Die Mutter-Tochter-Frage

Dieses Thema im Forum 'Bulimie Erfahrungen & Diskussionen' wurde von HannyBee gestartet, 8 August 2011.

  1. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Ich hab schon öfter gelesen, dass viele "Experten" sagen, dass Essstörungen (teils) ausschließlich auf Mutter-Tochter-Konflikte zurückzuführen sind. Um ehrlich zu sein, finde ich, dass das zu einfach gedacht ist. Insbesondere wird mittlerweile ja auch diskutiert, ob sowas genetische Ursachen hat oder Stoffwechselprobleme als Ursache eine Rolle spielen. Was man natürlich nicht aus dem Auge verlieren darf ist, dass mangelndes Konfliktlösungsverhalten der Eltern (!) das Kind in der Entwicklung beeinflussen kann. Aber wer sagt, dass hier die Mutter die ausschlaggebende Rolle spielt? Weil sie ein Rollenvorbild sein soll? Und hat schon mal wer untersucht, welchen Einfluss es hat, wenn der Vater der Tochter sagt, sie sei ganz schön dick geworden?
    Was denkt ihr?
  2. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Ich glaube nicht an den Mutter-Tochter-Konflikt oder wie du eben meinst, es ist zu einfach. Natürlich KANN es die Ursache sein, aber ich denke genauso kann der Vater-Tochter oder Vater-Sohn Konflikt ausschlaggebend sein. Ich kenne ja auch Männer, die darunter leiden und da denke ich, hatten beide Eltern-Teile eine Basis gelegt ... Ich denke, es kommt darauf an, dass man Konflikte diskutiert, dass man Dinge ausspricht, dass man sich wohl fühlt, nicht überfordert, aber auch nicht unterfordert wird und einfach den gewohnten Gang der Entwicklung geht mit allem, was dazu gehört. Und alles, was diese Entwicklung stört, wirkt sich oder kann sich negativ auswirken.
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  3. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Zuerst einmal: Puuuh, da hast du es ja auch ganz schön mit der Schicksalskelle gekriegt...

    Ich werde dir jetzt sagen, was dein Gehirn dir auch sagt:
    Dein Leben ist aber nicht anders verlaufen, es bringt nichts, sich darüber Gedanken zu machen, was hätte gewesen sein können.
    Dazu brauchst du aber nicht mich, dazu hast du deinen Verstand. Und dem sagst du dann wahrscheinlich, wenn er damit ankommt: Jaja, ich weiß. Aber... es gibt da diese Idee, diesen Traum. Und der quält dich. Du vergleichst das Leben, dass du hast, mit dem, was du gehabt haben könntest. Und das kann nur schief gehen. Ich habe das jahrelang gemacht, immer mit der Folge, dass, egal, was war, nichts jemals gut war.
    Lass das mal auf dich wirken. Wenn du immer diese Maßstäbe im Kopf hast, wie "man" sein Leben richtig leben müsste (woher kommen die?), dann ist dein Leben ewig defizitär. Und das hat es nicht verdient :)

    Und jetzt für deinen Bauch:
    Ich kann nur mutmaßen, aber für mich klingt das zwischen den Zeilen so, als wärst du halb verzweifelt, aber im Hintergrund waaahnsinnig wütend. Was gärt da in dir?
    Du warst auch die, die geschrieben hat, dass ihre Mutter es nie erfahren darf und die nicht nein zum Essen-Mitnehmen sagen kann, weil deine Mutter sonst traurig ist. Korrigiere mich, wenn ich da falsch liege:
    Aber warum fühlst und denkst du für deine Mutter mit?
    (Ich stelle diese Frage, weil ich sie mir selber oft gestellt habe, ich war in der gleichen Situation, hab mich ständig in andere eingefühlt und versucht, ihnen nur jegliches Leid zu ersparen.)
    Das ist eine erwachsene Frau und die hat einen Mund, um zu sagen, was los ist. So wie es sich anhört, wohnst du auch in der gleichen Stadt?
    Du schreibst zwar, es gibt keine Konflikte bei euch und ich will auch nichts hindeuten, wo nichts ist, aber ich geb dir mal ein Zitat mit: "So wird das Kind "weich vergewaltigt", oft bis weit über die Pubertät hinaus; seine Eigenimpulse werden erstickt in der einhüllenden Watte mütterlich besorgter Liebe."
    Auch das kann schlecht sein.
  4. Kiddel

    Kiddel Neu im Forum

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    Ich glaube nicht das es allein am Mutter-Tochter-Konflikt liegen kann. Natürlich spielt der auch stark mit rein, allerdings glaube ich eher das es die Mischung macht. Ein bunter Mix aus Faktoren, die schon seit Geburt an vorhanden sind (komische Synapsen im Hirn und über/unter Ausschüttung von Hormonen), die Familie, Erziehung, Vernachlässigung, falsche Freunde, andere negative Erfahrungne, etc.
    Aber warum ausgerechnet die Mutter der auslöser sein soll... Der Vater kann es genauso gewesen sein und außerdem hab ich mal gelesen das in vielen Fällen von Bulimie sexueller Missbrauch vorausgegangen sein soll.
    Aber irgendwo kann ich das ganze verstehen. Meine Mutter hat auch ein ziemlich gestörtes Verhältnis zum Essen und kriegt auch manchmal Fressanfälle. Ich hab sie nie darauf angesprochen. Hinzu kommt das sie ziemlich übergewichtig ist(liegt aber anscheinend nicht an den Genen...). Ich weiß noch wie ich sie früher immer angesehen hab und mit ständig sagte so will ich nie werden.
  5. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Ach, wisst ihr, ich glaube es gibt wenige Menschen, Kinder, die sorglos groß werden. Es gibt immer Faktoren und wenn nicht langt schon der Teenie-Stress und die ganze Gesellschaft. Wer würde nicht gern bei TOpmodels mitmachen und gewinnen. Liegt doch auf der Hand. Und irgendwann hat jeder mal Stress. Und mit ein bisschen Unwohlseinfühlen, Problemzonen hat doch jeder, ist man schnell da drin. Ich würde nicht immer versuchen, auch als Therapeut in der Vergangenheit zu kramen, weil was eben vorbei ist, ist vorbei, mal darüber reden, falls dies noch nie geschehen ist, tut gut,klar, aber ansonsten sollte man die Zukunft angehen und genau das hat mich bei meinen Gesprächen mit so einer Art Hilfe, so einem Mann, gestört. Ich kannte meine Vergangenheit, meine Auslöser, ich weiß alles, aber nein, da fängt man immer wieder an und das ist schlecht an der Therapie, man muss immer auf das gegenüber eingehn und die gehen oft nach Schema F vor. Hilft manchmal sicherlich, aber manchmal auch nicht und genau da muss die Erfahrung her. Und deswegen meine ich, sollte man in die Zukuft gehen und ddahin setzen und veruchen jetzt was zu ändern, damit sich eben die Krankheit verändert, also weggeht, bzw. man selbst stark genug wird sie zu besiegen ...
  6. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Hm, also ich seh das differenzierter:

    Ich denk auch, dass das Leben an jeden einzelnen von uns krasse Anforderungen stellt, die an uns zerren (und nein, ich finde Topmodelsein scheiße :D ich habs lieber, wenn anerkannt wird, was ich kann als wie ich ausseh, weil Können was mit eigener Leistung zu tun hat und diese Art von Aussehenshype genetisch angesetzt ist bzw. operativ).

    Ich bin davon überzeugt, dass der (erlernte) Umgang mit den Aufgaben das Problem bei dieser Art der Krankheit ist. Ich wusste nicht, dass man schwierige und schlimme Dinge erleben kann, sie durchleben kann und dass es irgendwann wieder aufhört, weh zu tun. Ich wusste nicht, was "normal" ist (auch schon vor der Krankheit nicht), weil bei mir zu Hause ein paar merkwürdige Regeln herrschten. Ich wich meinen wahnsinnigen Gefühlen aus, weil ich Angst hatte, würde ich sie einmal zulassen, einmal das Tor öffnen, würden der ganze Hass, die Wut, die Trauer, diese elende, bohrende Melancholie über mich hereinschwappen und ich würde alles zerstören. Ich dachte, wenn mir klar wird, was gerade mit mir passiert, dreh ich durch.

    Einerseits hast du mit Sicherheit recht: Nichts ist deprimierender als die Aussicht, die nächsten zehn Jahre jeden Dienstag heulend aus der Therapie zu gehen, weil man mal wieder erklärt bekommen hat, wie scheiße das eigene Leben war. Da stimme ich dir vollkommen zu, das is Quatsch. Vor allem berücksichtigt es nicht das eigene Tempo: Du weißt am besten, wann es Zeit für ein Thema ist, du musst nur aufmerksam sein.

    Andererseits liegt in dieser Vergangenheit eine Menge begraben. Ich zB bin mir dessen bewusst, dass mir ne Menge passiert ist, was ich noch nicht alles emotional verarbeitet habe. Klar, ich kann darüber erzählen. Das sind aber nur Worte. Das Drüberreden ist nicht das Wichtigste. Wenn du deine Geschichte so kalt erzählen kannst als würdest du nur erzählen, du wärst grad beim Bäcker gewesen, ist das keine "Heilung" und du gehst damit nicht wirklich um. Du drückst es nur runter. Das habe ich lange Zeit gemacht. Ich hab alles analysiert, durchdacht, aber nie zugelassen, dass ich an die Gefühle herangehe, die weiter brodelten. Darum sind meine ersten Ausstiegsversuche gescheitert. Ich wollte nur vergessen und hab gedacht, wenn ich lang genug drüber nachdenke und die Mechanismen erkenne, kann ich das mit meinem Willen kontrollieren. Pustekuchen. Teile von mir sind dabei auf der Strecke geblieben und die haben das ganze dann aus dem Unterbewusstsein torpediert. Mein mich zerfressener Hass, meine verzehrende Wut, die Tatsache, dass ich alle und alles zum Kotzen fand (ja, nicht umsonst Ess-Metaphern :)) haben weiter "gearbeitet" und ließen mich mehr oder minder schnell wieder in der Krankheit landen.

    Wie kannst du nun aber auseinanderhalten, ob ein Ereignis "verarbeitet" ist oder ob es noch tobt?

    Mach folgendes Experiment: Such dir eine Situation in der Vergangenheit aus, die dich stark belastet hat und geh da gedanklich ganz rein. Stell sie dir so vor wie sie war und das wichtigste: Lass die Gefühle kommen. Du kannst unterscheiden, ob das ein Gefühl von "ja, das war echt schlimm, ich Arme, wie gut, dass es vorbei ist", es sich also "abgeheilt" anfühlt oder ob du dem innerlich ausweichst, dir Vorwürfe machst oder emotional lieber gar nichts zulässt. Und wenn du unangenehme Gefühle empfindest, lass sie um Gottes Willen zu! Du wirst wieder aufhören, zu weinen, wenn es gut ist. Aber diese Trauerarbeit ist ungeheuer wichtig.

    Der verletzte Mensch in uns, der diese Situationen damals durchgemacht hat, hat ein Recht darauf, dass wir ihn ansehen, ihn ernstnehmen und nicht sagen: Jetzt stell dich nicht so an, das sind doch alte Kamellen, das ist Vergangenheit, wir wollen aber in die Zukunft schauen.

    Bei mir ist das so, dass ich nicht chronologisch da herangegangen bin, sondern dass die Themen von sich aus kamen. Das, was offenbar am wichtigsten war, tauchte dann auf. Man muss nur aufmerksam sein. Zum Beispiel machte es mich traurig, wenn ich Väter mit ihren Kindern gesehen habe - mein eigenes Vater-Thema. Einmal zulassen, was ich als Kind für Wünsche und Träume hatte, was ich glaube, verpasst zu haben. Einmal wirklich tieftraurig sein, weil mein Vater nicht das war, was ich mir gewünscht hatte. Einmal über das was-wäre-gewesen-wenn träumen und weinen, über eine lange Zeit der Trauer, der Einsamkeit und des Auf-sich-gestellt-seins.

    Vor einiger Zeit fiel mir dann auf, dass ich "zufällig" immer Filme sah, in denen Alkoholiker eine Rolle spielten (keine Ahnung, ob das Zufall ist, oder ob es einem erst auffällt, weil man damit ein Problem hat). Ich habe mich lange, lange, lange Zeit geweigert, mir einzugestehen, dass einer meiner Angehörigen ein ernsthaftes Alkoholproblem hatte und noch immer hat. Daraufhin hab ich mir ein Buch über Co-Alkoholiker gekauft und ganz viel von mir darin wiedergefunden. Die Mechanismen sind echt krass, viele erinnern mich an Bulemiker-Familien.

    Für mich hat mit dem intensiven Bearbeiten meiner emotionalen Probleme und später dann dem Ablegen der Krankheit der Prozess nicht aufgehört, ein Prozess, in dem ich immer mehr zu dem werde, der ich wirklich bin. Er ist noch immer in Gang und ich denke, das wird ein Leben lang nicht aufhören, denn wer ich bin, verändert sich ja auch täglich: Ich lerne dazu, ich umgebe mich mit anderen Menschen,...

    Aber, um den Kreis zu schließen: Jetzt weiß ich, wie ich mit den Aufgaben des Lebens umgehen kann. Ich habe gelernt, dass Schmerz und Trauer mich nicht umbringen, dass das Sprechen über die eigenen Gefühle und das Ziehen von Grenzen sauwichtig sind und niemals zurückstehen sollten. Ich habe gelernt, dass man NEIN sagen muss, wenn man nicht vor die Hunde gehen will. Ich habe auch gelernt, dass ich sagen muss, was ich WILL. Niemand kann das erahnen, ich muss es mitteilen. Und ich arbeite noch heute an den Themen meiner Vergangenheit, je nachdem, wie sie kommen. Das ist eines der wunderbarsten Gefühle geworden: Trauern, wirklich drüber heulen, aber auch, dass es irgendwann aufhört und man spüren kann, wie in einem etwas heilt, etwas abgeschlossen wird, was eine alte und lang verborgene Wunde war.

    So seh ich das mit der Vergangenheit.

    Und nu happy easter, ist ja immerhin Auferstehungsfest und Neubeginn und so :)

    Und wenn ihr die Süßigkeiten fürchtet: Packt sie ein, bringt sie zur Tafel, ins Altenheim und tut damit was Gutes!

    Bis heut abend dann beim Ostersport! :) :*

    *edit @Michi: Grad 29. Woche - Wut gelesen. Glaubst du, deine Gefühle waren vorher in Unordnung und dann kam die Krankheit oder glaubst du, es ist umgekehrt? Hat dir eigentlich schon mal jemand gesagt, dass du verdammt noch mal scheißewütend sein darfst und dass du nicht immer die liebe, lächelnde, friedenstiftende Michi sein musst? :D
  7. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Mhh, es ist schwierig, was zuerst da war. Weil mit der Krankheit zusätzlich und parallel andere und/oder ähnliche Gefühlsausbrüche und Gefühle einhergehen. Ich denke, man kann es nicht richtig sagen und fest machen. An die und v.a. das erste Mal kann ich mich nicht erinnern und ich weiß nur, dass es anfangs schlecht klappte. Aber ich denke begründet war es in einem Wunsch, einen Vater zu haben, weniger Verantwortung in der Familie, v.a. als die, die immer alles packt und bei der alles in Ordnung ist, da man sich ja nie um mich Sorgen machen musste, also eine Art Aufmerksamkeitsdefizit und ein bisschen mit dem Gefühl, dass ich doch eigentlich vernachlässigt werde und ein kleines bisschen vielleicht, dass ich gerne dünner gewesen wäre. Aber auch das sehe ich von Monat zu Monat ein bisschen anders, aber es ist krass, dass ich mit dir immer wieder sehr viele Parallelen finde, wie mit dem Vater ...
  8. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    UND noch was: Ich habe es gerade mal gelesen, krass, wenn man Worte liest, die man ind er Vergangenheit geschrieben hat und man echt nicht mehr weiß, was da los war. Ich denke, dass man natürlcih Wut empfinden darf, nur dass diese Art der Wut, der Verzweiflung, des Selbsthasses nicht normal ist, war und auch keinem gut tut,tat. Es klingt schlimm und ich weiß noch, ich war damals ein schrecklicher MEnsch, keiner, mit dem man gerne was unternahm, obwohl das keiner richtig bemerkte, nur die Engsten und mein Freund. Also so viel dazu, ich denke, man darf extreme Gefühlsausbrüche haben und muss sie leben, aber man darf nicht gemein sein zu Menschen, v. a. unbegründet und das war ich. Ich hatte ein totales Chaos in mir und mir war so viel egal, aber gleichzeitig bereute ich wieder alles, ich fühlte mich einfach nur total down, ich war fertig un dkraftlos und ließ es mit an anderen aus, nicht nur an mir ...
  9. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Ja, das kenne ich. Ich schau ja grad meine Tagebücher durch und ich finde meine extremen Gefühle darin auch wieder. Nur seh ich das anders: Damals waren diese Ausbrüche meine einzige Möglichkeit, mit meinem Leben umzugehen. "Normal" mag es nicht sein, aber es war meine einzige Chance zu überleben. Ich nehme mir also nicht auch das noch übel ;) Bei meinem Bruder hab ich mich deswegen auch mal entschuldigt, der wusste aber nicht mehr, was ich meinte - er hatte das komplett vergessen. Das mit dem unbegründeten Gemeinsein kann ich darum nicht so beurteilen - klar, wenn ich krass Unterzucker hatte, bin ich auch so unendlich megareizbar gewesen, dass es echt schwierig war, nicht jede Sekunde zu explodieren, vor allem, wenn mein Kreislauf Disco machte und ich nur noch am Zittern war. Wenn man dann noch quer durch die Stadt geschleppt wird, könnte man echt töten. Aber weißt du wirklich, wie schlimm das für andere war? -> siehe mein Bruder. Mir tut das bis heute leid, er hats vergessen...
  10. LuckySmile751

    LuckySmile751 Neu im Forum

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    So ein Schwachsinn! Diese "Experten" die sich ach so gut mit der ES und ihren Ursachen auskennen..aber selber noch nie im Körper eines essgestörten Mädchens gesteckt haben..puhh. Also mir kann keiner sagen, dass bei allen die eine ES haben die Eltern insbesondere die Mutter eine Rolle spielen. Bei mir z.B ist die Ursache gesellschaftsbedingt, das Umfeld, die Veränderung als Teenager, das Schönheitsideal eines Schlanken Körpers. Ich habe ein sehr enges und gutes Verhältnis zu meiner Mutter. Es kann natürlich sein, dass ihr schlanker Körper auf das dünne Ideal in meine Kopf abgefärbt hat, kann sehr gut sein, unterbewusst, aber mit einem Konflikt hat das gar nichts zu tun.