Ich bin neu

Dieses Thema im Forum 'Steckbrief' wurde von Michi gestartet, 5 Juni 2011.

  1. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    Klar darfst du :)

    Die schlimmste von allen, in der ich momentan auch stecke, nenn ich die ganz-oder-garnicht-Phase. Hierbei wechseln sich immer ein Hungertag und ein Tag mit 10-15FAs und anschließendem kotzen ab, körperlich und seelisch bin ich dann so am Ende, weil ich nicht in der Lage bin Sport zu machen einmal wegen der täglichen Folter an mir selbst sowie wegen der daraus folgenden schlaflosen Nächte, da mein Magen diese Tortur nicht mitmacht und mir Nachts die Quittung dafür liefert. Diese Schlafstörungen belasten mich dann noch um so mehr.

    Darauf folgt meistens dann meine stark anorektische Phase. Irgendwann kommt der Punkt, an dem ich mich unter Kontrolle hab und die FA-Tage völlig weglasse, von heute auf morgen. Ich esse dann zwei feste Mahlzeiten, zwar seeeehr wenig, aber immerhin hilft es die FAs zu verhindern, für eine gewisse Zeit zumindest, außerdem trinke ich viele heiße Getränke, das hilft auch ein wenig. Außerdem schaffe ich es dann auch körperlich wieder Sport zu machen, dabei forder ich aber von mir bis zum Zusammenbruch durchzuhalten, verletze mich häufiger um beim Sport richtig feste in die Wunden stechen zu können, um mich von meiner Erschöpfung abzulenken mit anderen Schmerzen.

    Dann kommt die 3., die rein-bulimische-Phase. Wieder von heut auf morgen der Wechsel. Tägliche FAs, allerdings nur 1-3 Stück am Tag, selten mal mehr. Natürlich auch anschließendes Kotzen -.- Weiterhin aber meine festen Mahlzeiten, die aber doch wieder etwas größer werden. Sport weiterhin sehr intensiv bis zur völligen Erschöpfung.

    Soo, und Nummer 4 ist meine mir-geht-es-gut-Phase.
    Ich esse regelmäßig, ausreichend und sehr ausgewogen. Zwischendurch hab ich mal eine FA, einfach weil die Sucht so tief in meinem Unterbewusstsein verankert ist. Allerdings gehe ich danach nie kotzen, kann einfach akzeptieren was da passiert, oft sogar kann ich sogar mitten in der FA wieder anfangen klar zu denken, und diese abbrechen.
    Sport treibe ich nun in gesundem Maße. Erst in dieser Phase kann ich mich dann von der ganzen Tortur erholen und fange langsam an wieder richtig gut zu schlafen. Körperlich und seelisch geht es mir einfach nur geil.

    Naja, und dann fängt es wieder von vorne an. Ich weiß aber nie was den Schalter bei mir umlegt, so dass ich in die nächste Phase rutsche :/ Aber ich durchlaufe sie immer in dieser Reihenfolge. Allerdings sind die Phasen immer wieder unterschiedlich lang.
  2. Anni

    Anni Neu im Forum

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    oh man, hört sich gar nicht gut an... aber die vierte phase gefällt mir, die will ich für immer haben ;) ich hab das aber auch so phasenweise. mal ess ich fast ganz normal und kotz gar nicht, dann hunger ich mal und dann hab ich mal zeiten in denen ich nur am fressen und kotzen bin und ab und zu hab ich phasen in denen ich nur am fressen bin aber danach nicht kotzen kann. das ist finde ich am schlimmsten, weil ich dann zunehme und mich danach noch schlechter fühle...in der phase bin ich leider momentan :/ heute auch wieder den ganzen tag gehungert und jetzt gerade total die fressattacke gehabt, danach versucht zu kotzen aber es kam einfach nix..jetzt fühle ich mich noch schlechter :/
  3. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    Ja, das wäre echt schön sich nie wieder Gedanken machen zu müssen :) Immerhin hab ich schon mal fast 6 Monate lang in dieser Phase gesteckt, ich hatte wirklich nur sehr wenige Rückfälle, vllt so 1 bis max. 2 pro Woche, aber das ist ja schon einiges wert, wenn man sonst mehrmals täglich kotzen geht.

    Ohh, das tut mir leid für dich, dass es dir im Moment nicht so gut geht :/ Du musst einfach versuchen das zu akzeptieren, ich weiß dass es sehr schwer ist, aber es ist machbar. Ich habe mir vorgenommen es heute nicht zu tun und einfach dem Verlangen meines Körpers nachzugeben. Ich hab einfach alles gegessen worauf ich Lust hatte, obwohl ich keinen Hunger hatte. Denn verbieten und das Essen hinauszögern wäre in einer FA geendet.
    Nach dem Essen habe ich mir immere wieder bewusst gemacht, dass es ok ist, dass ich so die FAs besser kontrollieren kann ..... und jetzt fast 4 Stunden später, wo sich das kotzen eh nicht mehr lohnt, fühle ich mich richtig gut :)
    Wenigstens einen Tag überstanden.

    Ich hoffe für dich auch, dass du die Kraft findest da raus zu kommen
  4. Anni

    Anni Neu im Forum

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    ja ich bin halt vor zwei wochen ausm kh gekommen und hab seitdem schon wieder sechs kilo zugenommen und die will ich unbedingt weg haben, bevor es noch mehr werden....
  5. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    Ohh man, so starke Gewichtsschwankungen hab ich in letzter Zeit auch :/ Das kann einen echt runter ziehen ...
  6. Anni

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    ohhja, ich hatte das vor zwei jahren als ich ausm kh gekommen bin, dass ich in vier wochen zehn kilo zugenommen habe und da hab ich jetzt echt kein bock drauf
  7. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    Hmm, du schaffst das schon :)
    Ja, aber es kommt ja auch darauf an, wo man sich mit seinem Gewicht befindet. Und ich weiß wie schwer es ist, aber du solltest versuchen es zu akzeptieren so wie es ist und nicht zwanghaft versuchen abzunehmen :/
    In der Hinsicht hab ich ja echt keine Probleme, gott sei dank. Damals vor der Bulimie war ich leicht untergewichtig, und innerhalb der ersten 6 Wochen hab ich 11 kg zugenommen, die ich nie los geworden bin, eher im Gegenteil, ich hab noch ein wenig mehr zugenommen, aber was solls? Ich finde, ich hab eine richtig schöne Figur.
    Genau aus dem Grund habe ich nie verstanden, warum ich in diese verdammte scheiße hineingeraten bin :/ Schaden kann ich mir auch auf andere Weise...

    Ich hoffe wirklich für dich, dass du davon loskommst
  8. Reese

    Reese War schon öfters hier

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    HalliHallo,

    hab mich lange nicht mehr gemeldet. War 3 Monate in der Klinik zum 2.Mal und bin seit 8 Wochen jetzt draußen wieder.
    Leider läuft es nicht so wie es sollte. Ich muss/werde umziehen, wenn ich denn bald mal eine Wohnung gefunden habe, um in eine ambulante Einzelbetreuung zu gehen. Ich hoffe, dass es dann besser ist, und hoffentlich nicht schon zu spät.
    Ich habe von der Klinik eine Gewichtsgrenze, wo ich eigentlich sofort wiederkommen soll und leider fehlt da auch nicht mehr viel.

    Jacky: gab es einen Auslöser, das du rückfällig geworden bist?

    LG
  9. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    Hallo Reese,
    Das tut mir leid, dass es nicht so läuft wie es sollte :/ Ist echt blöd, wenn du nach so kurzer Zeit schon fast wieder die Gewichtsgrenze erreicht hast. Ich wünsche dir alle Kraft, dass du das schaffst.

    In welcher Klinik warst du denn? Kannst du sie empfehlen? Ich bin momentan innerlich so hin und her gerissen, eigentlich will ich schon seit 1,5 Jahren in eine Klinik und wenn ich mich dann aufraffe mich zu informieren, ist da wieder diese Blockade in meinem Kopf :/
  10. Coco31-de

    Coco31-de Neu im Forum

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    Hallo ihr Lieben. :)

    Ich bin Coco, 19Jahre alt und leide seit 2 1/2 Jahren an Bulimie.
    Ich war nach 5Monate kotzen das erste mal zwanghaft in einer Psychosomatischen Klinik , die mir nichts gebracht sondern alles schlimmer machte und vor einem Jahr in einerEssgestörten Klinik, die mir viel, sogar sehr viel gebracht hat, was nur leider die Suchtimmer wieder vergessen lässt .
    Ich bin in 2Wochen ein Jahr lang mit meinem Freund zusammen.
    Momentan mache ich ein Sportabitur, was ziemlich wiedersprüchlich mit meiner Fress-BrechSucht ist. Außerdem spiele ich seit 14Jahren Fußball (zwischenzeitlich auf Professioneller Ebene).
    Ich habe 2Geschwister.
    Zu denen ist zu sagen: mein kleiner Bruder ist ein Spageltazan und isst enorm viel, mein großer ist Koch und dick.
    Meine Mama hat Depressionen und ist Fettleibig aufgrund einer Stoffwechselerkrankung. Also sie ist eig nichts, aber nimmt mehr und mehr zu.
    Und mein Papa ist auch fettleibig.
    Also beste Vorraussetzung für eine Essstörung.

    Mit vollem Willen habe ich glaube ich gegen die Esssucht nicht angekämpft, weil ich sie lange als einen guten Teil von mir angesehen habe, es sogar teilweise noch tue. Nun aber möchte ich es versuchen, die Krankheit als einen abgespaltenen Teil von mir zu sehen und den Weg daraus schaffen! Ich hoffe, dass mir das Forum dabei hilft!

    LG Coco
  11. Coco31-de

    Coco31-de Neu im Forum

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    @ Little_Angel

    Ich war in der Essgestörten Klinik am Korso.
    Ich muss sagen; die Klinik hat mich und so viele andere absolut überzeugt. Das Konzept ist super und mir selber hat es (auch, wenn ich momentan nicht sagen kann, dass es super ist) viel gebracht.
    Lange Zeit ging es mir richtig gut und ich weiß,wenn ich zu 100% gewollt hätte, hätte man ch es durch diese Klinik geschafft! Informiere dich doch einfach mal im Internet über die Klinik!
  12. Reese

    Reese War schon öfters hier

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    Hallo Little_Angel,

    ich war nun zum 2. in Bad Staffelstein in einer der Schön Kliniken. Ich bin total zufrieden mit der Klinik - die machen Intervalltherapie, d.h. das je nach Ausprägungsgrad/Dauer der Erkrankung und wie sich das Gewicht verhält und man zu Hause klarkommt, mehrmals in die Klinik kommt, um zu stabilisieren (wenn´s gut läuft) oder einfach weiter an der Erkrankung zu arbeiten, wenn es nicht gut läuft oder man einen längeren Weg hat bis zu Genesung.

    Hallo Coco31-de,

    Schön, dass du hier bist.
    Oh man da hast du ja wirklich tolle Voraussetzungen.
    Meine Eltern sind beide auch dicker und haben auch ein komisches Essverhalten. Mein Vater zum Beispiel isst den ganzen Tag auf Arbeit nichts und Abend gibts dann was warmes, Kaffee und Kuchen, und Brotzeit aufeinmal.
    So habe ich "essen" gelernt. Meine Mutter redet städnig nur davon, dass sie abnehmen will, aber es nicht schafft.
    Zum Glück wohn ich da nicht mehr. Aber immer wenn ich da bin, hass ich es. Es geht immer ums Essen.
    Wie geht es dir denn zur Zeit? Therapieerfolg angehalten?

    LG
  13. Coco31-de

    Coco31-de Neu im Forum

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    Hay Reese,
    Dann haben wir ja echt ähnliche Vorraussetzungen.
    Mein Papa ist genauso gestickt. Auf der Arbeit wenig Essen und sich zu Hause dann den Bauch voll schlagen. Ich sitze am Essenstisch direkt neben ihm, kein schönes Bild. Da wundert mich mein Essverhalten nicht so dolle.
    Meine Mama redet auch so oft von Abnehmen. Sie macht mir auch Vorwürfe, dass ich es nicht über einem normalen Wege schaffen würde. Alles etwas kompliziert in meiner nach außen scheinenden ach so tollen Familie.
    Leider wohne ich noch zu Hause. Bis mindestens Juni nächsten Jahres (evtl. Kann ich mit meinem Freund dann in eine eigene Wohnung). Auch wenn ich davor etwas Angst habe. Aber ich denke es wird besser als zu Hause. Dort sind meine Essgewohnheiten nämlich richtig schlimm.
    Eigentlich will ich auch schon seit Ca. 1Jahr zu Hause raus, nur fehlt mir eben das Geld und andere kleine Faktoren spielen rollen.

    Zur Zeit bin ich extrem motiviert mit dem Kotzen' aufzuhören. Aber es fällt so extrem schwer. Mittlerweile für mich normale gewordenen Essgewohnheiten abzulegen fällt so verdankt schwer und das VölleGefühl nach dem Essen ist unerträglich.
    Aber aller Anfang ist schwer!

    Der Therapieerfolg hielt leider nicht lange an.
    Ich glaube 3Monate hatte es gut gehalten. Aber die Essgewohnheiten zu Hause waren zu festgefahren und ich glaube ich wollte noch gar nicht recht los lassen.
    Aber ich kann das, was ich in der Klinik gerlent habe jetzt super anwenden und das ist schon mal etwas, was mich vorran bringt.

    LG!
  14. Reese

    Reese War schon öfters hier

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    Hey Coco,

    meine Eltern nehmen meine Erkrankung nicht wirklich wahr. In ihrem Verhalten her, wenn ich mal da bin, motivieren sie eher die Krankheit. Meine Mutter will es nicht sehen und mein Papa ist halt ein Mann :D
    Ich werde, hoffentlich, bald nach Berlin ziehen und dann in eine Einzelbetreuung gehen. Mir fehlt nur die Wohnung, ansonsten alles abgeklärt.
    Wie alt bist du jetzt?
    ICh bin damals kurz vor meinem 19. ausgezogen, in der 12.Klasse sozusagen.
    War Härtefallregelung, so dass ich Hartz4 bekam.

    Nach meinem ersten Klinikaufenthalt hielt der Erfolg auch 3 Monate.
    Jetzt nach dem 2. Aufenthalt (der 3 Monate andauerte) gerade mal 6-8 Wochen... Ich versteh es nicht...
    Die Essstörungsgedanken sind gar nicht so heftig, die Bulimie ist auch kaum da - es ist eher das restriktive essen.
    Hab leider so ne heftige Mischform aus beiden Krankheiten.

    Würdest du nochmal in die Klinik gehen?
    Wie geht dein Freund damit um?

    Wie kann man als Mutter denn so unsensibel sein?

    LG
  15. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    Hey ihr 2 :)
    Danke, ich werde mich mal informieren wegen der Kliniken. Aber wie gesagt, meistens kann ich mich aber im entscheidenden Moment einfach nicht durchringen :/ Wobei ich auch einfach nicht weiß, ob mir ein Klinikaufenthalt so viel helfen würde, weil ich auch noch genug andere Probleme habe und das ein verdammtes Wechselspiel ist :/
  16. Reese

    Reese War schon öfters hier

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    Hey Littel_Angel,

    geh einfach mal auf die Seite der Schön Klinik und meld dich einfach online an, du musst da einen Fragebogen ausfüllen.
    Und anhand von Alter und Diagnosen/Problemen wird die eine passende Klinik zugewiesen.
    Versuch´s, ob du dann wirklich gehst oder in der Klinik merkst, dass das nichts für dich ist, kannst du dann entscheiden wenn es so weit ist! ;)
  17. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    Hey Reese,
    Ja, eigentlich hast du ja recht, mich umentscheiden kann ich hinterher immer noch. Aber ich weiß nicht, irgendwie habe ich Angst davor, einfach alles hinter mir lassen und in die Klinik gehen, mir eingestehen zu müssen, dass ich jahrelang einfach zu schwach war für dieses Leben. Verstehst du? Was wenn meine Freunde mir keinen Rückhalt geben? Also von meiner Familie erwarte ich das nicht, es wäre sogar gut von zu Hause weg zu kommen, weil meine Psyche hat schon von Kindheitstagen unter meiner Mutter gelitten.
    Und meinen Freunden kann ich das nicht antun, ihnen die ganze Wahrheit zumuten :/ Eigentlich weiß keiner so ganz genau von meinen Problemen ....
    Und andererseits frage ich mich, wer ich denn dann überhaupt noch wäre? Was von mir überhaupt noch übrig bleibt? Ich lebe schon zu lange mit diesen Problemen, ich hatte nie eine richtige Kindheit, damals war das alles schon ein Teil von mir, ich kann mir ein Leben ohne das alles gar nicht vorstellen. :/

    Naja, ich werde den Bogen jedenfalls mal ausfüllen, schaden kann es ja nicht :)
  18. Coco31-de

    Coco31-de Neu im Forum

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    Hay Little_Angel ,

    Um deine Freunde brauchst du dir keine Sorgen zu machen.
    Es ist immer ein sehr schwerer Schritt sein Problem anderen gegenüber zu offenbaren, aber glaub mir, wenn es deine echten Freunde sind, werden sie immer, zu jeder Zeit hinter dir stehen.
    Und wenn du Ihnen vor dem Aufenthalt davon nichts sagen möchtest, lass dir was anderes einfallen! Sag du gehst in eine Reha, eine Kur oder sonst etwas in die Richtung.
    Wie alt bist du denn?
    Und was machst du momentan?

    Das kann sich keiner von uns. Jeder ist der Meinung, dass sie uns ein Leben zu begleiten hat. Aber sei mal ehrlich, klotzt dich die Krankheit nicht wortwörtlich an. Magst du nicht auch lieber das Geld für besseres als fürs Essen ausgeben? Hättest du nicht lieber auch ein Leben, wie vieler deiner Freunde? Ohne alle 2Minuten ans Essen zu denken.

    Ein Versuch zu gucken, was das Leben noch für einen geplant hat - und das ohne Esssucht - klingt doch spannend.
    Es gibt immer mehrere Wege um sein Leben zu gestalten, warum sollen nicht auch wir für einen anderen Weg bestimmt sein.

    Essen ist nicht alles im Leben.

    Ich glaube auf uns warten wichtigere, tollere Dinge, als sich jeden Tag auf der Kloschüssel bis aufs letzte zu Erschöpfen, weil man wieder keinem FA standhalten könnte.

    Ich mag den Weg gehen und gucken, was Gott für mich noch so bereit gehalten hat.

    Ich habe lange mit der Krankheit gelebt, sie hat mir auch viel positives beschert, aber jetzt mag ich mein Leben wieder selber in die Hand nehmen.

    Und ich glaube ich bin da nicht die einzige!
  19. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    Hey Coco31-de,

    das ist manchmal gar nicht so leicht. Es ist ja nicht so, dass ich ihnen nicht vertrauen würde, aber es soll sich einfach keiner Sorgen um mich machen.
    Ich bin 18, habe dieses Jahr mein Abi gemacht und fange ab September ein FSJ an.

    Aber es ist ja nicht nur die Essstörung :/ Und allein schon der Gedanke, das alles bewältigen zu müssen überfordert mich.
  20. Coco31-de

    Coco31-de Neu im Forum

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    Ich weiß, einfach ist es nie.

    Ich war im selben Alter (letztes Jahr), ich war gerade mitten im Abi und mir war meine Gesundheit wichtiger als alles andere. Klar hätte ich Angst, was denken andere, machen sie sich Sorgen, wie geht es mir danach, wie soll mein Leben weiter gehen...

    Aber in der Klinik wurde ich perfekt auf alles vorbereitet. Anfangs hatte ich große Angst. Wie sollte ich zurecht kommen, Leben ohne Essstörung, das geht doch gar nicht.. und und und..

    Aber ich die Therapie war so gut, dass ich mich das erste mal nur auf mich konzentriert habe und den absoluten Willen hatte und überzeugt war, die Essstörung brauche ich nicht.

    Das habe ich selber nicht für möglich gehalten, dass ich das mal sagen werde.

    Klar, es ist immer ein schwerer Schritt, aber den zurück kann man immer gehen und das ist der leichteste von allen!

    Du hast jetzt einen guten Zeitpunkt. Dein Abi ist fertig und du hast noch Zeit bis zum Neustadt und das FSJ kannst du auch noch nach hinten schieben. Konzentriere dich jetzt mal auf dich. Überleg dir wirklich in Rueh, ob einen weiteren Lebensschritt mit dieser Krankheit machen willst ob du nicht komplett neu starten magst.

    Ich bin der Meinung keiner hat diese Krankheit wirklich gerne und jeder der wirklich Abstand nehmen will, kann das in dem richtigen Augenblick. Aber man muss wollen, sonst bringt einem alles nichts.
    Und Rückschläge gibt es und Phasen wo man der Meinung ist mit Krankheit ist einfacher. Und an dem Punkt hat man eben die Möglichkeit sich für die Krankheit zu entscheiden oder weiter zu kämpfen.

    In das Alte kannst du jeder Zeit zurück.

    Und um deine Freunde mach dir keine Sorgen!

    Du bist nur dir selber in der schuld, dich um deinen Körper und deiner Psyche zu sorgen.

    Und selbst wenn deine Freunde sich Sorgen machen, was Freundschaft ausmacht! Daran ist noch niemand gestorben. Im Gegenteil. Sich Sorgen um andere machen schweißt Freundschaften zusammen und macht es dir vor allem einfacher da raus zu kommen!