, wieder mehr Normalität darein zu bekommen, du wirst sonst daran zu Grunde gehen, versuch es, versuch es!!!! Ja, und das mit den Leuten und dem Erzählen. Kein gesunder MEnsch versteht es und kein gesunder Mensch kann dir groß helfen. DAs ist hart und nach dem ganzen Erzählen, war es bei mir erstmal noch schlimmer, weil ich mich noch einsamer fühlte und dumm, dass ich mich geöffnet habe, aber mir keiner hilft, mich keiner versteht und es auch keiner realisiert. Ich habe heute noch Freunde, denen habe ich es damals erzählt und nach einem Gespräch kam da nichts mehr. Ich frage mich heute noch, wieso sie mich nicht mehr darauf ansprechen, aber sie tun es nicht, und das Thema gibt es nicht mehr zwishcen uns und/oder für sei oder sie haben keine AHnung, wie sie es ansprechen sollen und/oder verdrängen es. Ich weiß es nicht, aber überlege gut, wem du es erzählst, es wird fast keinen geben, der dir hilft, außer vielleicht in der kurzen Offenbarung, die man danach aber so bereut, dass es unnütze war und gegenteilig, weil man noch mehr reinrutscht. Du musst versuchen "Gleichgesinnte" zu finden, mit denen ist es am hilfreichsten zu reden und tut am besten, aber man weiß sowas ja nicht vorher ... Aber das tut gut, auch wenn es einem nicht daraus hilft, aber es ist schön mit solchen zu reden.
  18. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Hi Nemo, schön dich hier zu sehen :) Das mit dem Stress kenne ich. Sagte ich ja vorhin, es ist irgenwie so eine Art Stressbewältigung, eine Art Stressbekämpfung und - kompensation. Total bescheuert, weil es danach nicht besser ist, nur die ganze innerliche Wut oder der Druck scheinen bei mi dann immer weniger zu sein, weil sich so viel aufstaut, was durch so einen Anfall dann immer besser wird. Total krank einfach nur. Und ja, das fehlt mir auch. Diese Anerkennung, wenn man gut ist und es nie zu hören bekommt. Ich denke, das ist Mitgrund für diese ganze Scheiße hier. Ohje, aber wenn ich das so lese, kann ich alles nachvollziehen, v.a. ist man traurig, weil niemand einen richtig kennt. Daran ist man aber selbst schuld. Man muss damit aufhören und vielleicht solltest du dir auch jemanden aussuchen, dem du dich öffnest, dem du zeigt, dass du nicht perfekt bist und du mal anfangen kannst, so zu sein, wie du bist. Auch nur ein Mensch, der weint, der zerbrechlich und schwach ist. Zumindest manchmal. Und wenn man mal wieder anfangen kann vor anderen sich selbst sein zu können, dann fängt man auch wieder an oder hat den ersten Schritt in der Tür, um wieder glücklich zu werden. Mir geht es psychisch schon wieder besser und nur deswegen, kann ich mich wieder ein bisschen besser kontrollieren und die FA machen mich da nur kaputt, innerlich wie äußerlich. Es klingt wirklich so, als ob bei dir alles super ist, wieso schmeißt du dann so viel weg? Hast du mal ein Ziel, eine Familie, ein Haus oder die Welt zu sehen und zu reisen? Was ist dein Ziel? Man braucht eines und dann musst du damit anfangen es zu erreichen und aufzuhören dich kaputt zu machen, da du sonst nur noch dein Leben mit Klinikaufenhalten und Arztbesuchen verbringst. Und das wäre wohl bei dir, wie bei jedem anderen auch, ein verschwendetes Leben und kuck mal, du hast so viel, du kannst so ein wunderschönes Leben haben. Manchmal denke ich wirklich, dass das alles so bescheuerte Zivilisationskrankheiten sind und wir ein zu schönes Leben haben und uns natürlich Probleme machen müssen. Damit spiele ich es nicht runter, wir haben ernsthafte Probleme und damit sage ich auch nicht, dass wir vorher keine hatten, mit fehlte schon immer Aufmerksamkeit, Wertschätzung, etc. , aber damit meine ich, dass wir auch ein mega geiles Leben mit allem haben könnten, was die Welt zu bieten hat, aber wir zu blöd sind, wir uns selbst kaputt machen.
  19. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Hi Maroposa,
    ich finde das ist eine super Idee. Ich bin zu weit weg, aber ich denke, sowas ist eine gute Sache und genau sowas hilft, da bin ich mir sicher :)
  20. Reese

    Reese War schon öfters hier

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    Hallo alle zusammen, meine Name ist Reese, ich bin 23 Jahre alt und bin im 3. Lehrjahr zur Verwaltungsfachangestellten. Ich arbeite in einer Kommunalverwaltung. Meine Hobbies sind Singen, Schauspiel und Tanzen, aber vorrangig Gesang. Ich arbeite auch in einem Vorstand eines Chores, engagier mich ehrenamtlich und vieles andere. Mein Privatleben bleibt oft auf der Strecke, da ich durch Chöre und meiner Gesangsausbildung und der Lehre oft erst spät Abends zu hause bin und auch am Wochenende Proben oder Auftritte habe. Ich war schon 2x stationär, jedoch nicht wegen einer Essstörung. Die Essstörung (Magersucht und Bulimie) habe ich seit ich 15Jahre alt bin und hab sie immer phasenweise von maximal einem Viertel Jahr gehabt. Nun mehr erstreckt sich der "Leidensweg" schon über 8 Monate.
    Momentan hab ich starke depressive Schübe und das ist manchmal echt anstrengend und nun mehr auch schon so weit, dass ich meinem liebsten Hobby(Nebenberuf), dem Gesang, nicht mehr folge.... ich habe einfach keine Kraft und Lust derzeit! Und ich sag euch zur Weihnachtszeit ist das mehr als nur ungünstig.

    joa das erstmal zu mir