Essatacken kannste knacken!

Dieses Thema im Forum 'Wege aus der Bulimie' wurde von Flora gestartet, 15 August 2011.

  1. Flora

    Flora Neu im Forum

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    Tipps gegen Essattacken

    sollte man versuchen...

    o eigenen Essrhythmus finden, wie etwa...

    -- ...mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen

    -- ...(zB 2x) täglich wirklich satt essen

    o geregelt essen

    o bewusst essen, ohne Ablenkung (zB: fernsehen, lesen, PC)

    o essen in/bei angenehmer Atmosphäre...

    -- ...Essen schön anrichten

    -- ...keine Streitgespräche beim Essen führen

    o in Gesellschaft essen; sich an anderen Menschen orientieren

    o viel Obst und Gemüse

    o den Gedanken "Jetzt ist es auch schon egal!" fallen lassen

    o Esstagebuch führen

    o Essplan entwickeln (Tagesplan oder Wochenplan)

    o Essen (nur), wenn man hungrig ist

    o kleinen Hunger sofort stillen mit "Kleinigkeiten" (Apfel, Joghurt)

    o selbstbestimmt essen -> essen was und wann man selbst möchte und nicht was und wann andere es möchten.

    o Struktur in den gesamten Tag bringen...

    -- ...mit einem Arbeitstagebuch (Ziele und Aufgaben aufschreiben)

    o Mahlzeiten bewusst beenden (zB mit bestimmten Handlungen wie Teetrinken)

    o sich NICHTS verbieten

    o ein bisschen von der Mahlzeit am Teller übrig lassen (das hilft die übermäßige Bedeutung, die Nahrung generell hat, zu vermindern)
    o Geduld mit sich haben! Man kann nur Schritt für Schritt vorwärts kommen.

    o kleine Ziele setzen (je kleiner, desto realistischer, desto öfter kann man sich über Erfolge freuen)

    o Notiz an den Kühlschrank kleben (z.B.: tu nichts, was du nachher bereust!)
    o Tipps/Liste ausdrucken und aufhängen (z.B.: Motivationstür aus Tipps basteln)

    sollte man lassen...

    o hungern

    o weiter hungern

    o nichts essen -> FA folgt sicher

    o auf die Waage rennen!

    o zu kleine oder enge Sachen anziehen, wenn man eh schon deprimiert ist

    o statt sich abzulenken, wenn man sich schlecht fühlt und sich gerade wieder einmal hasst, sich nur mit seinem Aussehen beschäftigen und alles an sich kritisieren

    o Diäten: verzicht schafft Heißhunger

    o Frauenzeitschriften und ähnliches ansehen:
    Angst, Stress, Depressionen und Minderwertigkeitsgefühle werden stärker, wenn Abbildungen magerer, "perfekter" Menschen betrachtet werden

    manchmal eben doch unvermeidlich - der Fressanfall!
    was nun?

    noch vor dem Fressanfall...

    o überlegen, ob und was man heute schon gegessen hat; ist es vielleicht natürlicher Hunger?

    o eine Kleinigkeit essen und sich sagen, dass dadurch NICHT der ganze Tag verhaut ist und dass nun NICHT alles egal oder zu spät ist.

    o sich das Essen - auch den FA - erlauben! man muss nicht gierig und heimlich schlingen; man darf essen; man darf auch zuviel essen UND man darf auch aufhören während eines FA´s!

    o ablenken (spazieren gehen, telefonieren, schreiben...)

    o Atemübungen/Entspannungsübungen machen

    o etwas Warmes trinken (Tee, Suppe,...) und dazu vielleicht ein paar Kekse (nicht aus der Packung, sondern auf einem Teller ein paar Stück hergerichtet!) oder Brot essen

    o Liste anfertigen oder vorgefertigte Liste zur Hand nehmen, in der steht...

    -- ...was spricht für, was gegen einen Fressanfall?

    -- ...was fühlt man gerade? erkennt man eine Ursache, einen Auslöser? will man sich oder jemand anderes bestrafen? und wenn ja, macht das Sinn, will man das wirklich?

    -- ...was tue ich da gerade bzw. was bin ich im Begriff gerade zu tun? (ruhig das Szenario vorher im Kopf ablaufen lassen - fressen, kotzen - und sich fragen, ob das wirklich sein muss, ob es das wert ist.)

    o Essen, welches man nun fressen möchte übersichtlich und vollständig herrichten -> um ein Gefühl für die Menge/Größe des FA´s zu entwickeln und sich ein Limit zu setzen - "das werde/darf ich jetzt essen, aber mehr nicht! Das ist auch für einen FA genug!"

    o ruhig dabei mit sich selbst sprechen, was man gerade tut oder vor hat!

    o Wecker stellen - für den FA erlaube ich mir eine gewisse Zeit; wenn der Wecker läutet ist Schluss!

    während oder nach dem Fressanfall...

    o man soll sich keine Vorwürfe machen oder von anderen machen lassen!

    o protokollieren, was man isst/gegessen hat

    o aufschreiben, was man während dem Essen/nach dem Essen gefühlt hat und fühlt

    o sich bewusst machen und bewusst bleiben, was man gerade macht um den mechanischen Ablauf des Anfalls unter Kontrolle zu bringen (eben durch das Mitschreiben und das Behalten der Übersicht)

    o wie schon vor dem Fressanfall: sich das Essen - auch den FA - erlauben! man muss nicht gierig und heimlich schlingen; man darf essen; man darf auch zuviel essen UND man darf auch aufhören während eines FA´s!

    o versuchen das Esstempo zu verringern!

    o sich Zeit für sich nehmen und sich selbst trösten, freundlich zu sich selbst sein (man braucht das jetzt besonders!)

    o Dinge tun, die einer/m gut tun, die einen beruhigen (Bad nehmen, telefonieren, malen, lesen, spazieren, Musik hören, auf der Couch liegen, Katze streicheln,..)

    o sich anschließend bzw. am nächsten Tag nicht die Nahrung verbieten (durch fasten befriedigt man nicht die Bedürfnisse des eigenen Körpers; Gefahr ist größer mit dem nächsten FA zu reagieren)

    o versuchen herauszufinden, warum man gegessen hat mit Hilfe von Aufzeichnungen; erkennt man nun Auslöser oder Ursachen?



    Willste mehr davon? Hier ist ne gute Seite?

    http://fighting.for.recovery.myblog...838352/Infos-zu-Essattacken-und-Tipps-DAGEGEN
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