Ich bin neu

Dieses Thema im Forum 'Steckbrief' wurde von Michi gestartet, 5 Juni 2011.

  1. Jeannine

    Jeannine Neu im Forum

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    Hallo,

    ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und Mutter von 2jährigen Zwillingsmädchen. Ich leide seit 3 Jahren akut
    unter atypischer Bulimie, d.h. ich erbreche nicht nach dem Essen, sondern versuche, meine Fressanfälle durch
    anschließendes Hungern oder Sport zu kompensieren. Ich leide sehr stark darunter, weil die ES extrem
    meine Lebensqualität einschränkt. Duch das verlorene Sättigungsgefühl beschäftige ich mich den ganzen Tag nur mit dem Thema "Essen", weil ich ständig Hunger habe, egal wieviel ich esse. Obwohl ich schlank bin, ist es für mich tagtäglich ein Kampf mein Gewicht zu halten. Ich bin bereits 2 mal stationär behandelt worden,
    leider erfolglos. Ich würde mich sehr freuen, mich mit euch auszutauschen.
  2. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    HI Jeannine, hat es erst vor drei Jahren angefangen? Wie war es vorher? Also bist du in den drei Jahren behandelt worden? Vorher schon ständig Gedanken an das Gewicht verschwendet oder erst vor drei Jahren damit begonnen. Wenn du Kinder hast, ist es bestimmt schwierig, v.a. willst du ja bestimmt versuchen vor ihnen normal zu sein und du brauchst Zeit für deine Mädchen, was ich mir schwierig vorstelle, wenn deine Gedanken so viel bei dir und deinem Körper sind, was ich aber verstehen kann. Wie alt sind deine Kinder? Alles Liebe, Michi
  3. emma

    emma Neu im Forum

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    huhu
    ich bin die emma,17 jahre alt,angehende Erzieherin :)
    ´´leide´´ seit 2 Jahren an Bulimie,was wie in meinem Beitrag bereits erwähnt wurde,größtenteils an meiner familiären Umgebung liegt.Ich habe daheim nie wirkliche Liebe erfahren und bin so immer weiter in die Krankheit gerutscht...
    Aber ich will ja niemanden zutexten :)
    Jedenfalls hoffe ich hier in diesem Forum herrauszufinden was mit mir los ist und wie ich die Krankheit in den Griff bekommen kann.
    Außerdem hoffe ich natürlich Menschen zu finden die mich verstehen und mich mit ihnen über ihre Erfahrungen mit dieser Essstörung auszutauschen...
    ♥♥♥
  4. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Hi Emma!
    Ach weißt du, zum Zutexten sind wir doch hier, net wahr? :) Mich interessiert das immer, wie andere da rein geraten, hab deinen anderen Beitrag auch gelesen. Bist du eigentlich in Therapie oder ist das hier so dein erster Schritt? Wenns dein erster Schritt ist: Find ich super, dass du den schon mal geschafft hast!
    Liebe Grüße,
    Hanny
  5. emma

    emma Neu im Forum

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    danke..wie lieb :)
    nein das ist mein erster Schritt..um eine Therapie anzufangen fehlt mir im Moment noch der Mut
    Naja hab aber schonmal erkannt,dass es so nicht weiter gehn kann
    hab bisschen im Internet rumgestöbert und bin schließlich auf dieser Seite hängen geblieben
    ich muss gestehn dass ich mich zunächst nie getraut hab,jemanden meine Krankheit zu gestehn
    aber heute hab ich mich dazu durchgerungen und bin auch ein wenig stolz darauf,da es der erste Schritt zur Besserung ist
    Liebe Grüße Emma ♥
  6. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Hi Emma, find ich super, dass du anfängst dich mitzuteilen. Man erkennt anfangs oder auch sehr lange nicht, dass es wirklich schlimm ist, aber wenn man mal irgendeine Folgeerscheinung live zu spüren bekommt oder kapiert, dass man die ganzen negativen Auswirkungen und gesundheitlichen Folgen noch zu spüren bekommt, dann muss man anfangen wieder gesund zu werden. Weil irgendwann will man vielleicht mal richtig leben und nicht nur von der Krankheit bestimmt sein und selbst sagen können, wo es lang geht. Solange du hier bist, kennt dich ja auch niemand und du kannst offen über die ganze Sache sprechen, das ist ja das Gute daran. Reden ist erstmal der wichtigste Schritt am Anfang, ganz viel erzählen und sich alles von der Seele schreiben. Mir tat und tut das richtig gut.
  7. Jeannine

    Jeannine Neu im Forum

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    Hallo Michi,
    vielen Dank für deine Antwort. Meine Therapeutin meint, daß ich schon seit meiner Kindheit eine Essstörung habe, die aber nie
    diagnostiziert wurde. Ich bin seit 2005 wg.Depressionen in Behandlung, und nach meinen Erzählungen habe ich schon in meiner
    Kindheit viele Gefühle durch das Essen ausgedrückt. Mein fehlendes Sättigungsgefühl ist mir erst in der Schwangerschaft aufgefallen,
    anfangs schob ich es noch auf die Hormonumstellung, aber nach der Entbindung wurde es immer schlimmer. Ich habe mich auch schon auf Hormon-und Stoffwechselstörungen untersuchen lassen, weil ich einfach nicht wahrhaben wollte, daß ausgerechnet ich
    unter einer Essstörung leiden soll. Inzwischen habe ich es akzeptiert, weil es mir mehrere Ärzte bestätigt haben. Vor meiner Schwangerschaft war eher das Gegenteil der Fall, da litt ich sehr oft unter starker Appetitlosigkeit und mußte mich zum Essen zwingen.
    Ganz schön verworren, ne? Du hast Recht, es fällt mir oft wahnsinnig schwer, mich so normal wie möglich vor den Kindern zu verhalten, Außenstehende können das nicht nachvollziehen. Ich habe aber einen ganz lieben Mann und ganz liebevolle Großeltern,die mich sehr unterstützen. Liebe Grüße
  8. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Jeannine, dass du so viel Unterstützung hast ist super. Dann hast du wirklich Glück und kannst froh sein. Dann hast du ja den wichtigsten Grund immer vor dir, warum du versuchen solltest alles in den Griff zu bekommen. Du solltest immer daran denken, dass sie dich lieben und du v.a. ihnen damit weh tust und ihnen schadest. Natürlich gehst du vor allen, nicht falsch verstehen, aber mir ist das immer eine Hilfe, wenn ich schon mit dem Gedanken spiele es zu tun. Ich sage mir dann immer, es geht nicht nur um mich, sondern alle meine Liebsten werden darunter leiden, wenn ich dadurch richtig krank werde und es zu spät ist oder eh keinen Sinn mehr macht damit aufzuhören, weil ich schon total kaputt bin.
  9. emma

    emma Neu im Forum

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    hey michi..danke für deine unterstützung :)
    ja die nebenwirkungen sind machnmal echt extrem
    gestern wars wieder besonders schlimm..
    naja aber es ist wirklich ein zwiespalt...einerseits willst du normal leben..anderererseits kannst du die krankheit auch nicht so einfach aufgeben..denn du merkst sie ist dein leben geworden...fast jeder Gedanke dreht sich um deine Krankheit...
    und ja das Erzählen tut wirklich echt gut
    anfangs dacht ich soll ich jetzt oder nicht ...interessiert doch eh niemanden
    aber jetz bin ich echt froh hier zu sein ^^
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  10. bine

    bine Neu im Forum

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    Wie recht Ihr habt.... Ich war gerade 14 Tage im Urlaub und siehe da, 3 Wochen hab ich es geschafft mich ganz normal zu ernähren. Es gab 1 oder 2 mal Situationen in denen ich gerne gefressen hätte, allerdings geht das ja nicht ohne dass es auffällt (zumindest denkt man das im Hotel) und so hab ich es gelassen. Die ersten Tage daheim ging es auch noch gut, doch dann kam wieder so eine Situation und ich hatte einen FA. Und gleich am nächsten Tag nochmal. Aber zu wissen, dass es auch ohne geht ist schon mal eine winzig kleine Hoffnung in Zukunft auch darauf verzichten zu können. Jetzt geht der Kampf wieder los.
    Und bei mir ist es oft Langeweile oder Einsamkeit die mich zu FA bewegt. Deshalb versuche ich auch so viel wie möglich unterwegs zu sein. Aber manchmal hat man auch das Gefühl einfach daheim sein zu wollen und dann wird es oft schwierig. Aber ich geb nicht auf ;)
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  11. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Hi, melde mich auch endlich mal wieder, war im Urlaub wie du und dann sofort beruflich nur noch eingespannt. Sobald ich es packe, schreibe ich einen neuen Beitrag. Es ist oft Gewohnheit und Einsamkeit und Langeweile. Das sind die krassen Übeltäter und evtl. zu dick fühlen noch. Alles bekommt man leider so nicht in den Griff, aber das weiß ja jeder von uns besser als der andere. Aber ich finde es schon mal super, dass es im Urlaub nicht war. Ich hatte es bei einem All inklusive oft bereut, wenn es nicht war, weil ich so gerne alles gegessen hätte und zwar ganz viel und ganz oft. Aber das kommt mir dann oft danach, wenn es daheim wieder ist und es da so gutes Essen gab, mit dem ich es auch gemacht hätte. Aber total bescheuert und man sollte sich lieber freuen, dass es nicht war. Und man merkt ja: ES GEHT OHNE!!!! Man muss anfangen sein Leben zu ändern. Das klingt jetzt gleichzeitig doof und einfach und gleichzeitig unmöglich. Aber es muss sich was an dem kompletten Leben ändern, v.a. der Gewohnheit, dem ganzen Alltagsrhythmus, sonst bleibt die Gewohnheit des Fressens und Kotzens auch und v.a. muss es als Hobby, als Zeitvertreib komplett wegfallen.
  12. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Ich weiß nicht, bei wie vielen das ist wie bei mir und ich habs ja an einigen Stellen schon angerissen: Bei mir war das Gefühl ganz entscheidend, dass ich früher nicht genug bekommen hatte bzw. nicht genug bekam. Nicht genug Aufmerksamkeit, nicht genug Liebe, nicht genug Geld, nicht genug Essen.
    Ab und zu holt mich so ein Gefühl noch ein. Dann schreit das kleine, verletzte Kind von früher nach irgendwas, aber ich kann darauf jetzt richtig reagieren.
    Vielleicht kennen einige von euch diese Regeln gar nicht mehr, die es früher in ihrem Leben gab und die sie noch heute beherrschen. Wer kennt nicht "Iss auf, sonst gibts morgen kein schönes Wetter/ keinen Nachtisch/ ist Mama traurig, weil du ihr Essen nicht magst...". Es gibt eine Menge an Mechanismen, die wirken, wenn einer diese Krankheit hat und nur ein kleiner Teil davon ist echter Hunger (denn durch die Krankheit hungern wir unseren Körper aus). Viel davon ist Sehnsucht. Viel davon ist nicht darauf hören, was man wirklich will. Wenn ich fettige Wedges will, dann will ich NUR fettige Wedges. Und wenn ich dann ein ach-so-gesundes-Körnerbrot esse, bin ich danach nicht befriedigt. Dann ess ich vielleicht ein zweites. Oder noch einen Apfel. Später plünder ich dann vielleicht noch die Süßigkeiten-Schublade. Da finde ich wenigstens Chips, die ähneln ja Wedges. Und am Ende habt ihr viel mehr gegessen als wenn ihr einfach das gegessen hättet, worauf ihr Lust hattet.
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  13. torn

    torn Neu im Forum

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    Hey ihr.
    Em...ja. Ich hab letztes Jahr(2010) ca. im März damit angefangen. Und dann ist es mal besser geworden, mal schlechter....naja. kennt ihr wahrscheinlich alle selber. Ich habe diese Woche einen Termin bei einer Beratungsstelle und im Zuge dessen habe ich mir jetzt ein Forum gesucht. Mit Leuten die Unterstützung suchen und geben. Bin Studentin (Erstsemester) und will im Großen und Ganzen anonym bleiben. Es wird niemand kommen der mich rausholt. Viele kommen und klopfen and das Haus, aber wenn ich nicht rausgehen will, dann hilft alles nichts. Den Schlüssel hab ich im Schloss. Jetzt nur noch umdrehen und die ersten Schritte tun.
    Alles Gute an euch!!
  14. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Hey Torn! Schön, dass du es hier herein geschafft hast. Hast du deinen Termin schon gehabt? Wenn du magst, kannst du ja mal davon erzählen, wie es so war, ob es in dir was angeregt hat. Was genau meinst du mit anonym bleiben? Liebe Grüße, viel Kraft dir,
    HannyBee
  15. josephina

    josephina Neu im Forum

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    ich bin 17 jahre alt und habe seit ungefähr 3 jahren (seitdem ich auf mein internat gekommen bin) esststörungen.
    ich habe eigenltich eine normale, schlanke figur aber hier auf dem internat ist der druck, unter dem alle mädchen stehen, so dünn wie möglich zu sein, wahnsinnig hoch.
    ich weiss nicht ob ich wirklich krank bin. ich übergebe mich seit 3 jahren gewollt, aber in unregelmäßigen abständen, und ich glaube nicht , dass ich wirklich abhängig bin. ich will nur unbedingt abnehmen - aber nur durch den einfluss der anderen. ich fühle mich nicht mehr wirklich schön, ich bin sehr unzufrieden mit mir. das alles hat schon zuhause angefangen, meine mutter ist eine sehr attraktive frau und war stets bedacht sehr dünn zu sein, sie findet auch dass ich ein paar kilos abnehmen .
    manchmal finde ich mich schön und manchmal werde ich wirklich unglücklich und denke mir, ich sollte unbedingt was tun. ich kann es vielleicht schaffen, mich 3, 4 tage gesund zu ernähren, aber dann falle ich wieder in ein loch: ich esse mehr als ich will, übergebe mich, usw. ich bin nicht diszipliniert genug um das wegzubekommen oder abzunehmen. gerade wenn ich gestresst bin oder mir langweilig ist, verliere ich die relation zur normalen ernährung.
    ich will mich weder meiner familie noch wirklich engen freunden anvertrauen. mit fremden geht es da leichter. ich bin jetzt an einem punkt wo ich mich sehr schwach und unglücklich fühle, ich hab nicht mehr wirkliche kontrolle. ich fühle mich irgendwie leer und kaputt.
    ich war, bin immernoch überzeugt davon dass ich es da raus schaffen kann. ich weiss nur nicht genau, wie.
    es wäre schön wenn mir jemand tipps geben könnte.
  16. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Hallo Josephina,
    ich freu mich, dass du den Weg hierher gefunden hast :) ja, du hast Recht, es ist leichter, sich "Fremden" anzuvertrauen, die noch kein festes Bild von dir und darum auch nicht irgendwelche Erwartungen an dich haben. Hier kannst du einfach du selbst sein. Vielleicht magst du dich ein bisschen umschauen, ich habe auch schon ein paar Sachen hier geschrieben, die dir weiterhelfen könnten: http://mybulimie.de/threads/nie-mehr-krank.82/

    Falls es dir grad ganz schlecht geht, kannst du dich auch unter "Unterhaltungen" (= Private Nachricht) bei mir melden, ich guck dann einfach ab und zu mal rein.

    Fühl dich lieb gedrückt,
    HannyBee
  17. Hase

    Hase Guest

    Hallo, bin auch neu hier. Bin schon etwas älter, so um die 50, und frage mich im übrigen, wie das mit der Altersverteilung hier ist? Bin ich die einzige mit dem Problem in der Altersklasse? Ist bestimmt nicht so, aber oft fühle ich mich so....

    Ich habe das Problem schon seit dem Studium, immer ab und an, auch Jahre ohne, aber jetzt im mittleren Alter mehr. Therapie (Gespräch) hat bei mir nicht besonders geholfen; vielleicht bin ich auch resistent.

    Gibt es hier auch Leute in meinem Alter mit dem Problem?
  18. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Hallo Hase, schön, dass du hergefunden hast.
    Ich kann dich trösten: Du bist nicht die einzige in dem Alter, die so etwas mit sich herumträgt. Nur, um dir ein 'prominentes' Beispiel zu nennen: Sharon Osbourne zB ist mittlerweile fast 60 und hat es (immer noch). Auch eine gute Freundin meiner Mutter (54) schlägt sich damit herum.
    Ich habe mal gelesen, dass es "Frühbulemiker" und "Spätbulemiker" gibt - die, bei denen das in der Pubertät anfängt und die, bei denen es so um die 25 anfängt.
    Es gibt einige, denen eine reine Gesprächstherapie nicht hilft, vielleicht, weil es zu analytisch ist, vielleicht, weil der Therapeut vorgreift und Erkenntnisse vorwegnimmt, vielleicht, weil man kein Vertrauen und keinen Zugang zu ihm/ ihr (spielt auch eine Rolle) gefunden hat. Das hat nichts mit Resistenz zu tun :)
    Ich bin aus persönlicher Erfahrung der Überzeugung, dass das Überwinden der Bulimie bedeutet, Zugang zu seinen (echten) Gefühlen zu finden, herauszufinden, was einen "auszehrt", was einen "auffrisst" und wie man leben möchte. Und da kommt man mit ein paar Gesprächen nicht heran. Es gibt Dinge, Gefühle, die halten wir vielleicht sogar vor uns selbst geheim, weil sie unangenehme Emotionen hervorrufen.

    Falls dich interessiert, was ich dazu denke, kannst du hier schauen: http://mybulimie.de/threads/nie-mehr-krank.82/#post-309

    Liebe Grüße,

    Bee
  19. Hase

    Hase Guest

    Liebe Bee,-

    naja, ich habe das auch schon lange - seit meiner studienzeit, und das war in den zwanzigern (meinen). Es ist nur immer mal wieder gekommen und gegangen. Und jetzt ist es eben wieder extremer geworden.

    Ich habe übrigens auf der Q&A seite eine frage gepostet - vielleicht hast Du die schon gesehen? Ich habe im moment venenprobleme (oder so fühlt es sich jedenfalls an), und weiss nicht, ob die davon kommen, dass ich in der letzten zeit doch häufiger, mehrfach am tag, anfälle hatte (oder FA´s, wie ihr das nennt). Kennst Du Dich damit aus bzw. hast Du das schon gehört? Im moment beunruhigt mich das etwas, weil meine beine doch sehr schmerzen und auch gegen abend anschwellen, und das im winter.

    Wegen der anderen dinge, die Du schreibst: Ich habe in den letzten tagen folgende erkenntnis gewonnen: Ich glaube, dass meine bulimie im moment sehr damit zusammenhängt, dass mir ein richtiger lebensinhalt, ein lebensziel fehlt. Der beruf ist das nicht (noch nicht und nicht mehr), privat wollen wir ein häuschen kaufen, aber irgendwie finden wir nichts, kinder habe ich auch keine (bzw. haben wir auch keine), und ich habe oft ein gefühl der leere - doch einiges an energie und liebe, die ich geben möchte, aber weiss nicht wohin. Ein anderes gefühl, das mit diesem eng zusammenhängt, ist langeweile.

    Gerade am letzten (vergangenen) wochenende habe ich folgendes gemacht: a) Plätzchen und kekse gegessen, bis mir schlecht war, und NICHT erbrochen, b) mich auf die waage gestellt und es war gar nicht so schlimm, aber am wichtigsten c) festgestellt, dass ich das wochenende viel intensiver erlebt habe, als sonst. Bin so richtig in die vorweihnachtsstimmung eingetaucht und mit meinem partner richtig glücklich gewesen. Das gelingt mir nicht auf diese weise, wenn ich FA´s habe und hinterher erbreche. Da sind die gefühle (vielleicht ausser dem der scham) etwas abgedämpft. Ich versuche zur zeit, mich bzw. meine empfindungen zu beobachten - wie eine studie, ein experiment - wie fühle ich mich, wenn ich das und das esse, wie fühle ich mich, wenn ich mich so verhalte etc. Das ist auf jeden fall ein fortschritt.

    Und ich habe mich zu einem seminar im nächsten jahr angemeldet. Da wird es auch um das thema gehen, und ich hoffe, dass es die möglichkeit bietet, neue strategien und wege zu erlernen, um FA´s zu reduzieren / zu vermeiden / einfach besser damit zurechtzukommen. Plus, dass es auf dieser plattform noch ein netzwerk gibt, das mich hoffentlich etwas coacht und trägt. Zusätzlich zu Eurem. Ich habe gemerkt, dass es mir ganz wichtig ist, mich austauschen zu können, und bin froh, in Eurem / Deinem forum einen anfang gemacht zu haben.

    Viele grüsse von
    Hase
  20. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Hallo Hase!

    Dass solche Beinbeschwerden im Zusammenhang mit einem Essproblem stehen, habe ich noch nicht gehört (anders bei Zahn-; Herz-Kreislauf-,... usw -beschwerden).