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Dieses Thema im Forum 'Bulimie Erfahrungen & Diskussionen' wurde von Michi gestartet, 5 Juni 2011.

  1. AnKa

    AnKa Neu im Forum

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    Hallo Little_Angel,

    ich würde dir so gerne an dieser Stelle genau das sagen, was dir auch die Leute in deinem Umfeld zu vermitteln versuchen scheinen. Dass alles gut wird. Ich tue es bewusst nicht, wenngleich ich ganz fest daran glaube, da du genau das erstmal für dich selbst beschließen musst. Ich weiß, diese Depressionen sind gemeine kleine, unberechenbare und unfaire Lebensbegleiter. Ich möchte dir von einem Gespräch erzählen, das ich vor kurzem mit einer sehr lieben Freundin führte. Sie erzählte mir, dass sie seit Jahren unter Depressionen leidet.
    Seit einiger Zeit macht sie eine Therapie. Zu Beginn der Therapie fragte sie sich jedes Mal wieder warum sie das eigentlich macht und war davon überzeugt, dass Nichts und Niemand sie aus diesem Gefühl der Gefangenschaft in sich selbst befreien könne. Aber irgendwann wurde ihr eines bewusst und das war keine plötzliche Einsicht sondern ein schleichender Prozess. Nämlich dass es zu Beginn der Therapie hin und wieder "gute Tage" gab und sie nun feststellte, dass es hin und wieder "schlechte Tage" gibt. Verstehst du? Das Leben hält immer mal wieder schlechte Tage bereit. Aber was für eine tolle Erkenntnis muss das für sie gewesen sein, als sie feststellte, dass es plötzlich mehr "gute" als "schlechte" Tage gab. Dass plötzlich eben diese Tage zur Ausnahme wurden, an denen es ihr nicht gut ging.
    Genau dieses Gespräch hat mich dazu bewogen mir einen neuen Therapieplatz zu suchen. Denn egal wie lange du schon gegen dich selbst kämpfst, kein Umstand der Welt, keine vergangene Erfahrung, keine gegenwärtige, kein Mensch und keine Situation verdient es auch nur im Ansatz so viel Macht zugemessen zu bekommen, dass es deinem Leben die Lebenswürdigkeite nimmt. NICHTS und NIEMAND hat das Recht dir deine Freude zu nehmen. Und JA, du verdienst es! Du verdienst es glücklich zu sein! Und genau diese Erkenntnis wünsche ich dir von Herzen. Alles braucht seine Zeit Liebes, du wirst nicht von heute auf morgen alle deine Sorgen und Ängste los. Na und? Ist es nicht jeder einzelne "gute" Tag mehr als wert dafür zu kämpfen?
    Ich bin in Gedanken bei dir und sage dir du gehst diesen Weg nicht alleine. Wir alle hier gehen ihn mit dir. Wie sehr würde es mich freuen zu hören dass du es einfach mal versuchst. Es muss ja nicht gleich ein ganzer Tag voller Glücksmomente sein, fange mit einem einzelnen an und weißt du was, das Leben ist voll von ihnen, du siehst sie nur nicht Liebes. Sie warten nur darauf von dir wahrgenommen zu werden.
    Ich schicke dir alle guten Gedanken und alle positive Energie. Fühl dich gedrückt.
  2. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    Hey AnKa, das ist mega süß von dir, danke.

    Ich war auch schonmal in Therapie, vor 4 Jahren, und das hat alles nur schlimmer gemacht. Es hat damals einfach nicht gepasst zwischen mir und der Therapeutin und ich habe mich von meiner Familie abgeschoben gefühlt. Und ich habe Angst davor es nochmal zu versuchen und nachher wieder alleine dazustehen :/

    Und ja, ich muss von diesem schwarz-weiß-denken weg kommen, an manchen Tagen geht es, aber die momentanen Umstände sind einfach zu viel für mich. Es wäre auch einiges leichter wenn ich nur gegen die ES kämpfen müsste, aber ich habe so viel mehr Probleme :/

    Es fällt mir so verdammt schwer daran zu glauben,dass ich auch Glück verdient habe, schließlich hat man mir schon ins Gesicht gesagt, dass die Welt ohne mich schöner wäre, und das nach einem Selbstmordversuch. Wie soll ich denn da bitte dran glauben, dass es nicht so ist? Verstehst du, was ich meine? :/

    Auch wenn es sich bisschen makaber anhört, denn dieses Leben wünsche ich einfach keinem, aber ich bin sehr froh, dass ich nicht alleine bin und es Menschen gibt, die mich verstehen, einfach weil sie das gleiche durchmachen. Und ich will es schaffen, und ich denke, irgendwann schaffe ich das auch, und wenn nicht für mich, dann für all diejenigen die hinter mir stehen.
  3. AnKa

    AnKa Neu im Forum

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    Hallo Little_Angel,
    ja ich verstehe was du meinst, auch wenn du sagst dass du froh bist nicht der einzige Mensch zu sein der das durchmacht. Nein, du bist nicht alleine. Und Liebes, ich bin gerade verdammt stolz auf dich. Weil du sagst du willst es schaffen! :) Im nächsten Schritt kannst du ja versuchen es für dich und nicht für andere schaffen zu wollen? Ich denk an dich und wünsche dir ganz viel Kraft.
    Ganz viele liebe Grüße
  4. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    Hallo AnKa,
    ich bin dir sehr dankbar, deine Worte geben mir sehr viel Kraft.
    Ich weiß gar nicht wann mir das letzte Mal irgendwer mal gesagt hat, dass er stolz auf mich ist :/ stattdesssen muss ich mir immer Vorwürfe anhören, vorallem von meiner Mutter ....
    Naja, das wird sehr lange dauern, bis ich sagen kann, dass ich etwas für mich tun werde, einfach weil der Selbsthass schon so sehr ein Teil von mir ist. Aber irgendwann schaffe ich das bestimmt.

    Auch dir wünsche ich viel Kraft
    Liebe Grüße :*
  5. Jojo1604

    Jojo1604 Neu im Forum

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    Gerade schrecklich... Der Blick auf die Waage eben war erschreckend. Noch bevor ich was zu Abend gegessen oder getrunken habe, 55 kg. Dabei sollen es doch nur 52 kg sein.
    Eigentlich müsste das gerade motivieren, nicht wieder zu fressen, aber es macht mich so mutlos und schnell stellt sich der Gedanke: Ich bin eh zu dick! wieder ein. Ich hoffe, ich schaffe es, heute nicht noch über die Gummitiere im Schrank herzufallen. Ich weiß ja, dass es mir dann noch elender geht. Sonst war der Tag eigentlich okay. Durch die Arbeit und das Forum war ich beschäftigt. Trotzdem kein Druck, da ich morgen Urlaub habe. Drückt dei Daumen, dass ich es schaffe, die Kontrolle zu behalten (auch wenn es dann kein gesundes Verhalten ist. Besser als kotzen ist es.)
  6. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    .... ein sehr schlimmer Tag ! :/

    hatte den ganzen Tag über wieder nur FAs, kann und will im Moment aber einfach nicht kotzen gehen! Wenigstens bin ich da stark genug für. Ich habe mich schon genug zerstört. Immer öfter und immer schlimmer leide ich unter den Schäden, die die ES mit sich bringt. Das schlimmste ist dieser pochende Schmerz in meinem Oberkörper, aber ist logisch, dass mein Herz das alles so langsam nicht mehr mitmacht. :/

    Ich hoffe die nächsten Tage werden wieder besser ....

    @Jojo: Ich kann dich so gut verstehen. Aber damit rutscht man ja nur immer tiefer in diesen Teufelskreis, mit jedem Mal wo man denkt, JETZT ist auch egal. Aber es ist eine verdammte Sucht. Und ja, es ist krank, aber du hast recht, nichts oder nur wenig essen ist allemal besser als kotzen!
    Ich wünsche dir, dass du stark bleibst. :*
  7. Jojo1604

    Jojo1604 Neu im Forum

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    Little_Angel,

    so was zu lesen, dass es dir körperlich schon so schlecht geht, macht mich richtig betroffen. Ich schiebe den Gedanken, dass die ES so schlimme gesundheitliche Folgen hat, gern ganz nach hinten. Bisher ist es ja noch gut gegangen.
    Aber jetzt so vor Augen zu haben, wie schnell es geht, ist schrecklich!
    Ich finde es wahnsinnig bewundernswert, dass du dich so gegen das Kotzen wehrst, trotz der FAs.
    Ich kann das nie. Da drehe ich durch.
    Aber nur über diesen Weg, kann man die Sprale durchbrechen.
    Du hast sicher noch einen ewigen Weg vor dir, so wie ganz viele hier. Aber die Entscheidung, dass es dir wichtiger ist, deine Arbeit zu überstehen und deinen Körper nicht wieter zu schädigen, ist es schon ein enorm großer Schritt. Das hört sich vielleicht für dich übertrieben an. Du wirst vielleicht denken: Was nütz mir das, ich habe ja trotzdem FAs und bin unglücklich. Aber ich kann dir sagen, dass das eine mega große Entscheidung ist und zeigt, dass du eine gute Einstellung entwickelst, obwohl du nicht genau weißt, wofür. Ich kann dir sagen, dass ich das noch nicht kann und um so mehr weiß ich den Wert deines Durchhaltens zu schätzen!
  8. LuckySmile751

    LuckySmile751 Neu im Forum

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    ...ein Tag wie jeder andere auch. Ich sitze den ganzen Tag vor dem Computer weil ich in Fressphasen wie jetzt nicht vor die Tür gehe. Der Tag ist öde, es dreht sich alles ums essen, was koch ich mir als nächstes, was nehm ich mir jetzt aus dem Kühlschrank..usw..jetzt noch eine Stunde, dann ist der Tag geschafft, herzlichen Glückwunsch Lucky, noch ein weiterer.
  9. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    Oh Jojo, da sagst du was :/ Ich weiß auch nicht woher ich diese Kraft nehme. Vielleicht kommt es echt daher, dass mir mein neuer Arbeitsplatz so dermaßen gut gefällt und ich mich das erste mal im Leben auch wirklich dazugehörig fühle und auch das Gefühl habe, etwas zu tun, was andere glücklich macht, dass ich das einfach nicht verlieren will. Ich könnte es mir nie verzeihen wenn ich wegen meinen Problemen das aufgeben müsste.

    Wenn ich so überlege, dass ich noch vor etwa 4 Wochen überlegt habe, dem ganzen doch ein Ende zu machen und auch alles schon vorbereitet hatte ..... :/

    Ja, und obwohl die Folgen von dem ganzen so offensichtlich sind, fällt es mir schwer auch diesen letzten Teil in mir loszulassen, der sich so vehement an dieser Sucht festklammert. Denn was bin ich ohne die Bulimie? Was habe ich noch ohne die Bulimie? In meinem Kopf ist diese Stimme die ganz laut "Nichts" schreit, die mich in den Wahnsinn treibt, weil ich einfach nicht mehr weiß, was richtig und was falsch ist.
    Und auch wenn es schade ist, wie kaputt mich das ganze gemacht hat, bin ich irgendwo froh, dass ich es bin, und nicht jemand anderes. Denn ich bin nur ich, und ich hab es nicht verdient, dass es mir besser geht als den anderen, das denke ich zumindest sehr oft.
    Ich hoffe auch, dass dies dem ein oder anderen die Augen öffnet und derjenige vllt noch die Notbremse zieht. Bei mir ist es zu spät, und es ist auch kein schönes Gefühl, diesen durchgehenden pochenden Schmerz in der Brust zu haben und sich ständig Sorgen zu machen, dass man im nächsten Moment an Herzversagen oder dergleichen draufgeht. Aber darüber denkt man halt nach, wenn man immer öfters Herzrasen und nen Ruhepuls von 120/130 hat. Das wünsche ich hier echt keinem. :/
    Also bitte versucht es euch helfen zu lassen, egal wie schwer es euch fällt. Für mich ist es auch ein Kampf gegen diesen Drang in mir anzukämpfen, aber bis jetzt bin ich stark geblieben. Es fühlt sich grausam an, und jetzt gerade weiß ich eigentlich gar nicht wofür ich das ertragen soll. Aber ich werde es nie herausfinden, wenn ich diesen -weg nicht gehen würde.

    Soo, jetzt ist das alles wieder so viel geworden, aber man fühlt sich wenigstens für einen kleinen Augenblick befreit, einfach mal die Gedanken niederzuschreiben.
  10. Jojo1604

    Jojo1604 Neu im Forum

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    Lass das Leben nicht los! Super, dass du jetzt etwas hast, wofür du den Kampf aufnimmst. Und wenn du den Weg erstmal gehst, dann werden dir ganz sicher noch mehr Dinge, für die es sich lohnt weiterzumachen, begegnen.

    Mein Kopf dreht heute schon wieder nur ums Essen.
    Ich hatte Urlaub und erst hielt die Motivation von gestern noch an. FA und Kotzen kam bislang auch nicht in Frage, weil ich noch einen Zahnarzttermin hatte. Aber ab 17 Uhr darf ich wieder essen und trinken und der Drang ist schon wieder so groß. Und das, wo doch gestern der Wille durchzuhalten, noch so groß war.
    Das Schlimme ist, dass der Ehrgeiz eigentlich auch falsch ist, weil ich die Bulimie hauptsächlich loswerden will, um erstmal abzunehmen. Erst in zweiter Linie denke ich daran, dass es auch wichtig wäre, um irgendwann ein normales Leben haben zu können und vor allem, um gesundheitlichen Schaden abzuwenden.

    Und obwohl das konto schon bis zum Anschlag überzogen ist, würde ich am liebsten sofort wieder los zum Einkaufen. Ich versuche mich ja irgendwie abzulenken. Aber ich habe auf nichts Lust, nichts macht Spaß...
    Kann mich heute nicht mal motivieren, hier viel zu schreiben. Ich versuche, den Tag jetzt irgendwie zu Ende zu kriegen...
  11. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    ..... wieder mal ein richtiger scheiß Tag.

    Echt, ich kann einfach nicht mehr. Gerade sitze ich hier mit meinen 3 besten "Freunden". Eine Flasche Hugo, eine Packung Schmerztabletten und ner Rasierklinge. Und ich versuche einfach nur meine Gedanken zu ordnen.

    Ich weiß, eigentlich sollte ich glücklich sein. Ich habe Arbeit die mir mega Spaß macht und ich habe jemanden kennengelernt, in dessen Gegenwart ich wirklich glücklich bin und mir um nichts Gedanken mache :)

    Doch jetzt hier alleine, ist wieder diese Stimme da in meinem Kopf, die mir sagt, dass ich Nichts bin, die mich dazu bringt mir selbst weh zu tun. Mein Essverhalten ist katastrophal, der Medikamentenmissbrauch wieder enorm und die Schnitte gehen immer tiefer. Und das schlimmste ist, ich kann nichtmal weinen. Ich fühle mich so leer, so emotionslos. Und genau das ist das schlimme, wenn ich wenigstens traurig wäre, oder wütend, oder was weiß ich, irgendetwas einfach nur, fühlen würde, wäre es einfacher. Aber diese Leere ertrage ich nicht. Ich fühle mich wie eine leblose Hülle. Wie das Nichts.
    Und wenn ich nichts bin, brauche ich auch nicht leben. Also dröhne ich mich hier mit dem ganzen scheiß zu, um diese Leere nicht ertragen zu müssen, um diese Gedanken zu betäuben, um hoffentlich doch in Tränen auszubrechen. Aber ich fühle nicht mal mehr die Schnitte, obwohl sie doch ziemlich tief gehen.

    Warum ich das hier so schreibe? Leute, ich will euch die Augen öffnen, ich möchte nicht, dass es irgendwem von euch auch so ergehen wird irgendwann. Seit 7 Jahren nun mache ich diesen scheiß mit. Mein Körper ist am Ende. Mein Herz ist von der ES kaputt, meine Leber und Nieren von den Medis und dem Alkohol, mein Körper ist geschunden von den Schnitten und Verbrennungen.
    Ich kann mich aber nicht aufraffen, in eine Klinik zu gehen, mir kann man nicht helfen, wobei auch? Immerhin bin ich zu blöd zum sterben ^^
    Es interessiert doch eh keinen, wie es mir geht, es würde auch niemandem auffallen, wenn ich nicht mehr da wäre. Ich hoffe wirklich, dass ich irgendwann im Rausch tief genug schneide, genug Tabletten schlucke oder einfach nur an meiner Kotze ersticke, ich bin überzeugt, dass die Welt ohne mich besser dran wäre.

    Leute, ich wünsche euch alles Gute, ich hoffe, dass ihr die Kurve noch bekommt und euch nicht einfach aufgebt.

    Liebe Grüße
  12. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    Sorry für das wirre Geschreibsel, ich wundere mich eh, dass ich noch so viel schreiben konnte ^^
  13. Reese

    Reese War schon öfters hier

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    Hey Little Angel,

    viele deiner Gedanken(gänge) verstehe ich echt gut.
    Mir ging es jahrelang genau so und auch ab und an jetzt auch noch so.
    Gib nicht auf!
    Ich war bisher 4x in einer stationären Therapie und einmal auch in der Psychiatrie für paar Tage, aber es hilft.
    Kämpfe um dein Leben. Dein Körper kann sich erholen, wenn du ihm die Chance dazu gibst und vorallem, wenn dein Körper anfängt sich zu erholen, wird es auch irgendwann deine Seele.
    Arbeite, Verarbeite und Bearbeite, was dich krank macht.
    Lass die Gedanken und die Krankheit nicht gewinnen, das ist sie nicht wert.

    LG
  14. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    Hey Reese,
    ich hab gar nicht damit gerechnet, dass auf meinen letzten Post eine Antwort kommt.

    Es tut gut zu wissen, dass man mit diesen Gedanken und Gefühlen nicht alleine dasteht.

    Klinik ist bei mir immer noch so ein Ding. Einerseits weiß ich, dass es das beste wäre, aber andererseits kann ich mich nicht dazu durchringen. Zumindest noch nicht jetzt, wo ich erst seit kurzem mit meinem Freund zusammen bin. Er weiß noch von nichts. Und auch da ist wieder diese Stimme in meinem Kopf, die mir sagt, es wäre für ihn das Beste, wenn ich einfach alles beende und den Kontakt abbreche, dass ich es gar nicht hätte soweit kommen lassen zwischen uns. Aber ihn jetzt einfach so hinter mir zulassen ist auch nicht fair. Aber mit ihm zusammen sein, ohne über all das zu reden auch nicht. Ich muss mit ihm reden, das weiß ich. Und wenn ich mir dann sicher bin, dass er immer noch hinter mir steht, dann ist die Klinik vielleicht eine Option. Bis dahin muss aber nach außen hin einfach weiter stark sein.
    Außerdem wüsste ich gar nicht, was für eine Klinik für mich überhaupt am sinnvollsten ist, da ich ja nicht nur mit der ES zu kämpfen habe.
    Und das banalste an der ganzen Sache ist, dass ich in einer Psychiatrie arbeite. Und dennoch fällt es mir so verdammt schwer, für mich selbst Hilfe zu suchen.

    Naja, ob sich mein Körper irgendwann erholen wird, von dem, was ich ihm angetan hab, das bezweifel ich.

    Und nein, aufgeben werde ich nicht. Zumindest im Moment nicht. Wenn ich so überlege, dass ich jetzt wieder fast ein ganzes Jahr überstanden habe seit meinem letzten Selbstmordversuch, mit sämtlichen Höhen und Tiefen, bin ich mir sicher, dass es nur noch besser werden kann, wenn ich denn die Hilfe annehmen kann.

    Liebe Grüße
  15. nessi

    nessi Neu im Forum

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    Hallo, ich bin neu... Ich will mir nicht eingestehen, dass ich krank bin, aber eigentlich weiß ich, das mir mein Essverhalten entglitten ist und ich es nicht mehr unter Kontrolle habe.
    Ich kotze noch nicht lange - ich lese, dass Leute Jahre, fast Jahrzehnte an dieser Krankheit leiden- aber ich möchte damit aufhören.
    Ich kann nicht mehr normal essen. Überall sehe ich Kalorienzahlen und wenn ich etwas "Normales" gegessen habe, zähle ich im Kopf, ob das eig. noch in meinem "kcal Budget" lag.
    Abends freue ich mich dann darauf, alles in mich reinzustopfen und gleich darauf wieder loszuwerden. Aber dabei möchte ich einfach nur ein ganz normales Essverhalten an den Tag legen (drei kleine Mahlzeiten, ohne Schuldgefühle und ohne Hungern)
    Ich hoffe, dass ich hier, indem ich meinen täglichen Kampf beschreibe, die Kraft finde, stark zu bleiben und diese Krankheit hinter mir zu lassen - solange es noch nicht zu spät ist. Mittlerweise habe ich Schrammen an meinen Knöcheln von meinen Zähnen (passiert bei dem täglichen Versuch alles ungeschehen zu machen).

    Ich kämpfe jeden Tag. Ich habe es eine ganze Woche ohne geschafft - war sehr stolz auf mich,doch dann kam der Rückfall. Jetzt habe ich wieder zwei Tage hintereinander gekotzt.
    Ich hoffe morgen wird ein besserer Tag. Ich fühle mich so ecklig. :(.
    Ich möchte ab jetzt jeden Tag schreiben, was ich so gegessen habe und wie es mir dabei ergangen ist. Ich muss es einfach mit jemanden teilen - in der Hoffnung daraus Stärke und Durchhaltevermögen zu finden bis ich mich damit abfinden kann, dass regelmäßiges Essen normal ist.
  16. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    Hallo Nessi,
    es ist schonmal der erste richtige Schritt sich offen mit dem Problem auseinanderzusetzen, zumindest mir hat es sehr geholfen als ich hier das erste Mal einfach alles los werden konnte, weil ich einfach mal nicht die Mauer um mich herum aufrecht halten musste, die Maske endlich mal abnehmen konnte.
    Ich leb jetzt schon leider ein halbes Jahrzehnt mit dieser Krankheit, bereits mit 13 bin ich in diesen verdammten Teufelskreis hineingerutscht.

    Eigentlich ging es mir die letzte Zeit relativ gut, ich hatte den Entschluss gefasst zu kämpfen und habe relativ lange durchgehalten( von September bis etwa Ende November). Klar gab es Rückschläge, doch trotz allem habe ich doch immer wieder kotzfreie Phasen gehabt, die letzte fast 2 Monate. Doch ab Dezember ist auf einmal alles aus dem Ruder gelaufen.
    Im Moment ist wieder extrem schlimm, entweder ich esse paar Tage gar nicht und treibe exzessiv Sport oder aber ich habe mind. 3-4 FAs täglich und kotze auch dementsprechend oft :(
    Auch der Rest ist wieder richtig schlimm geworden. Meine Schlafstörungen sind wieder so schlimm, dass ich trotz sehr stark überdosiertem Schlafmittel nicht schlafen kann, meine Depressionen sind schlimmer denn je, es gibt kaum eine Minute in der ich nicht über den Tod und das Sterben nachdenke, immer öfter greife ich zum Alk und den Schmerztabletten, um mein Inneres zu betäuben.

    Ich hoffe für dich, dass du die nötige Kraft findest und aus diesem Teufelskreis wieder rauskommst und nicht so sehr zerbrichst wie ich
  17. nessi

    nessi Neu im Forum

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    Hallo Little_Angel,
    Danke für deine aufbauendenWorte. Ich glaube würde ich zwei Monate ohne Fa aushalten würde ich mich sofort als geheilt ansehen...
    Heute war mal wieder ein eintönigen Tag. Nachdem ich so sehr Heißhunger auf Schokolade hatte,gönnte ich mir etwas, daraus wurde zusätzlich noch Kuchen und und und. Zwei Stunden sahs ich vor dem Fernseher und redete mir ein,dass ich mir das heute mal leisten kann und alles bei mir behalte- dann stand ich auf und ging duschen und davor kotzte ich alles aus was noch ging, so wie anderen Leute aufs Klo gehen.
    Leider ist es heute schon der dritte Tag hintereinander und umso öfter ich hintereinander kotze,umso geringer wird mein Eckel und es wird (wieder) zur alltäglichen abendlichen Routine. Und wie als würde ich etwas "Unliebsames" auf morgen schieben, sage ich heute fast achselzuckend "macht nichts, morgen schaff ich es bestimmt" - ES IST SO KRANK!!
    Meine Waage ist leer (Batterie alle). Zu Beginn dachte ich es würde helfen,den druck nehmen. Doch nach meinem.heutigen FA plagt mich die Ungewissheit und kann.mich erst wieder "wohl fühlen" (obwohl das nicht die Wahrheit ist) wenn die Waage keine Veränderung anzeigt...Dabei möchte ich sogar zunehmen, aber wenn die Zahl dann doch steigt,wird wieder "Diät" gehalten.
    Es tut mir so leid,wenn ich lese wie sehr dein Körper schon unter den Folgen leidet und ich solche Angst, dass mein Körper mich bald verrät (Haarausfall,Zähne,Müdigkeit)
    Aber Du hast es dir schon mal selbst gezeigt,dass du es auch ohne kannst - du schaffst es wieder.
  18. Little_Angel

    Little_Angel Neu im Forum

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    Hallo Nessi, ich wollte mal nachfragen, wie es dir mittlerweile geht?
  19. Laura12345

    Laura12345 Neu im Forum

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    Meine tage sind scheiße. Ich esse immer nach der schule zu mittag und dann zuhause will ich einfach alles in mich hineinstopfen und es wieder auskotzen. das problem momentan ist dass meine eltern oft zuhause sind und ich mich sozusagen nicht ,,befriedigen" kann. Ich fange an zu zittern, darf aber eine eltern nicht nah noch mehr essen fragen (ist ja logisch). Manchmal wünsche ich mir einfach schon volljährig zu sein und eine eigene wohnung zu haben wo ich alles machen darf was ich will. (bin übrigens 13, werde bald 14)