3.Woche – täglicher Kampf

Dieses Thema im Forum 'Bulimie Blog' wurde von Michi gestartet, 29 Mai 2011.

  1. Michi

    Michi mybulimie.de Staff Member

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    Na dann mal auf zur 3.Woche.
    • Zu letzter Woche ist hinzuzufügen, dass es natürlich nicht bei einem Kuchenessen ohne Folgen blieb. Es war jedoch nur einmal und gleich am ersten Tag. Am Tag des Backens, also nach dem ersten Anschnitt des Kuchens. Seitdem hatte ich viel mehr gegessen und habe es immer behalten. Ich denke, es war vielleicht auch gleich am Anfang, da ich einen innerlichen Druck hatte ohne es jedoch zu merken, dass ich es packen muss mich nicht zu übergeben, dass ich es schon beim ersten Bissen nur noch daran denken musste.Nachdem es aber einmal war, packte ich es ohne richtige Schwierigkeiten. Klar, das schlechte Gewissen war stets vorhanden, aber es war nie kurz vor knapp. Der Kuchen war auf jeden Fall extrem lecker und ich würde jetzt gerne sagen, ich bereue keine Bissen, aber ich bereue leider jeden einzelnen. Es ist schlimm, aber man weiß selbst, man wird es nicht packen, aber sagt immer zu sich, dass man es schafft. Ich versteh mich da selbst nicht, aber wahrscheinlich auch, weil da meine Sucht Überhand gewinnt und ich in dem Moment nicht klar denken kann. Auf jeden Fall habe ich bis gestern jeden Tag Kuchen gegessen. OHJE!
    • Ansonsten ist zu der bisherigen Woche nichts Spektakuläres hinzuzufügen. Außer dass ich viel zu viel Obst esse und mich stets voll fühle, weswegen es täglich ein Kampf ist. Ich habe bei Obst einfach kein schlechtes Gewissen, deswegen ess ich davon viel zu viel. Mein Bauch ist dann immer ganz rund und voll gefüllt. Dennoch weiß ich, dass Obst auch viele Kalorien, eben Zucker hat, aber ich nehme davon nicht so zu, außer ich esse wirklich enorm viel. Da ich mich jedoch fast den ganzen Tag voll fühle, ist es nicht weit, bis ich mich dann doch übergebe. Aber erst, wenn ich was anderes gegessen habe, von dem ich eigentlich nicht voll bin, sondern nur von dem ganzen davor.
    • Ich hätte große Lust Spaghetti Bolognese zu machen. Aber ich würde das nie runter bekommen und könnte es auch nie behalten. Es gibt Essen, die ich einfach bis jetzt nicht mehr essen kann, weil ich dann solche Angst hätte zuzunehmen, zumindest glaube ich, dass es daran liegt, dass ich es nicht kann. Außer drei bis fünf Gabeln geht nichts. Und sogar da sterbe ich schon. Ein Essen mit nur Kohlehydrate und Fett ist ein Alptraum für eine essgestörte Person. Dennoch liebe ich es, v.a. noch mit viel Käse und ich verweigere mir selbst diesen Genuss, worunter ich -denke ich- auch leide. Aber es geht einfach nicht. Ansonsten esse ich wirklich regelmäßig. Frühstück, Mittagessen (halt mit viel Gemüse, aber auch ab und zu Fleisch und viel Fisch, weniger Kohlehydrate oder zumindest versuche ich es) und abends eher Obst, manchmal bisschen Brot oder Joghurt.
    Also bis her keine spektakuläre Woche für einen Kranken. Man hat halt ständig seine Krankheit im Kopf und jeder Tag ist ein Kampf -geistig wie körperlich. Aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran, wird nur immer müder und erschöpfter -jeden Tag.