Das erste Mal

Dieses Thema im Forum 'Bulimie Blog' wurde von Michi gestartet, 29 Mai 2011.

  1. painter

    painter Neu im Forum

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    Seit gestern nachdem ich mich ausgeloggt habe, hab ich mich schon wieder gefreut von euch zu lesen. Danke, das ist grade echt schön für mich. Weil ich eben auch alleine bin. Und ja Piso, ich hab schon sogenannte beste Freundinnen (2), aber wenn ich mal ganz ehrlich bin, sind die eben da, wenn sie MICH brauchen. Wenn ich ein down habe (sie wissen nichts von meinen Attacken), dann ist eben niemand da. Klar, ich zieh mich wohl auch zurück, aber es würde oft ja schon einfach helfen, mit jemandem weggehen zu können und auf andere Gedanken....aber wem erzähl ich das, ich denke, ihr kennt das alle, oder?!
    Das ist echt krass mit deinem Ex. Und wenn man das so schön pragmatisch sieht, sag ich, das ist er nicht wert, dass du dich für ihn kapputt machst. Wenn ichs aber emotional sehe, dann wünsche ich dir soooo sehr, dass er ganz schnell keine Rolle mehr in deinem Leben einnehmen kann.
    Ich glaube, du bist an einer Zeit, in der du noch aussteigen kannst. 1 1/2 Jahre ist zwar lang, aber noch nicht verloren. Was kann ich aufbauendes sagen....hast du schon über Therapie nachgedacht?
    Ich hänge in diesem Sumpf seit ich 17 bin. Angefangen mit Magersucht, umgestiegen zur Bulimie und nie mehr "normal". :( Krass, das so aufzuschreiben. Welch Zugeständnis für mich selbst grade....
  2. painter

    painter Neu im Forum

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    Ich hoffe das ist nicht zu egoistisch, wenn ich hier immer von mir rede....:confused:
  3. Piso

    Piso Neu im Forum

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    Ist echt so wenn man hier Nachrichten erhält Denk ich auch immer nur... Schön dass ich nicht alleine bin Ber schade dass es im wahren leben so ist :(
  4. painter

    painter Neu im Forum

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    ja, das stimmt. meinst du, das wäre anders, wenn wir auf der stirn stehen hätten, ich habe bulimie.? nein, vermutlich nicht. ein "normales"leben würde das ändern. sich und die umwelt nicht ständig belügen zu müssen....
  5. Pepsy

    Pepsy Neu im Forum

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    Wisst ihr wenn wir einen stempel auf der stirn hätten ,,Bulimie krank,, würden sie uns behandeln wie aussätzige, wie aliens oder ansteckend kranke menschen. Dann hätten wir den Status Mensch in deren augen verloren. Und somit beibt uns nur unsere Einsamkeit als Bulimie kranke und nach außenhin das normale leben in dem es um spaß geht, freunde u zusammengehörigkeit und sobald wir daheim sind lassen wir unsere maske fallen und sind wieder einsam und allein. Ich kenne das zu gut.
  6. score104

    score104 Neu im Forum

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    Mein Wort zum Sonntag richtet sich an die Situation von Painter , was nicht heißen soll , daß mir alle Anderen egal sind.

    Ich bin 36 Jahre Alt , habe über 10 Jahre nichts abstrakter gefunden als nur die Idee , daß sich mal was ändern könnte. Auch ich hatte Schicksalsschläge über die ich heute kaum reden kann. Jedenfalls konnte ich mir bis vor 2 Jahren nicht Vorstellen , ein anderes Leben zu führen , und eigendlich wartete ich nur noch auf den Körperlichen Tot. Meine Seele war ja schon längst leblos. ..... Aber wir sind geboren um zu leben (ist ein scheiß Satz , weil er an diesen Song erinnert ) , aber er ist wahr ! Ich verstehe deinen Kummer und denk mir , Du brauchst dringend etwas , wofür es sich lohnt zu Kämpfen. Die Welt da draußen ist voll von Menschen , die sich freuen würden, Dich zu kennen. Es gibt auch so viele Dinge die nur darauf warten , von Dir genutzt zu werden , ......auch wenn Du Dir das momentan nicht einmal vorstellen kannst.
    Ich bin kein Fachmann , aber ich habe Emotionen die mir bei Dir sagen , Du brauchst Freunde ,du mußt am Leben Teilhaben um zu sehen , das die Sonne auch für Dich scheint.
    Die Bulimie ist Da , akzeptier erstmal , das sie Dir irgendwie Hilft (Du weißt wie ich das meine) ,aber versuch sie zur Nebensache zu machen. Um die Bulimie mußt Du dich nicht kümmern , damit meine ich , daß sie so oder so da ist, und Du sie sowiso nicht vernachlässigen kannst. Die meldet sich von ganz allein. Also versuch einen Teil deiner Energie für den Rest zu nutzen , der DICH ausmacht. Allein die Freude an anderen Kleinigkeiten ist schon ein Schritt in ein anderes Leben. Und das brauchst Du! Gruß -SCORE104-
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  7. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Leute, lest eure Postings mal sehr aufmerksam: Es geht immer um Kontrolle. Noch mehr Kontrolle, noch mehr Stricke, die einen zusammenhalten, mehr Wachs für die wächserne Maske auf dem Gesicht, die grinst, während es innen weint...
    Es ist so viel Angst hier, Angst, nicht geliebt zu werden, Angst, sich jemandem anzuvertrauen. Und die Gegenreaktion ist: Noch mehr Kontrolle. Noch beherrschter, noch braver, ... wo soll das hinführen?
    Das ist ein Teufelskreis, denn damit hat es doch mal gestartet. Einem Unwohlgefühl, der Einsamkeit. Dem Gedanken, dass man wenigstens sich selbst unter Kontrolle hat, wenn die Welt schon völlig unberechenbar ist.
    Und nun versucht ihr, mit dem gleichen Mittel - der Kontrolle - das wieder abzuwürgen, was da in euch tobt. Ich glaub, Score hat das super in Worte gefasst: Das seid ihr, die da tobt. Da ist so viel Wut und Emotion und Leben in euch, dass ihr Angst kriegt, dass dieses wilde, leidenschaftliche Wesen da in euch eines Tages hervorbricht, alle zusammenschreit, dem Scheißchef eine klebt und der Mutter sagt, was es von ihr hält.
    Das aber seid ihr und ihr habt jedes gottverdammte Recht, so zu sein und es auszuleben.
    Ich war lange Zeit auch so. Ich hatte furchtbare Angst, dass die Welt in Stücke bricht, wenn man sagt, was man will, dass alle sich abwenden. Sowohl die Welt als auch ich haben es überlebt ;) Das sind alte Verhaltensmuster, die ihr mal gelernt habt. Ihr habt gelernt: Wenn ich "böse" bin (was davon abhängt, wie eure Eltern euch haben wollten), sind andere traurig. Weil ihr von ihnen abhängig wart (Kinder halt), war das für euch lebensbedrohlich. Die meisten von uns haben eh eine zu dünne Haut und trennen nicht zwischen eigenen Gefühlen und dem, was andere fühlen. Wir nehmen die Gefühle anderer zu nah und zu extrem wahr. Das ist auf der einen Seite gut, es kann einen sehr empathisch machen und mitfühlend. Auf der anderen Seite ist das schlecht, wenn es euch zerstört.
    Lasst das nicht zu.
    painter und score104 gefällt dies.
  8. painter

    painter Neu im Forum

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    Danke Score für die Worte und du hast sie so gut getroffen, weil du soo recht hast. Und genau das versuche ich auch immer, aber leider endet es immer in Anstrengung. Ich will fröhlich sein, lachen und am Leben teil haben, aber wenn ich dann alleine bin, find ich es nur anstrengend und überlege immer wieder, ob ich das tatsächlich gefühlt hab, dass ich für ein paar Momente einfach mal lachen konnte. Und dann kommt es mir so aufgesetzt vor.
    Ja, ich weiß einfach nicht mehr, was ich eigentlich fühle.
    Und nachts in meinen Träumen holt es mich dann ein und ich weiß, dass meine Gefühle nicht schön sind, weil ich mich in meinem Träumen (die meistens nicht positiv sind) nicht belügen kann.
    Ich will nicht schon wieder rumjammern, sorry. Ich will normal leben. Oder besser gar nicht mehr leben, dann brauch ich mir die Frage nie zu stellen, bin ich glücklich, oder nur aufgesetzt?
    Gott, wie ich meine Worte selbst hasse....
    Was ist mit dir? Bulimie? Oder was hat dich so aus dem Leben gerissen, über das du fast nicht reden kannst/willst?
  9. sabrina

    sabrina Neu im Forum

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    ich habe gestern lange mit einer Freundin telefoniert, die weiß wie es um mich steht. Wir haben jetzt einen Deal vereinbart. Ich nehme mir jetzt immer tagesweise vor, nicht zu kotzen und mich normal zu ernähren. Und jeden Abend muss ich ihr berichten, ob es geklappt hat. Ich bin bedingungslos ehrlich zu ihr, und würde sie auch nicht anlügen. Und da ich sie nicht enttäuschen will, werde ich es auch durchziehen. Heute habe ich wieder mit dem gedanken gespielt, alles auszukotzen, aber dann musste ich an unseren Deal denken und habe es allein dadurch geschafft, aus der Küche zu gehenm und mich irgendwie anders abzulenken und zu beschäftigen. Was mich aber noch vielmehr geschockt hat, war der Gedanke, dass ich nie wieder Eis essen kann, weil ich ja jetzt nicht mehr kotzen darf. Ich habe ja keine Fressanfälle, aber es ist oft so, dass ich mir denke: Okay, ich esse jetzt das Nutella Brot und kotze es danach wieder aus. Und ohne das Wissen, dass ich danach kotze, könnte ich es nicht essen. Und da ist mir bewusst geworden, wie krank ich doch eigentlich bin. Dass ich nicht kehr essen kann worauf ich Lust habe. Eine Freundin wollte mir aus Amerika Süßigkeiten mitbringen, die ich da immer gerne gegessen habe..jetzt weiß ich, dass ich diese Süßigkeiten nie anrühren kann, wenn ich danach nicht kotzen kann. Die Krankheit ist über die Jahre hinweg zu einem ständigen egleiter, was schon wie ein Freund geworden..und einfach Schluss machen ist eben doch nicht so einfach. So bescheuert es klingt, durch sie habe ich ein Stück "Freiheit" gewonnen, weil ich ein Stück Kuchen genießen konnte während ich es gegessen habe...und kotzen finde ich schon lange nicht mehr eklig oder unangenehm. Und jetzt nie mehr? Ich bin einer der sagt, ganz oder gar nicht. Deswegen NIE MEHR!! Aber es wird schwer, verdammt schwer...
  10. painter

    painter Neu im Forum

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    hi Sabrina, das bewunder ich echt, dass du so einen Entschluß gefasst hast. Und jeder Tag ist ein riesen Schritt in deiner Situation. Hut ab, wirklich. Und das "nie mehr" ändert sich sicherlich dann auch irgendwann. Bin ich ganz zuversichtlich. Naja, ich wünsch es dir einfach so sehr. Wohl auch, weil ich gerne so weit wäre. Leider glaube ich, dass mein Wille noch nicht so stark ist :(
    Vielleicht läßt du mich ja auch einfach immer wieder wissen, wie es dir ergeht. Und dann hoffe ich, dass ich dich als Vorbild sehen kann und endlich einen willensstarken Entschluß fassen kann.....
  11. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Ich weiß noch sehr genau, wie ich so war wie du. Ich habe mich selbst mit der glühendsten, innbrünstigsten Leidenschaft gehasst. Meine Träume waren voll von Toten, Sterbenden, Leichen, die sich nicht auflösten, Toiletten, Scheiße. Toten Tieren, halbtoten Tieren, die mich verfolgten usw.

    Es wird besser. Wenn man einmal aufhört, sich selbst zu zerstören, einmal aufhört, sich selbst zu hassen, wenn man einmal einen Fuß auf den Boden bekommt und merkt: Die Welt steht. Sie bricht nicht weg. Sie wird dich tragen - dann ist der Zenit schon überschritten. Fang ganz langsam an, den Druck von dir zu nehmen.
    Weißt du wirklich nicht, was du fühlst? Oder magst du vielleicht nicht, was du fühlst? Und würdest du bitte aufhören, dich dafür zu entschuldigen, dass du einfach mal durchhängst? :p :) (nicht böse gemeint)
    Aber: Wenn du nicht mal hier jammern darfst - wo dann? Wenn du dich selber jetzt hier schon einbremst - wie willst du dich da wirklich kennenlernen? Hab ein bisschen Vertrauen. Hier sind genug Leute, die wissen, wie du dich fühlst.
  12. painter

    painter Neu im Forum

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    ich glaube ich weiß wirklich nicht was ich fühle. und wahrscheinlich guck ich auch nicht wirklich hin.
    aber ich weiß, dass ich hinter allem und jedem nichts gutes sehe.
    ich habe 2 ganz liebe arbeitskolleginnen, die inzwischen fast freunde geworden sind. und ich ertappe mich fast täglich dabei, mich zu fragen, warum sie sich mit mir abgeben. was steckt dahinter? es kann doch nicht sein, dass sie mich wirklich um meinetwillen einfach nur gern mögen...
    warum kann ich das nicht einfach annehmen und mich darüber freuen?
    geht das so lange, bis sie sich von mir abwenden, weil ich sie nicht an mich ran lasse? damit ich dann wieder einen grund habe, mich ungeliebt zu fühlen?
    danke für euer ohr und dass ihr mein gejammer ertragt :confused:
  13. score104

    score104 Neu im Forum

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    KLEINER DENKANSTOß.
    Der Kampf mit der Bulimie.
    Das DIÄTPRINZIP.
    Eine sehr häufige Strategie der Bulimie entgegenzuwirken ist , mit Disziplin und Kontrolle eine genau berechnete Menge an Lebensmitteln zu sich zu nehmen . Dabei sind die Nährwertangaben , sowie der geschätzte körperliche Grundumsatz der Maßstab der zuzuführenen Menge , die Gegessen werden darf, ohne Gewichtszuname befürchten zu müssen. Auch Essdisziplin und Esszeiten werden pinibel genau eingehalten , um einen genauen Überblick zu behalten . Zusätzliche unterstützene Maßnahmen wie die Absicherung durch Einbeziehung von Freunden , sowie die schriftliches dokumentieren von Erfolgen durch regelmäßiges Wiegen....... all Das wird getan , um wieder „Normal“ zu werden , und nichts ist schlimmer als „RÜCKFÄLLIG“ zu werden.
    Bewußt Essen , sich viel Zeit zum Essen nehmen , das Essen nett anrichten , .........sich voll und ganz auf‘s Essen konzentrieren............

    So , und jetzt schaut mal , was typische Auslöser für Fressattacken sind.
    DRUCK , VERSAGENSANGST ,KONTROLLVERLUSST, ANGST ANDERE ZU ENTTÄUSCHEN , EMOTIONEN UNTERDRÜCKEN , AUF ETWAS VERZICHTEN ZU MÜSSEN , ANGST DAVOR IN SICH HINEINZUFÜHLEN....... Es gibt noch viele andere Auslöser , aber allein diese fühle ich schon beim Tippen, und der Vorstellung dieser Essens-philosophie folgen zu müssen.
    Da der Fokus eh auf das Thema Essen gerichtet sein soll, der „normale Hunger“ bekanntlich der natürliche Antrieb für die aufnahme von Nahrung ist , und parallel die aufgestauten Emotionen BRODELN , spielt uns die Psyche einen Streich. Beim Essen glauben wir, das die Lebensmittel das sind , was uns zur Gier bringt. Der Wunsch etwas für sich bekommen zu können spiegelt sich dann im Essverhalten wieder. ABER HALT , WIR MACHEN JA GRAD NE DIÄT, also bloß kontroliert bleiben , auf keinen Fall Versagen , bloß keinen Entäuschen...... Und die Eskalation ist da. Ein Rückfall. der nicht nur das erarbeitete Esskonzept zerstört , sondern zusätzlich tiefe Narben in der Seele hinterlässt.
    Ich wünsche jedem , der es mit Essdisziplin und Diätkonzepten versucht viel Glück ,ich habe auch nicht vor , irgendjemanden zu Demoralisieren , doch weiß ich von mir , daß die Bulimie anders bekämpft werden muss.
    Heute ess ich zeitweise in etappen, weil es zwar schmeckt , aber andere dinge wichtiger erscheinen wie zB telefonieren , Chatten , Aufräumen.... , mein Fokus liegt nicht mehr auf Lebensmittel , da kann die Werbung noch so toll sein , und Dinge wie Schokolade esse ich auch nur dann , wenn es für mich ok erscheint , oder mein kleiner Neffe mich füttern möchte. Meine Emotionen melden sich immernoch , doch kenne ich heute deren Ursache und habe gelernt , mit ihnen Umzugehen. Dabei spielt das essen aber keine Rolle mehr , denn das was ich brauche , finde ich weder beim Essen oder beim Kotzen.
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  14. HannyBee

    HannyBee War schon öfters hier

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    Moment, du trickst dich grad selbst aus: Du weißt es nicht. UND du guckst nicht hin. Wenn du nicht hinguckst, kannst du es nicht wissen :)

    Du kannst dich selbst offenbar nicht leiden (woher ich das weiß? Ich war genauso). Ich erzähl dir mal, wie es bei mir war, was in mir (teilweise unbewusst) vorging:
    "Wenn die wüssten, wie ich wirklich bin, so tief drinnen, so zerfressen, so dunkel, so wütend und so traurig, sie würden die Beine in die Hand nehmen und laufen. Ich möchte mich nicht zu sehr an sie gewöhnen, denn es würde mir das Herz brechen, wenn auch sie mich verlassen - und alle gehen irgendwann, sie verlassen einen, sie sterben, nichts ist sicher und nichts hält - und mich ablehnen, wo ich doch selbst mich kaum ertragen kann mit all meinem Unglück. Das ich selbst jeden Tag aufs Neue herstelle. Darum verdiene ich gar nichts anderes als dieses Leben. Niemand kann ertragen, wie ich wirklich bin, sie würden mit Abscheu auf mich sehen. Darum zeige ich ihnen, was sie sehen wollen. Sie wollen die lustige, lockere Seite, die lächelt und zu 99% der Zeit "ja, klar" anstatt von "nein, ich möchte nicht" sagt."

    Aus dieser Endlosschleife musst du raus, wenn du dein Leben zurück erobern willst. Das lastet sonst wie Mühlsteine auf dir und hält dich ewig unten. DU bist gut so, wie du bist. Mit all deinen Gefühlen, mit all der - berechtigen und unberechtigten - Wut. Wut zeigt dir Grenzen, wo andere über etwas hinweggehen, was dir wichtig ist. Du bist kein Monster, nur weil du widerstreitende Gefühle hast und manchmal einfach ungerecht bist. Auch das darfst du sein.

    Guck mal, wir können dich "er-tragen" ;) Wir können - wenigstens virtuell - ein Stück deiner Last mit-tragen.
    Trau den Leuten ruhig was zu.
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  15. Pepsy

    Pepsy Neu im Forum

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    Vill ist es sogar ganz gut wenn sich kleinere gruppen zusammen tun u sich auch mal außerhalb eines Forums treffen.
    Es sind bestimmt genug hier drinnen so das kleinere distanzen zu schaffen sind. Man muss sich jetzt niemanden suchen der 400 km weit weg wohnt. Und vill ist das eine große stütze. Jemanden den man einfach hat, jemanden mit dem man über Bulimie etc reden kann. Jemanden haben der einfach nur verständniss hat aus eigener erfahrung.
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  16. Anni

    Anni Neu im Forum

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    ja das fände ich auch mal ganz gut, dann lernt man auch mal die person im realen leben kennen, die einem immer hilft und gute tipps gibt wenns einem zum beispeil schlecht geht :)
  17. Pepsy

    Pepsy Neu im Forum

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    Die frage ist nur wer hätte noch lust drauf? Und woher kommt ihr alle? Vill kann man ja einmal im Jahr einen Treffpunkt ausmachen und alle die dafür sind einen ,,Bulimie-Tag,, verbringen. Um sich alle zu treffen, alle sich austauschen über fortschritte-rückfälle-therapien etc.
    Das wäre eine Super stütze für jeden der wirklich interesse hat. Alt u Jung einfach mal einen tag unter gleichgesinnten.
    Ich fände es schön wenn sich jemand außer Anni dafür interessieren würde. Ob gruppen oder ein großses treffen...Hauptsache jemand da der einen versteht.
  18. Anni

    Anni Neu im Forum

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    also ich hab da auch schon drüber nachgedacht, allerdings gibt es ja hier auch eine thema wo viele reingeschrieben haben wo sie her kommen und da sind aus meiner nähe leider so gar keine leute :/
  19. Pepsy

    Pepsy Neu im Forum

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    Woher kommst du?
  20. Anni

    Anni Neu im Forum

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    aus nrw, direkt an der holländischen grenze :) und du?