39. Woche – zwei Wochen ohne Bulimie

Dieses Thema im Forum 'Bulimie Blog' wurde von Michi gestartet, 5 Juni 2011.

  1. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Naja, also das kann man so nicht sagen, weil dann würde ich die Krankheit mit dem Übergeben gleich setzen, was wohl so nicht richtig ist. Ich habe mich seit zwei Wochen, gestern waren es zwei Wochen, nicht übergeben.
    Das mich mein schlechtes Gewissen auffrisst wegen dem Essen und v.a. da ich momentan so viel Eis esse (Ich liebe es und v.a. wird mir da nie schlecht.) spricht wohl wieder für die Krankheit, da es nicht lange dauern wird bis ich alles in mich reinfresse, da ich mich dann besser fühle, obwohl ich weiß, dass ich das ganze Essen damit auch nicht mehr rückgängig machen kann. Aber irgendwie denkt das mein Körper und will es.
    Ich denke es ist auch egal, welche Gründe es sind. Wenn es länger nicht war, sagt mir mein Verstand …
    • komm schon, dir gehts doch wieder ganz gut und dein Hals schmerzt nicht mehr, du darfst mal wieder alles genießen.
    • es sammelt sich so viel Essen an, was ja irgendwie mal weg muss und ich will alles probieren.
    • jeder Grund gelegen kommt. Ob es nur ein bisschen Stress ist, jemand, der nicht an mich denkt oder mich vernachlässigt, Streit oder Zwiegespräche mit der Familie oder Freunden ist, eh kein gutes Gefühl oder irgendwelche Schmerzen, weil man seine Periode hat, launisch ist, nicht gut geschlafen hat, man Kopfschmerzen hat, man zu viel Zeit hat, man gerne mit anderen geregelt essen würde, aber es andere (Familie, Freunde, der Freund) vielleicht irgendwie anders handeln und einen gar nicht berücksichtigen oder einen vollstopfen, obwohl sie wissen, was los ist, was einen noch mehr wieder dahin treibt, das Wetter schlecht ist, beruflichen Stress hat usw.
    Wisst ihr was ich meine? Es lassen sich immer Gründe finden und das Unterbewusstsein findet schon seinen Weg zurück in die Routine der Krankheit, da nie immer alles gut laufen kann. Und sobald man irgendwie angeschlagen ist, geht man wieder seinen alten Weg zu seinem Hobby, wo man dann eben den Halt findet, den man in seinem Leben und Umfeld nicht bekommt.
    Es ist so einfach immer wieder rückfällig zu werden. Es wird einem ja auch einfach gemacht. Denn jeder oben aufgelistete Grund müsste nicht sein, aber alles bringt einen doch dazu, dass es wieder ist. Klar, dass Wetter kann man nicht beeinflussen, aber selbst da denke ich, die Kranke, mir dann, sogar die normalen Umwelteinflüsse treiben einen dahin, wenn das kein Schicksal ist. Und dann kommt noch das Umfeld und man selbst dazu und alles ist wieder so wie immer.
    Man sagt sich komm schon, einmal nur, aber ich weiß, es bleibt nie dabei, obwohl natürlich auch einmal schon schlimm wäre. Tja, ich bin grad deprimiert und weiß nicht mehr, wozu ich mich wehren muss, soll, etc? So wie immer!
    Aber bisher war es nicht, zwei Wochen lang, nur richtig glücklich bin ich gerade echt nicht, kein Stück.
    Ich weiß, ich habe Ostern überlebt ohne mich zu Übergeben, aber genau das alles führt auch wieder dazu, das weiß ich und deswegen bin ich nochmal schlechter gelaunt, ohje.
  2. gina

    gina Guest

    Oh, da hattest du ja geschrieben wie es an Ostern lief. Ok.
    Gratuliere dir zu den 2 Wochen Durchhalten! Du hast Recht, man kann nicht davon sprechen, dass du 2 Wochen ohne Bulimie warst, denn die Krankheit ist im Kopf und sie quält dich trotzdem Tag für Tag. Aber der Knackpunkt ist, dass du es schaffst das Kotzen zu lassen und du zumindest deinen Körper damit schonst. Die Psyche leidet weiter und das enorm, das ist klar.
    Das man immer einen Grund findet kenn ich. Bei mir reicht es auch schon, wenn ein Freund/in gesagt hat, er/sie ruft an und ruft dann doch nicht an und schon legt sich bei mir im Inneren ein Schalter um und mir ist nach einem kleinen Fressanfall. Das allein reicht schon als Auslöser.
    Oder das Wetter, haha…ein verregneter Tag reicht da schon. Wenn das dann auch noch ein Sonntag ist und man diesen allein daheim verbringt, dann wars das.
    Und eben all die ‘Gründe’ die du oben aufgeführt hast. Man findet IMMER einen Grund es zu tun.