Erfahrungen und Berichte

Dieses Thema im Forum 'Bulimie Therapie' wurde von Michi gestartet, 5 Juni 2011.

  1. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Wer hat schon einmal in eine Therapie hineingeschnuppert und kann davon berichten?
  2. Sonnenblume

    Sonnenblume Guest

    Eine Therapie habe ich noch nie gemacht aber als Medizinerin (die auch viele Essgestörte in der Praxis behandelt) kenne ich viele Therapien aus der anderen Perspektive. Ich wusste nicht so ganz, wo ich meinen Beitrag reinschreiben soll, er deshalb gerne an passendere Stellen verschoben werden:
    Wer möchte mit mir zusammen ab dem 1. Juni den Ausstieg wagen? Ich suche eine Person, zu der ich alle mindestens alle 2-3 Tage mindestens Emailkontakt haben kann. Wir könnten uns schreiben, wie wir den Tag überstanden haben und uns gegenseitig motivieren weiterzumachen. Bei Diäten (Weightwatcher) funktioniert dieses Prinzip ja super. Warum also nicht auch bei uns? Ein Versuch ist es wert
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  3. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Hi Sonnenblume, hast du auch Bulimie oder bist eher Medizinerin und willst helfen? Den Vorschlag finde ich auf jeden Fall super, so was hilft denke ich sicher …
  4. Sonnenblume

    Sonnenblume Guest

    Klingt schizophren, aber ich würde mal sagen: BEIDES
    In der Allgemeinarztpraxis, in der ich zur Zeit arbeite, bin ich die Ärztin, die versucht den Bulimikerinnen zu helfen. Doch hinter der “professionellen” Fassade denke ich mir immer “ich verstehe dich so gut, habe es gestern Abend doch selber wieder getan..”
  5. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Das ist ja krass, aber ziemlich cool. Also ich meine du als Ärztin. Weil wenn jemand die beste Ärztin sein kann, dann nur eine, die es selbst durchgemacht hat bzw. durchmacht. Bist du in einer Praxis, die darauf spezialisiert ist oder kommen die auch zu einem allgemeinen Arzt? Interessiert mich voll: Welches Alter haben die denn und eher Jungen oder Mädchen? Dann kannst du doch super Tipps geben, oder? Weil du ja die kranken Menschen kennst, da du dazugehörst, aber auch Tipps dagegen geben kannst, oder? Du merkst ich finde das total interessant …
  6. Flora

    Flora Neu im Forum

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    Ich habe gute und schlechte Erfahrungen mit Kliniken und Therapien gemacht.
    Wobei ich glaube ,das es Einstellungssache ist.meine Therapeutin öffnet mir die Augen und hilft mir Dinge nicht mehr so verzweifelt zu sehen.Sondern als Momentaufnahme.In dem Moment fühlst du dich so,aber Momente gehen vorbei.Die Zeit rast und heilt alle Wunden,man muss nur Vertrauen haben.Vertrauen,Mut und auf dem Teppich bleiben,man darf die Realität nicht verlieren!
    Mir geht es bei der ganzen Sache immer so,das ich in Situationen in denen ich fressen würde sooo viele Möglichkeiten hätte. Zum Beispiel meine Therapeutin oder Freunde anrufen,mich auf einer Party mitteilen,irgendwie sagen "ich glaub ich muss kurz an die frische Luft,kommst du mit?" und dann kurz die Zeit überbrücken oder vielleicht sogar GEHEN! Weg von der Gefahrenquelle,ab ins Kino etc.
    AABER mein innerer Schweinehund oft zu groß ist und ich fressen WILL,obwohl ich weiß wie ich mich danach fühle oder zunehme oder vom spucken halsweh hab.
    Ich sehe das alles jetzt als eine Art Aufgabe (kommt von meiner Therapeutin).Immer wenn dieser Moment kommt ist es meine Aufgabe es UNTER ALLEN UMSTÄNDEN zu vermeinden.Nach dem Motto "Ich will es.Aber es ist nicht real.Es ist die Krankheit",.
    Ich habe seid 2 Tagen (jaa ok is nnicht viel aber wer weiß es kommen ja noch welche :) nicht mehr gefressen geschweigeden gespuckt weil ich mir immer wieder gesagt habe "es ist nicht real".
    Klar liebe ich essen.Aber ich will gesund werden.Man kann nicht IMMER alles haben, ausserdem ist erlaubtes Essen viel leckerer als unangenehmes,peinliches essen.
    Ein Eisbecher mit meiner besten Freundin und einem Plausch über die letzte Party,ist viel schöner als Reis mit Nutella und Käse....ja sowas mampf ich manchmal,schon bitter. Aber das geht vorbei :) bzw. seid 2 tagen hab ich ja nich mehr und ehrlich gesagt vermiss ichs auch nicht. IM MOMENT. das kann sich auch ganz schnell wieder ändern ;) leider
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  7. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Hi Flora, ich weiß, was du meinst. Genau das denke ich mir nämlich bei mir. Ich könnte es nicht einfach lasse, aber dagegen gehen und sofort die "Gefahr" ausschalten, indem man sich eben z.B. mitteilt oder auch sofort etwas unternimmt bevor es soweit ist, nur das Problem ist: Man WILL es manchmal gar nicht, man hat Lust und verspürt ein unheimliches Verlangen alles so schnell wie möglich zu essen und kommt nicht gegen diese Lust an. Das ist ja das Gefährliche und sobald man darüber nachdenkt es doch wieder zu tun, ist es schon zu spät und man steckt darin und ertappt sich bereits beim "Fressen". Ich denke der Körper verspürt so ein riesiges Verlangen, das ist wohl die Sucht. Es ist sehr schwer dagegen anzukommen. Es ist nicht so, dass wir total schwach sind, nur der Körper oder die Seele -keine Ahnung- wollen es und man greift wieder auf dieses Mittel zurück und befriedigt seine Sucht. Ein innerlicher Druck, der dann nachlässt, obwohl wir es aus Vernuft-Sicht natürlich nicht wollten. Seit zwei Tagen!! Ist doch super. Ich weiß, was es heißt eine Stunde auszuhalten, ich habe es früher nicht mal 30 Minuten gepackt, sondern sofort nach einem Anfall wieder angefangen, es war die Hölle und ich fühlte mich nur noch leer, einfach so leer und ausgelaugt, als ob mir jemand oder etwas die ganze Energie nimmt. Ich denke, jeder der darin steckt, weiß was für ein Kampf halbe Tage und v.a. Tage sind. Mhh, das stimmt auch. Ich denke immer, das bin nicht ich. Diese Art, dieses Verlangen, diese Lust und der Wille es zu tun, kommen nicht von mir, sondern von der, die so furchtbar krank ist und mit dem Essen nicht klar kommt. Ich liebe auch essen und ich werde und kann auf keinen Fall auf Süßes, Leckeres und Sündhaftes verzichten, das ist nicht meine Absicht und der Genuss von gutem Essen ist auch etwas wert. Es ist Lebensqualität, die man seinem Körper nicht immer, aber manchmal verweigern sollten. Man genießt eben auch nicht beim Fressen und der Körper weiß, dass er es wieder genommen bekommt, er kann also nicht wirklich davon zehren und fühlt sich nicht wirklich gut. Und ein Körper ist ein wichtiger Teil eines Menschen, über ihn strahlen wir und deswegen sollten wir uns darum kümmern, dass es ihm gut geht, wozu auch der Genuss manchmal gehört, einfach sich etwas gönnen und sich gut fühlen. Was ich schon alles gegessen/gefressen habe, traue ich mich gar nicht zu schreiben, es ist eklig und abartig, und total peinlich, ich schäme mich dafür und zwar zutiefst. Wenn es jemand wissen würde, könnte ich ihm denke ich nicht mehr in die Augen schauen. Ich vermisste es am Anfang sehr und auch immer wieder. Aber ein Leben ohne ist viel mehr wert und viel schöner, es ist der Hammer und wenn man das spürt, will man es nicht mehr und kämpft, man will kämpfen für ein besseres Leben. Nur am Anfang weiß man nicht, wofür man kämpft, aber ich weiß jetzt zumindest schon mal, dass es viel besser ist. Man kann sagen: Ich habe Blut geleckt von einem angenehmeren, unbeschwerterem Leben, in dem ich auch mal genießen darf, wieder aktiv sein kann und ein Leben mit Spaß und Freunden habe. Indem ich weggehen kann, ohne zu denken, nicht schon wieder Eis oder ein Kaffee, sondern ich freue mich auf das Treffen oder das Essen, da es dazugehört und gut tut. Indem ich einfach bestimme und nicht eine Krankheit in mir, die mich kaputt macht und auch mein Leben, meinen ganzen Spaß und alles Freude :)
  8. Sonnenaufgang

    Sonnenaufgang Neu im Forum

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    Hallo ihr lieben, ich bin erst seit vorhin hier angemeledet aber bemerke schon arg viele parallelen:s
    mit klinik hab ich letztes jahr sehr gute erfahrungen gemacht,meine diagnose war anorexie mit einer 3 vorne, jetzt ein jahr später 20 kilo mehr drauf und damit ein verbundener ständiger selbsthass der mich begleitet.. die bulimie ist für mich eine art selbstbestrafung. wenn ich es mir eingestehe, liebe ich essen auch.aber genau das hasse ich auch weil ich mir sehr schwach vorkomme. essen ist für mich ein feind. von dem gedanke konnte mich weder die klinik noch mehrere ambulate therapeuten kurrieren bis jetzt.
    kommt euch das bekannt vor was ich versucht habe zu beschreiben oder geht es mir da ein bisschen anders als euch?
  9. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Gina, wie immer sprichst du mir aus der Seele :( Essen hat v.a. all seine Qualität verloren und ich möchte den Genuss zurück!!!!! Voll fühle ich mich bereits wieder und kann aufhören, aber erst, wenn ich voll bin, aber früher kannte ich gar kein Vollegefühl mehr ...
  10. Sonnenaufgang

    Sonnenaufgang Neu im Forum

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    Ja das stimmt... ich hasse mich auch dafür dass ich das essen nicht mehr wert schätze. meine mama gibt sich immer so viel mühe beim kochen, es gibt bei uns nur gute und feine teure sachen. und ich komm mir jedes mal so schäbig vor wenn ich dann FAs bekomme und alles wieder auskotz ...
    Und wenn ich erst mal am essen bin schlinge ich so schrecklich ! In der Klinik hab ich gelernt ganz arg langsam zu essen und sich zeit zu nehmen und zu schmecken. aber ich überwürze alles immer, schmecke eigentlich nur noch salz ,chili und pfeffer und bin in 2 minuten fertig.
    wie ist es bei euch vom gewicht her ? seit ihr noch im normalbereich oder schon untergewichtig ?
    alles liebe
  11. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Das kenne ich. Wenn vorher klar steht, dass es mega viel oder sehr kalorienreiche Kost gibt, dann denke ich gleich, welche Ausrede gibt es da nicht hinzugehen oder welche Ausrede gibt es, dann nichts zu essen. Total bescheuert, weil man sich eigentlich freuen sollte - auf die Menschen, die Gelegenheit und das Essen. Aber das meine ich ja. Ich will das wieder zurück, ich will nicht, dass mir die Krankheit so viel kaputt macht und das macht sie aber. Die Vorfreude, der Genuss und auch v.a das Treffen mit anderen, was ich absage oder eine Qual ist. Natürlich habe ich da bereits von 100 % vielleicht 10 % zurück, aber es ist immer noch mehr eine Angst und Panik und mit 1000 Vorüberlegungen belastet, dass meine Freude bei den ganzen Sachen noch (!) nicht überwiegt. Aber, das ist das Ziel. Ich will wieder normal und genussfähig leben und es genießen und mich einfach wohl und gut fühlen ohne von Mio. Gedanken und Ängsten und Sorgen gequält werden, die einen nicht mehr strahlen lassen und innerlich auffressen. Zahlen über mein Gewicht will ich gar nicht nennen. ich mag nicht, dass hier verglichen wird, außerdem ist es eh von sehr vielen Faktoren wie die Größe abhängig und außerdem will ich selbst hier keine Zahl stehen haben, die mich wieder unter Druck setzt. Wenn ich es dann in einer Woche sehe und dünner oder dicker bin, freue ich mich oder habe noch mehr Druck und genau davon will ich ja loskommen, also lasst uns das mit dem Zahlen sein lassen. Ich bin weit von der Grenze weg, als ich damals nur noch aus Haut und Knochen bestand und sehe wieder mehr als nur normal aus, also so als ob es mir gut geht und ich auf keinen Fall untergewichtig bin. (Muss ja auch sein, nachdem was ich momentan esse und behalte und ist auch unter dem Aspekt ok so wie es ist.) Und Gina: Ich weiß man will andere nicht enttäuschen, aber man muss sich auch darüber im Klaren sein, dass man es so oder so macht. Wenn man nichts mitnimmt oder nur wenig ist es auf Dauer besser, weil deine Mum lernt weniger zu machen und was bringt es ihr, wenn sie dich irgendwann nur noch im Krankenhaus besucht, weil dein Herz schlapp macht, etc. Ich denke wichtiger ist es, dass sie dich noch lange hat und nicht nur ein paar Jahre und du auch noch nicht in jungen Jahren ein Pflegefall wirst - also krass gesagt, aber ich hoffe du weißt, was ich meine. Jedes Übergeben wird deine Mum früher oder später noch mehr verletzen :( Also momentan kannst du sie nur enttäuschen, aber auf lange Sicht gibt es eine Möglichkeit sie nicht mehr zu enttäuschen und v.a dich nicht. Was du übers Essen, Fressen, Schlingen, Kombinationen, ekligen Sachen etc. geschrieben hast, das ist genau das, was ich auch gemacht habe bzw. mache und was sowas von abartig ist, es ist eklig und schlimm, ich bin dann einfach nur noch in einem Wahn, einfach kein Stück mehr normal und ich selbst. Und ja, es gibt wohl Sachen, für die ich mich so schäme, dass ich sie nicht mal mehr in Worte fassen will und kann. Bereits der Gedanke ist zu beschämend, ich fühle mich dann einfach nur eklig und schlecht für das, was ich manchmal bin und bereits gemacht habe. Kein Stück liebenswürdig und ein toller Mensch. Das ich wieder mehr Oberweite habe, finde ich ganz toll. Ich hatte eine zeitlang fast gar keine Brust mehr und habe mich kein Stück weiblich und erotisch gefühlt. Aber wenn ich zunehme, dann immer überall und ich bin wieder ganz happy über meine Oberweite. Das freut mich wenigstens immer und ich will eigentlich nicht, dass sie wieder weniger wird ...
  12. Sonnenaufgang

    Sonnenaufgang Neu im Forum

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    Ja das mit der Zahl ist vielleicht blöd, tut mir leid dass ich so gefragt hab. aber das gewicht spiegelt auch teilweise wieder wie fortgeschritten die symptomatik ist. deswegen;)

    bei mir ist es so dass meine elten wissen dass ich ES mache deswegen ist es für sie so oder so eine enttäuschung glaube ich.. Ich will es wirklich wieder schaffen ganz bewusst und langsam zu essen. aber leichter gesagt als getan.
    am samstag ging es mir mal wieder so,was mich im nachhinein total traurig macht dass ich so krank denke..
    wir waren in einer diskothek und ich hatte so schrecklichen hunger (oder auch nur lust und gier..) und habe mich die ganze zeit auf McDo danach gefreut.. Ich konnte gar keinen Spaß beim tanzen mehr haben weil sich meine gedanken nur noch darum gedreht haben, wie ich später in den burger beißen werde..... Ich hab mich dann vor mir selber so krass geekelt weil ich mir so gierig vorkam und so einen heißhunger hatte. Danach sind wir dann gott sei dank nicht mal mehr zum Mc gegangen. ich bin immer froh wenn ich von äußeren faktoren gehindert werde meinen FAs eine chance zu geben. aber der heißhunger bleibt ...
  13. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Du, das kenn ich von früher. Mich hat mal eine Packung Nudeln besiegt -.- Das Gefühl werde ich nie vergessen. *knuddel* Aber du kannst das schaffen. Nicht lachen ;) Ja, du!
  14. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Mir ist grad eingefallen, dass ich mal bei einer Beratung war und die Frau hat mich, als ich im Schnelldurchlauf meine Lebensstory erzählt hab (sie hatte nur eine Stunde Zeit), irgendwann nur noch mit runterhängender Kinnlade angeglotzt. Und am Ende der Stunde, in der ich geredetundgeredetundgeredet hatte, meinte sie nur: "Mein Gott, Sie brauchen keine Therapie! Aber was zur Hölle ist Ihnen denn alles passiert??"
    Ich habs erst nicht verstanden, was sie meinte. Wir haben uns dann geschlagene drei Minuten schweigend angestarrt. Und irgendwann dämmerte dann die Erkenntnis: Für mich war das alles völlig normal gewesen, was mir passiert war. Ich dachte immer, ich wär zu schwach fürs Leben. Ich hätte niemals allein erkennen können, dass mein Leben zu viel für jeden wäre.
    Vielleicht hilft euch das ein bisschen, wenn ihr mal wieder denkt: Hey, andere schaffen das Leben doch auch, wieso gehts mir so dreckig?? :*
  15. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Nur mal so ein paar Gedanken:
    Ich bin schon mal gefragt worden, warum ich hier niemanden zu einer Therapie überrede (außerhalb des Blogs). Ich finde, das ist eine Entscheidung, die jeder selber treffen muss, die sehr, sehr privat ist und die ich niemandem aufdrängen werde. Solange mir hier niemand erzählt, dass er lebensbedrohlich unterernährt ist, werde ich niemandem erzählen, was er zu tun hat. Jeder von uns muss seinen eigenen Weg da heraus finden. Und ich sehe diesen Blog und dieses Forum als zwanglosen (!) Austausch, in dem niemand daherkommt und einen "dichtlabert". Ich weiß nicht, wie viele von euch das kennen, aber ich wurde schon immer angefeindet wegen meines Essverhaltens. Erst war es zu viel, dann war es das Falsche, dann war es zu wenig, dann war ich Vegetarier,... und alle Leute kamen an und erzählten (hochnäsig -.-) wie ich das richtig zu machen habe, was mir fehlt und was ich tun muss.
    So ein Mensch möchte ich für euch nicht sein. Ich denke, ihr habt davon genug um euch herum.
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  16. Kiddel

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    Also ich war letzte Woche für ein Beratungsgespräch beim Psyachter.
    Ich muss sagen, er persönlich hat ehrlich gesagt schon bie mir (entschuldigt den Ausdruck) verschissen. Ich versuche mich ohne Zucker oder Weizen zu Ernähren (Nein ich esse nicht zu wenig gib bessere alternativen als weizen ;)) . Er meinte mir erzählen zu müssen das wenn ich mir jeden Tag Schokolade erlauben würde nur 4 Stücke oder so, dann würde mir das bestimmt helfen... Ähm ja nope
    Aufjedenfall hat er auch gemeint das ein Psychologe vielleicht besser für mich wäre udn das mein momentaner Leidensdruck nicht so groß sei das er mir direkt Medikamente verordnen würde. Find ich auch besser so. Kann ich auch noch in ein par Monaten versuchen, aber ich will es erst mal ohne Schaffen.

    Lustiger Zufall:), gerade als ich den Eintrag verfasse ruft mcih der Psychologe an. Der kennenlerntermin ist diesen Donnerstag.
    Ich hoffe das es bei ihm besser passt. Würd mir ja schon helfen wenn er keine blauen hat ^^
    Ich werde hier nochmal was reinschreiben wenn ich noch ein par Termine hatte. Ich hoffe wirklich das es was bringt.
    Fühlt euch geknuddelt ^_^
    Grüße Kiddel
  17. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    -_________________________-'' ja, genau :D Schokolade macht doch glücklich.. xD
    Dass du dich ohne Zucker und Weizen ernährst, find ich persönlich ziemlich gut. Ich kann Weizen auch nicht so gut vertragen und es gibt ja wirklich genug Alternativen (luv Dinkel *.*).
    Ich habs ja schon mal an anderer Stelle geschrieben: Wenns menschlich nicht passt, nicht aufgeben, sondern weiterziehen. Man mag ja auch nicht jeden auf der Straße. Warum sollte das bei Therapeuten anders sein.

    Bin schon gespannt, was du noch erzählen wirst :)
  18. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    @ Kiddel: Naaa, hast du den Pschologen kennengelernt? :) Der Termin müsste ja jetzt gewesen sein, oder?
  19. Kiddel

    Kiddel Neu im Forum

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    Hatte bis jetzt 2 Termine mit dem Herrn. Also bis jetzt war es eigentlich erst so vorstellung von mir udn was ich denn denke, warum mein Verhalten so ist...

    An sich find ich ihn ja ganz nett, aber manche Themen die eventuell doch auch ncoh eine Rolle spielen mit ihm zu besprechen fällt mir doch eher schwer :/ Ansonste hat er mir bis jetzt noch ein par hefte usw mitgegeben und ich und meien eltern durften diverse Fragebögen ausfüllen. Außerdem wollte er alle meine bisherigen Zeugnisse haben usw...
  20. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Ja, das kann ich mir vorstellen. Das ist ja von null auf hundert Seelenstriptease... hoffentlich wird das was Gutes :)