Erfahrungen und Berichte

Dieses Thema im Forum 'Bulimie Therapie' wurde von Michi gestartet, 5 Juni 2011.

  1. Kiddel

    Kiddel Neu im Forum

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    Hm ja ich muss noch darüber nachdenken ob ich nicht vielleicht lieber zu einer weiblichen, jüngeren Psychologin will, weil meine Geschichte auch relativ viel mit Jungs udn so nen Kram zu tun hat und irgendwie fällts mir gerade bei älteren relativ schwer darüber zu sprechen, da ich mri einbilde, dass es damals einiges anders lief (vielleicht wars auch nur bei meinen eltern so ^^). Irgendwie bilde ich mir immer ein das Erwachsene Niveau haben udn das es vielleicht etwas unangemessen ist darüber zu reden wer jetzt wieder mit wem geschlafen hat, wenn sie anwesend sind :/
  2. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Hä? Hilf mir mal kurz auf die Sprünge: Wer ist anwesend? Deine Eltern? :confused:
  3. Kiddel

    Kiddel Neu im Forum

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    Der Therapeut ist alt und ich glaub irgendwie, dass er deswegen manche Dinge nicht so gut nachvollziehen kann.
    Außerdem sind mir genug Dinge auch schon vor meinen Freunden peinlich... Dann auch noch bei Erwachsenen ähm naja.
    Nein, wenn meine Eltern mti zur Therapie gehen würden :confused: Ich glaub da würde nichts bei rauskommen
  4. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Hm, ich hab jetzt mal drüber nachgedacht, wie das bei mir wär. Ich kann verstehen, dass dir das vor nem alten Herren unangenehm ist, darüber zu reden :D
    Die Frage ist: Was genau erwartest du von dem Therapeuten, was genau brauchst du? Brauchst du zB eine "Vaterfigur", an der du dich abarbeiten kannst und unter Umständen was nachholst oder eher eine weibliche "Vertraute", entweder eine junge, die dich verstehen kann und dir ein bisschen dabei hilft, deine Rolle als junge Frau zu sortieren oder eine ältere, die eher so mama-mäßig ist? Das ist die Grundfrage.
    Falls du eine "Vaterfigur" brauchst und die "jugendlichen" Sachen weniger mit der Therapiearbeit zu tun haben, könntest du ansonsten ja auch zweispurig fahren - also mit altem Therapeut für Therapie und zB diesem Forum hier für die Ratschläge und die peinlichen Geschichten :D
  5. Hummel

    Hummel Neu im Forum

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    an sonnenblume :
    ich würde gern aus diesem Taufelskreis raus kommen!!!!
    Aber ich habe mich nicht unterkontrolle! Hilfe!
  6. Kiddel

    Kiddel Neu im Forum

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    Hmmm, ehrlich gesagt hab ich zwar immer wieder stress mit meinen Vater und er wird wegen Kleinigkeiten sehr schnell extrem Verletzend, aber irgendwie glaub ich nciht wirklich, dass ich so eine Art Vater Figur vermiss oder ob ich da nicht schon so etwas wie einen "Ersatz" gefunden hab ^^.
    Außerdem haben diese 'Jugendlichen' Sachen glaub ich schon extrem viel, damit zu tun. Vielleicht renn ich demnächst zu einem dritten Therapeuten (diesesmal vielleicht mal einen weiblichen), ich hab zwar eine sehr gute Freundin mit der ich über die Sache reden kann(die einzige die es außer meinen Eltern weiß), aber ich will nicht jedesmal wenn ich sie sehe darüber reden, weil ich sie zum einen nicht belasten will zum Anderen nciht unsere Freundschaft darauf verlagern will nur dieses eine Thema zu besprechen.
    Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich was bringt hier meine Kaninnchenverein-Geschichten aufzuschreiben, außer das es ziemlich unterhaltsam wär :D

    @ Hummel, ich glaub das kennen wir alle hier... Der Kontrollverlust, die Hilflosigkeit gegenüber der Krankheit, Enttäuschung. Was man erst feststellt, wenn es zu spät ist ist dass einem die Krankheit das Leben klaut, sich in deinen Kopf ausbreitet und keinen Platz lässt für die schönen Seiten des Lebens. Jetzt musst du dir das ganze zurück dieben. Ist nicht einfachund es wird immer wieder Rückschläge geben aber es lohnt sich!
  7. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    War nur so ne Idee :) ich finds gut, wie du da herangehst und dass du dein Leben und deine Freundschaften davon nicht völlig vereinnahmen lässt. Und dass du dir den Therapeuten genau anschaust und einen suchst, der passt, das find ich auch super :)
  8. Kiddel

    Kiddel Neu im Forum

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    Hab mich jetzt mal nahc welchen umgeschaut, die sich merh auf Esstörungen spezialisiert haben. Eigentlich machen die alle was in Richtung Hypnose-Therapie. Wäre auch mal ganz interessant, gerade wiel ich meine unterbewussten Gefühle nicht so wahrnehmen kann und deshalb eigentlich immer esse ohne hungrig zu sein um diese zu Kompensieren. Aber HYPNOSE? Ich glaub bevor ich mich wirklich dazu entscheide google ich erstmal den Senf, den andere dazu schon abgelassen haben
  9. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Das mit dem Therapeuten und die Frage, ob es der richtige ist, kenn ich. Ich war ja nur mal in Beratung, aber nicht bei einem richtigen Arzt und ich fühlte mich unverstanden. Es war ein ältere Herr, sehr dick oder mega mollig, hatte halt nen kräftigen Bauch und er sagte immer, er kann es gar nicht verstehen, wie man das gute Essen wieder erbrechen kann, etc. Ich weiß nur, dass ich mir immer dachte und heute noch denke, dass mir nut jemand helfen kann, der es selbst durchgemacht hat, der selbst daraus gekommen ist und mir zuhört und mir sein Leben erzählt und, was ihm/ihr geholfen hat. Und ich dachte immer, wie kann ich eine Ärztin finden, die krank war und jetzt andere therapiert, ist wohl schwer. Naja, die Suche hatte ich nie gestartet, aber es wäre auch die einzige Person, also die einzige ärztliche Person, bei der ich eine Therapie angefangen hätte. Wisst ihr, so wie Hannybee, du hilfst mir so stark, wirklich richtig viel und das ist das, was man braucht und kein Arzt, also für mich, kann so gut sein, der weiß, wie man da vorgeht. Und klar, ich denke es geht auchnur, wenn man selsbt schon ein paar Schritte gegangen ist. Und auch viel stark ist und/oder will. Aber ichbin auf dem richtigen Weg und habe momentan meine beste Freundin, in dieser Hinsicht hier gefunden: Dicken Schmatzer an dich, Hannybee :) :) :) :)
  10. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Hm, ich kann verstehen, dass man als Betroffener diese ganzen (echt sau-)blöden Sprüche nicht hören kann. Sowohl der Spruch mit dem "guten Essen" (Michi) als auch der mit der Schokolade (Kiddel) zeigen ja ganz deutlich, dass hier offenbar kein einheitliches geschweige denn gutes Konzept zur Behandlung von Bulemikern existiert (sollten Sie ein stiller, fachkundiger Mitleser sein, der das anders sieht und unter Umständen gute Tipps (Literatur, Konzepte, Einrichtungen) hat, bitte melden Sie sich an und posten Sie das hier! Hier spiegeln sich ja nur subjektive Erlebnisse wider).
    ABER: Das bedeutet nicht, dass nur Leute mit eigenen ES-Erfahrungen helfen können. Klar, man muss da nicht so viel erklären, man fühlt sich sofort verstanden. Die ganze Scham, der Ekel vor sich selbst, alles, was man so mit sich rumschleppt, wenn man mittendrin ist, muss nicht mehr ausgesprochen werden. Aber zum einen ist das genau das Problem: Ihr müsst anfangen, euch klarzumachen, was da mit euch passiert - und das geht am besten, wenn man es in eigene Worte fasst. Und zum anderen: "normale" mitfühlende Therapeuten können da auch sehr gute Ansätze liefern. Man muss sie nur finden.
    Ich hatte das Glück, in einer schwierigen Phase (2 1/2 Jahre nachdem ich mit der ES aufgehört hatte, hatte ich wieder massive familiäre Probleme und wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte) in einer Kurzberatung bei einer älteren Frau zu sitzen, die einfach total sympathisch und bodenständig war. Das war die Frau, die zu mir sagte, dass ich keine Therapie brauche. Diese Frau hatte keine persönliche Erfahrung mit dem, was mir da grad passierte. Aber sie hat mir mit ein paar konkreten Hinweisen den Kopf grade gerückt :)
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  11. Kiddel

    Kiddel Neu im Forum

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    Ok, also nach der gestrigen Sitzung habe ich dann doch beschlossen nochmal bei ihm zu bleiben.
    Ich sehe das so wie HannyBee, eine Therapie macht gerade bei Leuten Sinn die das nie hatten, denn es ist schon so vieles bei mir flasch gelaufen, dass ich teilweise nicht mal bemerke was da nciht mehr "normal" läuft und manchmal hilft das Gespräch mit jemanden, dabei es mal zu bemerken.
    Es war jetzt nicht meinen Therapeut zu verdanken, aber dadurch dass ich mal dauer SMS-Kontakt quasi zu Freunden hatte und ihnen dank dem ständigen "Was machst du gerade" mal aufgefallen ist das ich den ganzen Tag dabei bin meiner Mutter quasi den Arsch nachzutragen und ihre Aufgaben zu erfüllen haben sie mich mal darauf angesprochen. Inzwischen muss ich mich nicht mehr um die Ernährung und Hygiene von meinen kleinen Bruder kümmern und wasch auch nicht mehr die ganze Wäsche, was nicht heißt das ich garnichts mehr im Haushalt mache... Aber es hält mich nicht mehr vom Schlafen ab :D
    Außerdem gehen die viele verschiedene Bereiche mit einem durch. Ich meine jeder weiß, dass viele Dinge bei Esstörungen mit reinspielen und von selbst kommt man einfach nicht auf alles. Therapeuten können einem auch denkanstöße geben, oder sorgen dafür dass man sich mit manchen Sachen mal beschäftigt.
    Aprospos Therapie, gestern durft ich meinenn Psychologen mit einen Wattestäbchen verhauen ^^.
  12. livemylife

    livemylife Neu im Forum

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    Hallo alle! Ich bin neu hier und wollte mal sehen was andere so tun/denken über bulimie. Ich habe es seit 2 jahren und ich versuche seit 5 monaten da raus zu kommen und es hat auch schon toll geklappt einige Zeit aber leider habe ich wieder einen Rücaber kschlag erlitten. Ich fühle mich furchtbar und habe Angst niemals wieder normal Essen/Leben zu können! Ich kann nur an Essen denken, ob ich hungrig bin oder nicht, immer an die nächste mahlzeit und so...Ich liebe gesundes Essen und Sport aber ich komme nicht von den fressattacken und dem darauffolgenden fasten los. Sollte ich mir professionellle Hilfe hohlen? Was empfehlt ihr, Therapeut oder Selbsthifegruppe?
  13. Hummel

    Hummel Neu im Forum

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    Hallo ,
    Ich habe es doch gewagt meine probleme einer freundin zu erzählen ( meiner besten !) aber ich weiß nicht ob es richtig war,weil sie total anders reagiert hat als ich gedacht hatte . sie weiß nicht viel über das was ich habe aber so in die richtung!
    wir haben uns unterhalten ob ich sie mit zum frauenartz begleitung und das ich dann auch mal fragen könnte woran das liegt das ich meine tage schon so lange nicht mehr haben ( seit november) und da meinte ich: ich denke ich weiß woran es liegen könnte !
    sie: naja aber das kann ja nur daran liegen zu wenig essen und so...
    ann meiner reaktion hat sie gewust das sie richtig lag
    sie: bulimie ?
    ich : ja so was in der art...
    aber wir haben nicht viel darüber geredet weil wir in der stadt waren und sie hat auch gar nicht weiter nachgefragt !
    ich weiß nicht war das ein fehler und gleich am nächsten tag habe ichmich zum 1ten mal wieder übergeben ( aber nach serh sehr langer zeit !!!!!!) ich kann mich nicht beheerschen wenn es ums essen geht ich esse viel auch süßes und so ein zeug obwohl ich genau weiß nein es das nicht du hast schon so viel gegessen und eigentlich bist du auch sat aber ich kann nihct wiederstehen ich gehe auch nach dem abendbrot so oft in die speisekammer und hole mir kuchen und so ein kram ich nehm es mir vor nächten tag es anders zu machen aber es scheitert immer uund immer wieder ich habe einfach angst da nie mehr raus zu kommen !!!!!!!!!!!
    früher ( im november ) habe ich frühs 1 knecke mittags 1 müsli und abends wieder 1 knecke gegessen und ich fande mich so schön und habe mich wohlgefühlt und jetzt habe ich so einen scheiß !!!!!!
    WAS SAGT IHR DAZU GEHT ES EUCH GENAUSO ODER HABT IHR EIN PAAR TIPS FÜR MICH??
  14. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Hallihallo,
    @livemylife: Ich kenn das und so ging es mir auch, jetzt ist es nicht mehr so schlimm, aber das ständige Nachdenken, es quält, es hat mich so gequält und ich kann auch heute nicht mehr so essen wie früher. Wenn ich wie damals essen würde, das ging nicht, dann würde ich an meinem schlechten Gewissen zu Grunde gehen. Aber momentan denke ich zumindest nicht 24 Std. ans Essen, es geht schon, dass ich auch mal sage, ich esse erst in ner halben Stunde und habe nicht gleich wieder einen Apfel im Mund und denke diese halbe Stunde nur noch ans Essen und wenn ich voll bin und gegessen habe, auch wieder und wieder und esse immer weiter, auch wenn ich gar keine Hunger habe. Ich kannte eh kein Gefühl mehr dafür, wann ich zu essen habe, bzw. wann ich Hunger habe und wann nicht. Es ist schlimm und alles, mein Leben, das Treffen mit Freunden, jede Party, alles einfach wurde dadurch bestimmt. Ich hasste e smit anderen zu grillen, ich mochte keine Geburtstage mehr und sogar Essen gehen mit Freuden viel mir schwer. Überhaupt dachte ich, dass sich immer nur alles ums Essen dreht, aber nicht, weil ich nur noch daran denke, sondern andere immer bei allem essen müssen. Aber es war alles so quatsch, denn ich war die Verrückte und bin es teilweise heute noch. Wie wärs erstmal mit hier quatschen und sich austauschen, mir hat das schon sehr geholfen, teilweise echt megamäßig :)
    @ Hummel: ja die Angst, es ist schlimm. Man nimmt es sich immer wieder vor, morgen nicht mehr, ich träumte dann schon nachts vom Kotzen, sogar da fand ich keine Ruhe mehr. Und ich hatte einfach immer nur noch Angst vor mir selbst, weil mich die Krankheit so beherrschte und ich machtlos war, zumindest denkt man das. Ich esse auch immer noch über den Hunger, ich esse halt auch sehr gerne und mag oft nciht aufhören und wenn man dann die Option hat es rückgängig zu machen, fällt es schwer es nicht zu tun. Nur die Vernunft, dass man sich, seine Gesundheit und wohl sein späteres Leben kaputt macht, hält mich manchmal ab und ich hoffe bald immer. Und was meinst du mit früher, da als du mit deinem Knäckebrot, etc. wohl Magersucht hattest. Auf die Dauer wäre das auch nciht gut gewesen und v.a. kannst du so keine sozialen Kontakte halten, wenn du dich immer beimEssen weigerst, so ging es mir zumindest. Du solltest schon versuchen mehr zu essen, aber gesund, viel Gemüse, Obst, Salat und das echtviel und dann ist dein schlechtes Gewissen nicht so groß und ab und zu mal was gönnen. Das braucht man um Heißhungerattacken los zu werden. Aber ich weiß, es ist alles nicht so einfach. Ich steck ja selbst noch drin. Auf jeden Fall weiß ich, dass magersucht kein Heilmittel für Bulimie und umgedreht ist. Aber man muss eben seine Ernährung umstellen, aber so, dass man sie langfristig durchhalten kann. Und man wird mehr wiegen, als wie in der Magersucht, das ist auch klar. Und das verschafft einem am Anfang imme wieder RÜckschläge, Depressionen, etc. Aber der Kampf ist hart, aber man gewinnt sein Leben zurück und das ist nicht einfach, aber es ist es wert!!!!!
  15. Kiddel

    Kiddel Neu im Forum

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    So ich melde mich jetzt auch mal wieder hier.
    Hab meine Therapie abgebrochen und dann lange Zeit nichts mehr in der Richtung versucht. Grund war unter anderem, dass ich mich nicht erst genommen gefühlt hab und mir teilweise sogar verarscht vorgekommen bin. Vielleicht sind so neutrale Ratschläge ja ganz gut und so, aber das was mir der Kerl da erzählt, weiß er halt auch nur aus Büchern.

    Na gut, also Therapie ist erstmal nichts für mich, dann hab ich beschlossen weil ich dieses Forum so hilfreich fand es vielleicht mal mit einer Selbsthilfegruppe zu versuchen. Ich bin jetzt bei den Overeatern Anonymous gelandet (OA). Das ist so ähnlich aufgebaut wie bei den Anonymen Alkoholikern, mit 12 Schritte Programm und allem. Auch wenn mir manche der Schritte ein bisschen suspekt vorkommen, geht es da in erster Linie nicht darum sich daran zu halten. Man wird auch zu nichts gezwungen.
    Ich war jetzt gestern bei meinem 1. Meeting. Es sind nciht nur bulimische Menschen anwesend sondern auch welche mit Binge Eating oder Magersucht. Mein 1. Eindruck ist eigentlich relativ positiv. Ich wurde zwar immer wieder gefragt, ob ich was sagen will, wurde aber auch nciht dazu gedrängt. Außerdem gefällt mir das man wirklich auch Menschen vor sich sitzen hat denen man ins Gesicht schauen kann und die wissen wovon sie reden. Ansonsten sind die Treffen auch einfach regelmäßig und man wird immer wieder ermutigt was zu sagen. Vielleicht hilft es auch manchmal schon einfach das man da eineinhalb Stunden hingehen kann und dort nichts isst.
    Die Möglichkeit sich einen Sponsor zuzulegen hat man auch, also jemanden mit dem man sich immer wieder treffen kann, jeder Zeit anrufen kann sich immer wieder austauscht. Ich weiß noch nicht ob ich das mal in Anspruch nehmen will...
    Abschließend kann man noch sagen das es sowohl Treffen mit bis zu 20 Leuten, aber auch welhe nur mti 4 Leuten gibt udn man sich raussuchen kann was einem eher passt.
    Ich geh auf jeden Fall wieder zum nächsten Treffen und wenn ihr noch fragen zur OA habt könnt ihr gerne drauf los schießen.
    Hier nochmal den Link über den ich auf diese Gruppe gekommen bin:
    http://www.overeatersanonymous.de/s...tgzjhgXqHwwYu8N3XvpAgAXchfjKYXr9P&shop_param=
  16. HannyBee

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    Hey, das klingt wirklich interessant :) Ich hoffe, dir gehts damit gut!
  17. Jennsa

    Jennsa Neu im Forum

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    hallo ihr lieben
    ich hätte mal ne frage...
    und zwar war ich heute wieder mal bei meinem neurologen weil ich es einfach nicht mehr aushalte immer depri zu sein.. hatte echt schon ziemlich krasse gedanken.. nja
    jedenfalls hab ich heute zum ersten mal jemanden bzw einem arzt die komplette story erzählt vom essen und brechen und nicht essen, auch dass ich seit ich im sommer blut erbrochen habe es nicht mehr mache und seit dem total am boden zerstört bin wegen zunehmen etc.
    nja lange rede kurzer sinn: er hat mir heute citalopram 20mg verschrieben.. nja er meinte zwar ich soll trotzdem zur therapie aber ka
    etz meine frage. habt ihr schon irgenwelche erfahrungen gemacht mit antidepressiva und bulimie? hilft es was oder bringt es gar nichts?

    lg :)
  18. Reese

    Reese War schon öfters hier

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    Hey, also wenn du Antidepressiva nimmst, solltest du das Erbrechen sein lassen, weil es dir sonst nichts bringt, denn du kotzt sie schließlich wieder aus. Citalopram hab ich auch mal genommen...dauert bissel bis die Wirkung einsetzt....
    Also nimm sie zu einer Tageszeit, wo du weißt, dass du die nächsten 6-7 h nicht erbrichst!! ;)
  19. Reese

    Reese War schon öfters hier

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    Hallo ihr Lieben,

    ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ich in Therapie gehen will, aber irgendwie werden mir ständig Steine in den Weg gelegt. Ich hab den Rehabescheid im Januar bekommen - auf Drängen und Nachfragen bei der zugewiesenen Klinik, haben die erstmalig sich die Unterlagen letzte Woche angeschaut und bemerkt "Hach, wir sind nicht zuständig - behandeln wa nicht, suchen se sich mal ne andere Klinik!" - Das ist so demotivierend. Ich habe immer wieder gedacht "Okay, du bist nicht krank, sonst hätte man vielleicht schneller gehandelt von der Kasse und Reha aus!" .... und vieles mehr....Nun mehr, habe ich mich in Dresden angemeldet zur Diagnostik - war heute 3h zum Diagnostikgespräch - in 2 Wochen muss ich Essprotokolle einschicken und dann hab ich nochmal Gespräch, wo se mir mitteilen, was se mir an Behandlung anbieten können. Ich bin ganz ehrlich, aber ich habe kaum noch Hoffnung. Ich habe so viele Kliniken angeschrieben, mit so vielen Ärzten gesprochen und kaum irgendeiner konnte mir Hoffnung machen auf eine Behandlung innerhalb der nächsten Monate. Muss man erst zusammen brechen oder gesundheitlich so "am Arsch" sein, dass die Ärzte handeln müssen???! ..... Ich bin verwirrt..... ich habe irgendwie die Hoffnung verloren....dann hab ich mal wieder Hoffnung.....dann denk ich, dass die Bulimie bzw. den Alltag den ich hab doch normal ist....es wird doch nicht mehr anders werden, oder???......so viele Gedanken und Fragen .......Kennt ihr das???
  20. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Liebe Reese, warum brauchst du erst jemanden, der dir sagt, dass du krank bist? Glaubst du dir selbst nicht? Die Frage ist eine ganz einfache: Ist das, was du zur Zeit lebst, das Leben, dass du leben willst? Geht es dir gut damit? Soll es so weitergehen?

    Ich sag dir jetzt einfach mal, was ich hier sehe: Hier ist jemand, der verzweifelt darum kämpft, dass verfickt nochmal irgendjemand ENDLICH merkt, wie scheiße es ihm geht. Jemand, der sich körperlich zu Schanden geritten hat, auf der Suche nach Liebe und Wärme. Jemand, der ausgehungert ist, völlig verzweifelt das Leben selbst in sich hineinstopft und diesen ganzen Mist wieder erbricht, all die schlechten Erlebnisse, all die Wut, all die Angst, all die zerbrochenen Träume. All das Unverdauliche, das schwer Verständliche, die Zurückweisung. Jemand, der dafür sterben würde, endlich die Last ablegen zu dürfen, endlich einmal Ruhe zu haben, die Verantwortung und das Leid nicht tragen zu müssen, die das Leben einem aufbürdet. Die perfekte Maske, den wächsernen Mund, der immer noch lächelt, wenn du innerlich weinst, ablegen zu können. Das ist das, was bei mir ankommt, wenn ich deinen Beitrag lese. Das ist das, was ich vor sechs, sieben Jahren war. In dieses dunkle Loch hinein kann ich dir nur sagen: Du bist es wert, dass du dich um dich kümmerst. Du bist es wert, ein glückliches Leben zu führen, zu leben, zu lieben und zu lachen. Nimm dich ernst genug, weiter zu kämpfen. DU hast das in der Hand, was nun werden wird. Du bist kein nasser Sack, den du zum Therapeuten schleppst, da ablädst und den du dann behandeln lässt. Du kannst selber handeln.
    Du hast unglaublich viel Kraft in dir, Durchhaltekraft. Wut, die du nur umdrehen und nicht mehr gegen dich, sondern gegen das, was dich einengt, dich verletzt, dich begrenzt, richten musst.
    Ich sehe hier jemanden, der seinen eigenen Instinkten nicht mehr traut, dem aberzogen wurde, auf seine Gefühle und seine Einschätzung der Lage zu hören.
    Mach dich nicht mehr länger klein und schwach, Reese. Du bist groß und stark und du kannst es schaffen, davon bin ich überzeugt :)
    Du bist krank und du hast ein Recht darauf, dass andere das anerkennen und dir die Hilfe zuteil werden lassen, die du brauchst, um deine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.