Erste Gewichtsverluste mit Hilfe von Diäten und Sport

Dieses Thema im Forum 'Bulimie Blog' wurde von Michi gestartet, 29 Mai 2011.

  1. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Nachdem ich mich von meinem ersten Freund trennte, fing ich so mit 18 an endlich mal sportlich zu werden. Ich machte vorher selten Sport, ich war nur als Kind aktiv und später nicht mehr. Ich kaufte mir einen Heimtrainer und fing an, um langsam zu starten, jeden Tag eine halbe Stunde Fahrrad zu fahren. Danach war ich schon fertig und schwitzte sehr. Das erhöhte ich dann auf eine Stunde pro Tag. Ein furchtbarer Druck, weil das ja etwas war, das ich jeden Tag erledigen musste.
    Auf jeden Fall fing ich auch an nach 17.00 Uhr nichts mehr zu essen. Ich ging immer hungrig ins Bett, was ich heute nicht mehr könnte. Und spürte jedoch Ergebnisse: Ich nahm ab. Naja, aber nur wieder bis zu einem bestimmten Gewicht, aber fühlte mich sehr viel besser, v.a. auch sportlicher und Sport schüttet ebenfalls Endorphine aus und ist gut für die Gesundheit. Aber ich war stets gesund. Ich verzichtete nicht auf das, was ich gerne aß, nur aß es jetzt frühs oder vormittags nicht abends. Wenn ich ein Stück Kuchen bekam, aß ich es am nächsten Morgen. Ich wusste frühs setzt der Körper nichts so einfach und schnell an, aber abends. Ich war noch nicht ganz mit meiner Figur zufrieden, aber fühlte mich besser als vorher. Dennoch stand ich jeden Tag unter Druck mein Sportpensum zu erledigen, was sicherlich nicht gut war. Und ich aß schon oft nach drei nichts mehr,stopfte mich aber bis dahin mit allem voll, also auch Kekse oder Kuchen nach dem Essen, weil ich ja sonst an dem Tag diese Dinge nicht mehr essen „konnte“.
    Dennoch möchte ich mich zu dieser Zeit und mit diesen Gedanken noch als gesund bezeichnen. Ich bin nicht gestorben, wenn ich mal was gegessen habe, das viele Kalorien besaß oder auch an Festtagen, Geburtstagen habe ich normal und ohne Reue gegessen. Auch abends! Da hätte ich nie auf etwas verzichtet.
    Beim Trinken achtete ich gar nicht darauf, weder beim Alkohol noch bei alkoholfreien Getränken. Ich trank noch genauso viel Bier oder Baileys, Cocktails, Fruchtsäfte, Latte Macchiatos u.ä. ohne irgendeinen negativen Gedanken oder anschließender schlechter Laune.


    Es war einfach ein total unbeschwertes und schönes Leben, wobei man genoss, aber auch verzichtete.

    Ein Vielesser war ich eh noch nie. Also ich habe noch nie in meinem Leben etwas aufgemacht und vertilgt. Von einer Tafel Schokolade aß ich eine oder höchsten zwei Rippen, von Chips ne halbe Tüte, dann war ich voll, Erdnüsse, die ich aufmachte nur zu einem Viertel, Salzstangen höchstens zur Hälfte. Aber das war so. Davon brauchte ich nie mehr. Von einer Torte höchstens mal zwei Stücke, danach war einem eh schlecht. Und schlecht war mir oft, weil ich immer soviel aß bis ich nicht mehr konnte. Ich liebte das Essen und mir schmeckte es einfach. Meine Mutter kochte auch sehr gut. Dennoch auch schon fettig. Es wurde immer eine Einbrenne gemacht und viel Öl verwendet. Auch Sahne oder Käse kamen nicht zu kurz. Aber es schmeckte ja auch super. Ich liebte Käse und Nudeln, absolut lecker. Ich liebte am Essen eigentlich auch immer das kalorienreichste Zeug. Ich liebte Fleisch und Fisch, wenn es ganz knackig war, also kratze auch aus den Pfannen die Einbrenne und fand es total lecker. Ich liebte fette Soßen und die Haut bei einem Hähnchen oder einer Ganz. Nicht dass meine Mutter kein Gemüse kochte oder keinen Salat, also sie kochte auch sehr frisch, aber eben mit viel Öl, Fett oder Sahne usw., was dann dem Gericht seine Leichtigkeit nahm. So nun aber genug zu meiner Story before the whole shit starts.